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Keine verletzten ISAF-Soldaten in Kabul - Schutz in Bunkern gesucht

Raketeneinschläge nahe deutschem Lager

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Deutscher ISAF-Soldat in Kabul: Zwei Raketen sind etwa 1000 bis 1500 Meter südöstlich des deutschen Stützpunktes der Internationalen Afghanistan- Schutztruppe eingeschlagen.

Kabul/Berlin - Nach Raketeneinschlägen in der Nähe des deutschen Feldlagers in Kabul sind die Sicherheitsmaßnahmen für die Bundeswehr-Soldaten erhöht worden.

Wie der Pressesprecher in Kabul, Major Günther Bender, am Samstag sagte, waren am späten Freitagabend zwei Raketen etwa 1000 bis 1500 Meter südöstlich des deutschen Stützpunktes der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) eingeschlagen. Verletzt wurde niemand. Zunächst waren drei Abschüsse vermutet worden. Die Soldaten hätten vorübergehend in Bunkern Schutz gesucht, sagte Bender. Der Alarm sei später wieder aufgehoben worden. Angesichts der Entfernung der Einschläge sei nicht klar, ob die Geschosse gezielt auf das "Camp Warehouse" abgefeuert wurden, sagte Bender. Unklar war auch, wer die Täter waren und um welche Geschosse es sich handelte.

Derzeit rund 1700 Bundeswehrsoldaten in Kabul

Es war der erste Zwischenfall dieser Art nahe dem deutschen ISAF- Stützpunkt seit rund zwei Monaten. Ende November waren kurz vor der Ankunft von Außenminister Joschka Fischer in der afghanischen Hauptstadt mehrere Raketen nahe dem deutschen Feldlager eingeschlagen. Mitte Dezember waren bei einem Handgranatenanschlag vor dem Camp der afghanische Attentäter getötet und zwei Zivilisten verletzt worden. Bundeswehrangehörige kamen nicht zu Schaden.

Derzeit befinden sich nach Angaben Benders rund 1700 Bundeswehrsoldaten in Kabul. Am 10. Februar übernehmen Deutschland und die Niederlande gemeinsam von der Türkei das Kommando über die Internationale Schutztruppe mit insgesamt rund 5000 Soldaten. An der Kommandoübergabe wird auch Verteidigungsminister Peter Struck teilnehmen. Die Zahl der Bundeswehrsoldaten in Afghanistan soll bis März auf etwa 2500 steigen. Das ISAF-Führungsmandat läuft sechs Monate.

Lage bleibt instabil

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin sagte, an der generellen Einschätzung der Sicherheitslage in Kabul habe sich entgegen anders lautenden Presseberichten der vergangenen Tage nichts geändert. Man gehe ohnehin von einer instabilen Lage aus, bei der mit solchen Vorfällen zu rechnen sei.

dpa - Archivfoto: dpa


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Zuletzt geändert am 1. Februar 2003 14:58 von aj

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