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Di 25.02.2003

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Kritik am Spielsystem kommt Bayern-Spielmacher teuer zu stehen:

Hitzfeld verhängt Geldstrafe gegen Ballack

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Zeigt sich geläutert: Michael Ballack nach seiner System-Kritik.

München - Fußball-Nationalspieler Michael Ballack hat die Härte von Trainer Ottmar Hitzfeld zu spüren bekommen und muss erstmals beim FC Bayern München eine Geldstrafe bezahlen.

"Ich kann das nicht dulden, dass ein Spieler öffentlich über Positionen spricht oder Positionen fordert", begründete Hitzfeld sein Durchgreifen, nachdem Ballack öffentlich Kritik am Spielsystem geäußert hatte. Der "Fußballer des Jahres" räumte ein, einen Fehler gemacht zu haben. "Es war falsch von mir, das in der Öffentlichkeit zu sagen", erklärte der 26-Jährige. Er akzeptiere die Geldstrafe.

Strafe dürfte bei 20.000 Euro liegen

Eine Summe wurde nicht genannt. Ballack hat nach Auskunft von Hitzfeld eine Strafe zu zahlen, die "sicherlich höher ist als die von Claudio Pizarro". Gegen den Peruaner soll Hitzfeld nach dessen Kritik in der Winterpause eine Buße in Höhe von 10 000 Euro verhängt haben. Bei Ballack dürfte die Strafe nun bei rund 20. 000 Euro liegen. "Ich möchte nicht berechenbar sein, dass jeder weiß, es ist immer der gleiche Betrag, den man zu bezahlen hat, wenn man Kritik übt oder Forderungen stellt", erklärte der Trainer. Ballack hatte in einem "kicker"-Interview gesagt, dass er sich im Spielsystem des Bundesliga-Spitzenreiters eine offensivere Rolle wünscht.

"Es ist ja nicht verboten in den Strafraum zu gehen"

Nach einem Gespräch mit dem Mittelfeldspieler am Dienstagmorgen verkündete Hitzfeld die Strafe vor der Mannschaft. "Wir haben uns ausgesprochen, und damit ist die Sache vom Tisch", sagte Ballack. Er habe versucht, seinen Standpunkt zu erläutern. "Wenn man selber kritisiert wird, versucht man sich natürlich zu rechtfertigen", sagte der frühere Spieler von Bayer Leverkusen, der vor Saisonbeginn für sechs Millionen Euro gekommen war.

Der Kritik des Nationalspielers, er werde nicht seiner Torgefahr entsprechend eingesetzt, begegnete Hitzfeld mit wenig Verständnis. "Es liegt ja auch ihm, dass er in den Torabschluss geht, dass er in den Strafraum geht. Das ist ja nicht verboten", sagte der Coach.

dpa, sid - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 25. Februar 2003 14:49 von sab

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