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Di 25.02.2003
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Handball: Flensburg-Handewitt schafft historischen Sieg in Kiel"Ewiger Zweiter glaubt an ersten TitelKiel - Erstmals in der Bundesliga-Geschichte hat der deutsche Handball-Meister THW Kiel in heimischer Osteehalle gegen den Erzrivalen SG Flensburg-Handewitt verloren. Die Überlegenheit der Gäste war am Montag größer als es das Resultat 33:32 (19:16) aussagt.
Damit ist die Kieler Dauer-Party gegen Flensburg geplatzt. Am Mittwoch folgt Teil II des Nord-Duells, wenn der THW im Viertelfinale des DHB-Pokal-Wettbewerbs bei der SG Flensburg- Handewitt antreten muss. Vermutlich muss der Meister anschließend Trost in der Champions League suchen. Am Sonntag will der THW bei Prulje 67 Ljubljana den Grundstein für den Einzug ins Halbfinale der Meisterklasse suchen. 18 vergebliche Versuche in Kiel Mit ihrem historischen Sieg in der Ostseehalle hat die SG Flensburg-Handewitt einen wichtigen Schritt getan, um nicht weiterhin als der "Ewige Zweite" hinter dem THW verhöhnt zu werden. 18 Mal hatten die Flensburger zuvor versucht, die Osteehalle zu stürmen. Bis auf ein Unentschieden am 4. Dezember 1995 zogen sie aber immer geschlagen von dannen. Während der THW seit den glorreichen 90er Jahren sieben Mal Meister wurde, kamen die Nachbarn aus Flensburg nicht über vier Vize-Meisterschaften hinaus. "Solange ich Trainer beim THW bin, wird Flensburg in der Ostseehalle nicht gewinnen", hatte Trainer Zvonimir Serdarusic vor dem Spiel vollmundig verkündet und seinen Vertrag bis 2006 verlängert. Aber: Auch der Coach kann irren. "Ein hochverdienter Sieg für die SG. Sie war die stärkere, frischere Mannschaft", gestand er. Kiel droht im Mittelmaß zu versinken Auf Flensburger Seite wurde demonstrativ Bescheidenheit zur Schau gestellt. "Für die Fans war es sicherlich ein besonderer Triumph, als Trainer sieht man das anders. Da ist es egal, ob man in Göppingen oder in Kiel gewinnt", meinte SG-Trainer Erik Veje Rasmussen. Ganz ohne verbale Spitze wollte er die Kieler aber nicht davonkommen lassen: "Der Sieg war die erste Hälfte. Mittwoch folgt die zweite." Die SG Flensburg-Handewitt ist derzeit die einzige Mannschaft in der Bundesliga, die dem in Siebenmeilenstiefeln davoneilenden Tabellenführer TBV Lemgo einigermaßen folgen kann. "In dieser Form wäre die SG auch ein würdiger Meister, wenn es nicht noch den TBV Lemgo geben würde", meinte THW-Manager Uwe Schwenker: "Wir haben selbst im letzten Jahr nicht auf dem Niveau gespielt wie die SG heute." Die Kieler, die bereits die achte Saison-Niederlage kassierten, müssen aufpassen, am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen. Die Titelverteidigung ist schon lange kein Thema mehr, ein internationaler Startplatz steht auf der Kippe, im DHB-Pokal droht das Aus. Folglich muss sich der deutsche Meister in der Champions League schadlos halten. Von Franko Koitzsch, dpa - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 25. Februar 2003 13:58 von sab |
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