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Luft wird für US-Fluggesellschaften immer dünner

American Airlines vor der Pleite?

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Washington - Für die US-Fluggesellschaften wird die Luft immer dünner: Kaum sind sie den Turbulenzen des 11. September entkommen, markiert der Irak-Krieg den Sturzflug in die nächste Krise. Haupt-Opfer könnte American Airlines werden.

Die größte Fluggesellschaft der Welt steht Presseberichten zufolge unmittelbar vor der Pleite. Es sei denn, sie erhält eine Finanzspritze von 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) von Banken - oder vom Staat. Denn in der Not setzen die US-Airlines darauf, dass Washington sie mit den Kriegsfolgen nicht allein lässt.

Drastische Buchungsrückgänge

Bereits in der kommenden Woche könnte American Airlines Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Konkursrechts beantragen, berichtete die "New York Times" am Freitag unter Berufung auf Bankenkreise. Ganz überraschend kommt dies nicht: Im vergangenen Jahr verbuchte die Gesellschaft mit 3,5 Milliarden Dollar den größten Verlust in der Geschichte der US-Luftfahrt. Bereits vor dem Irak-Krieg flog die Airline einen täglichen Verlust von fünf Millionen Dollar ein. Wegen drastischer Buchungsrückgänge will American nun ab April bis zu sieben Prozent aller Flüge streichen.

Einbußen von mehr als zehn Milliarden Dollar drohen

Damit steht American Airlines nicht allein: Quer durch die ganze US-Luftfahrtbranche brach die Zahl der Reservierungen für die kommenden zwei bis drei Monate mit Kriegsbeginn um mehr als 20 Prozent im Inlandsverkehr und um mehr als 40 Prozent auf Transatlantikstrecken ein. Durch den Krieg drohen den Airlines nach Angaben des US-Luftfahrtverbands ATA Einbußen in Höhe von mehr als zehn Milliarden Dollar im Jahr (rund 9,4 Milliarden Euro) sowie der Verlust Zehntausender Jobs.

Möglicherweise Domino-Effekt für die ganze Branche

Eine Pleite des größten US-Carriers hätte einen Dominoeffekt für die gesamte Branche: Auch die fünftgrößte US-Airline Continental ist angeschlagen, die Nummer zwei United Airlines und die Nummer sieben US Airways fliegen bereits seit vergangenem Jahr unter Gläubigerschutz. Riskant, denn die Airlines im Konkursverfahren kalkulieren nur noch mit sehr geringen Gewinnmargen und senken die Ticketpreise, um ihre Maschinen zu füllen. Damit wird der Preisdruck auf die ganze Branche weiter erhöht.

Der ist durch die Billigflieger ohnehin gewachsen. Gegen die aggressive Preisstrategie der Neuen - darunter Soutwest und JetBlue - können sich "Flugsaurier" wie American, Northwest und Delta Air Lines nur schwer behaupten. Schwer zu schaffen machen den Gesellschaften auch die Kerosinpreise. Sie haben sich im vergangenen Jahr durch den starken Anstieg der Öl-Preise von rund 60 US-Cent auf 1,20 Dollar verdoppelt. Neu ist seit dem 11. September der Faktor Terror: Die Versicherungsprämien sind für die Airlines kaum noch bezahlbar - zumal seitdem die US-Regierung Mitte März erneut die zweithöchte Warnstufe "orange" ausrief.

Sparen beim Personal

In der Not setzen die Airlines auf zweierlei: Die Einsicht der Gewerkschaften und den Staat. Massiv Kosten sparen können die Unternehmen nur beim Personal. American Airlines will so im Jahr 1,8 Milliarden Dollar weniger ausgeben, allein die Piloten müssten auf 600.000 Dollar verzichten. Aber die Verhandlungen treten auf der Stelle.

Mehr Entgegenkommen zeigt US-Präsident George W. Bush. Experten rechnen damit, dass er bereits in der kommenden Woche umfangreiche Hilfen für die Branche bekannt gibt - nach Vorbild des 11. September: Danach stellte Washington 15 Milliarden Dollar in Aussicht, davon fünf Milliarden Dollar als Direkthilfen, der Rest in Form von Kreditbürgschaften.

Börse rechnet fest mit Großpleiten

Wie ernst die Lage ist, zeigt der Blick auf den letzten Golfkrieg 1991. Danach mussten sieben US-Airlines Gläubigerschutz beantragen, vier von ihnen stellten den Betrieb ganz ein. Diesmal ist das Risiko durch die gestiegene Terrorgefahr noch höher. Das legen auch die einbrechenden Kurse der Airlines nah: Die Börse rechnet demnach bereits fest mit Großpleiten.

AFP - Archivfoto: dpa

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Zuletzt geändert am 28. Maerz 2003 14:26 von aj

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