[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Fr 28.03.2003

 Nachrichten

   vom 28.03.03

Wieder Explosionen
auf Markt in Bagdad

Oliver Kahn: Frau weg,
Führerschein weg

Europäisches GPS soll den Himmel stürmen
Pazifist landet
auf dem Petersplatz

Politbarometer: 84% sind gegen Irak-Krieg
American Airlines
vor der Pleite?

Eichel: Zoll nahm
101 Milliarden ein

21 Tote obduziert: Busunglück war Mord
Seitensprung: Viele reagieren tolerant
Wetter: Sonne zeigt
sich nur ab und zu

Foto des Tages
Karikatur


 Sport



 Magazin



 Internet

[?]

Gipfel Bush-Blair: "Kein schnelles Kriegsende" - Einigung über UN-Hilfe

"Öl für Lebensmittel" soll Not lindern

Anklicken zum Vergrößern
Gipfeltreffen der Feldherren: Tony Blair und George Bush gegen nicht von einem schnellen Ende des Irak-Krieges aus.

New York - Nach einwöchigen Verhandlungen ist im UN- Sicherheitsrat ein Kompromiss über die Fortsetzung des Irak- Hilfsprogramms "Öl für Lebensmittel" erzielt worden. Wie der Verhandlungsführer, der deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger, erklärte, önne ein entsprechender Resolutionsentwurf nun im Konsens angenommen werden.

Zeitgleich mit der Erklärung Pleugers traf der britische Premierminister Tony Blair mit UN-Generalsekretär Kofi Annan zusammen. Dabei sei es neben dem unmittelbaren humanitären Hilfsprogramm der UN um eine künftige Rolle der Vereinten Nationen bei der Verwaltung und dem Wiederaufbau des Nachkriegs-Iraks gegangen, hieß es in diplomatischen Kreisen. Blair hatte sich zuvor bei einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush für eine stärkere Rolle der UN im Irak eingesetzt, als sie bislang von den USA gewünscht wird.

Annan soll Programm koordinieren

Die von der Bundesrepublik vorgelegte Resolution sieht vor, dass Annan bevollmächtigt wird, das Programm für zunächst 45 Tage in eigener Regie weiterzuführen. Formulierungen in einem früheren Entwurf, die als Bezug auf die USA und Großbritannien als De-facto- Besatzungsmacht verstanden worden waren, sind in dem jetzt vorgelegten Text nicht mehr enthalten. Stattdessen ist nur noch die Rede davon, dass Annan das Programm "mit der erforderlichen Koordinierung" umsetzen solle.

Keine nachträgliche Legitimierung

Vor allem Russland hatte darauf bestanden, dass die Resolution nicht als Anerkennung einer amerikanisch-britischen Besatzungsmacht und damit als nachträgliche Legitimierung des Irak-Krieges verstanden werden dürfe. Annans Beauftragte sollen nach Annahme der Resolution so schnell wie möglich im Irak "nach alternativen Orten" für die Verteilung humanitärer Hilfslieferungen an die Bevölkerung suchen. Dass sie dabei auf die Kooperation der amerikanischen und britischen Truppen angewiesen seien, müsse "stillschweigend in Kauf genommen werden", sagten UN-Diplomaten. Es sei klar, dass "in dem deutschen Text nicht alle Bedenken und Forderungen auf allen Seiten berücksichtigt" worden seien.

Hilfsgüter für 2,5 Milliarden Dollar stehen bereit

Jeder im Sicherheitsrat habe die Notwendigkeit verstanden, rasch zu einem Ergebnis zu kommen, sagte Pleuger. Die Resolution ermögliche alle erforderlichen Anpassungen des Programms "Öl für Lebensmittel" an die gegenwärtige Lage im Irak. Jetzt sei es wichtig, sie anzunehmen und zu verwirklichen, "um ein humanitäres Desaster" zu vermeiden. Wann wieder ausländische UN-Helfer in den Irak reisen und vor allem in Notstandsgebieten wie der Stadt Basra die Versorgung in Gang bringen könnten, müsse der UN-Generalsekretär entscheiden. Er müsse einschätzen, ob die Lage für die Helfer sicher genug ist.

Nach Angaben des deutschen UN-Botschafters, der das Irak-Komitee des Sanktionsausschusses des Sicherheitsrates leitet, stehen dem Programm "Öl für Lebensmittel" derzeit Hilfsgüter im Umfang von rund 2,5 Milliarden Dollar zur Verfügung. Die Verteilung müsse im Interesse der Not leidenden Menschen rasch organisiert werden. Über eine künftige, darüber hinaus gehenden Rolle der UN im Irak werde der Sicherheit erst noch diskutieren müssen.

Lange Nachschublinien bereiten Probleme

Unterdessen haben die beiden Kriegsverbündeten USA und Großbritannien haben Hoffnungen auf einen schnellen Sieg in Irak weiter gedämpft. Der Krieg gegen Irak brauche Zeit, warnte der britische Premierminister Tony Blair am Freitag in einem Rundfunkinterview. US-Präsident George W. Bush hatte am Vorabend auf die Frage, wie lange der Krieg dauern werde, geantwortet: "So lange wir brauchen, um zu gewinnen." Nach Einschätzung eines US-Kommandeurs machen die langen Nachschublinien der Invasionstruppen und der zähe Widerstand der Iraker einen längeren Krieg wahrscheinlich.

Blair sprach in einem BBC-Interview von "harten und schwierigen Momenten", die im Irak-Krieg noch bevorstünden. Er bekräftigte zudem, dass es bei der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen "echte Verbindungen" zwischen terroristischen Gruppen und so genannten Schurkenstaaten gebe. Dazu zählen die USA unter anderen Irak, Iran und Nordkorea, die sie als "Achse des Bösen" bezeichnet haben. Blair und Bush haben in dieser Woche auf dem Landsitz des US-Präsidenten in Camp David das weitere Vorgehen in Irak besprochen.

Von irakischer Guerilla-Taktik überrascht

Bush äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Camp David siegesgewiss: "Das irakische Volk muss wissen, dass es befreit wird und dass (sein Präsident) Saddam Hussein entfernt wird, egal wie lange es dauert." Bush hatte bereits in einer TV-Ansprache nach Beginn der Luftangriffe am Donnerstag vergangener Woche gewarnt, der Krieg könne länger dauern und schwieriger werden, als manche vorhersagten.

Die US-Truppen hätten nicht erwartet, dass auf irakischer Seite Partisanen kämpften und Guerilla-Taktiken anwendeten, sagte der US-Kommandeur des 5. Armeekorps in Irak, Generalleutnant William S. Wallace, der Internetausgabe der "Washington Post". "Der Feind, gegen den wir kämpfen, ist anders als der, gegen den wir in unseren Kriegsszenarien angetreten sind", fügte Wallace hinzu.

dpa, Reuters - Foto: dpa

[?]
Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web



Irak-Krieg
Thema: Irak-Krieg


Formel 1
Formel-1-Special
mit Gewinnspiel »


RZ-Auto



Zuletzt geändert am 28. Maerz 2003 09:53 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum