|
|
|||||||||||||||
Fr 28.03.2003
|
[?]
|
||||||||||||||
Drei-Sterne-General William Wallace vor Truppenteilen seines Corps.
|
Der US-Kommandeur der Bodentruppen im Irak-Krieg, Generalleutnant William Wallace, sagte: "Wir wussten, dass es sie (die irakischen Kräfte) gibt, aber wir wussten nicht, wie sie kämpfen würden." Die USA hätten ihren Gegner militärisch unterschätzt. Das Weiße Haus, Pentagon und US-Zentralkommando widersprachen den Äußerungen energisch.
Bunkerbrechende Bomben abgeworfen
Bei Tag und bei Nacht nahmen die Alliierten die irakische Hauptstadt unter Beschuss. Starke Explosionen erschütterten die Fünf- Millionen-Stadt. Allein in der Nacht flogen die Verbände fünf massive Angriffswellen in acht Stunden, wie dpa-Korrespondenten vor Ort berichteten. Eines der Ziele sei erneut der Präsidentenpalast im Regierungsviertel gewesen. Bei den Angriffen warf ein Tarnkappenbomber erstmals zwei so genannte bunkerbrechende Bomben ("Bunker Buster") auf Bagdad ab, wie Pentagonkreise bestätigten. Nach Informationen des arabischen TV-Senders El Dschasira stürzte ein unbemanntes US-Aufklärungsflugzeug auf ein Wohnhaus in Bagdad und setzte das Gebäude in Brand.
Kommunikationszentren zerstört
Bei der Offensive wurden nach Augenzeugenberichten mehrere Kommunikationszentren in Bagdad zerstört. Mindestens drei Telekom- Gebäude wurden getroffen. In mehreren Stadtbezirken funktionierten die Telefone nicht mehr. Wie in den vergangenen Tagen verdunkelten auch am Freitag Rauchschwaden den Himmel. Sie stammen von Öl-Gräben, die irakische Kämpfer in Brand gesetzt haben. Der dichte Qualm soll Kampfjets und Raketen der Alliierten fehlleiten.
12 US-Soldaten vermisst
An der Marschroute nach Bagdad lieferten sich US-Einheiten und irakische Verbände im Süden bei Nasirija heftige Gefechte. 12 amerikanische Soldaten würden vermisst, 14 seien in den vergangenen 24 Stunden bei Kämpfen mit Einheiten der irakischen Armee verwundet worden, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf Militärsprecher.
Verluste auf US-Seite
Nach Angaben eines dpa-Fotografen, der das 3. Leichtgepanzerte Aufklärungsbataillon der US-Marineinfanterie begleitet, wurden bei Nasirija irakische Stellungen von Kampfjets und Artillerie unter Beschuss genommen. Das Aufklärungsbataillon sei nicht weiter auf Bagdad vorgerückt. Offensichtlich seien Einheiten teilweise wieder zurückgezogen worden. Auch Ziele im Westirak und die Stadt Mosul im Norden wurden bombardiert.
Tausende Zivilisten versuchten nach amerikanischen und britischen Angaben aus der belagerten Stadt Basra zu fliehen. |
Flucht aus Basra
Die Lage in der südirakischen Millionenstadt Basra, wo große Teile der Bevölkerung ohne Wasser und Strom leben müssen, spitzte sich dramatisch zu. Tausende Zivilisten versuchten nach amerikanischen und britischen Angaben aus der belagerten Stadt zu fliehen. Sie seien von irakischen Soldaten beschossen worden. Die britischen Streitkräfte hätten daraufhin das Feuer auf die irakischen Kämpfer erwidert.
Humanitäre Katastrophe befürchtet
Schiff mit Tonnen von Hilfsgütern eingetroffen
Britische Soldaten exekutiert?
Zuletzt geändert am 28. Maerz 2003 22:06 von aj/jo
» Artikel drucken![]()
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum