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Di 29.04.2003
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Europas größter Erotikkonzern:Beate Uhse sieht sich gut positioniertHamburg - Europas größter Erotikkonzern Beate Uhse sieht sich nach Worten von Vorstandschefs Otto Christian Lindemann auf seinen in- und ausländischen Märkten gut positioniert. Mit dem Verlauf des zu Ende gegangenen ersten Quartals zeigte er sich ebenso zufrieden wie mit dem Start des US-Geschäfts Ende vergangenen Jahres. Für 2002 kündigte der Konzern eine Dividende von zehn Cent je Aktie an. "Die Konjunktur ist natürlich gerade im Konsumbereich nach wie vor schwierig, aber wir sind dennoch gut aufgestellt, weil Erotik einfach zu den Grundbedürfnissen des Menschen gehört, genau wie essen und trinken", sagte Lindemann am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Darum sind wir sicherlich konjunkturresistenter als andere." Beate Uhse rechnet für 2003 mit einer Steigerung des Umsatzes auf 260 (Vorjahr: 244,5) Millionen Euro und einer Erhöhung des Vorsteuerergebnisses auf 18,8 (17,2) Millionen Euro. Konkrete Angaben zum Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2003 machte der Firmenchef nicht. Lindemann betonte aber, dass er mit der Entwicklung zufrieden sei. Die im Kleinwertesegment SDax notierte Beate-Uhse-Aktie lag am Mittag 0,7 Prozent im Plus bei 11,10 Euro. Dividende von zehn Cent für 2002 geplant Das Unternehmen will seinen Anteilseignern für das Geschäftsjahr 2002 eine Dividende von 0,10 Euro pro Aktie zahlen, nachdem es für 2001 wegen eines Gewinneinbruchs keine Ausschüttung gegeben hatte. Der Jahresüberschuss sei 2002 auf 9,5 Millionen Euro nach 2,2 Millionen Euro im Vorjahr gestiegen, hieß es. Das Ergebnis vor Steuern habe sich um 99 Prozent auf 17,2 Millionen Euro erhöht. Der Umsatz war den Angaben zufolge um fast zehn Prozent auf 244,5 Millionen Euro geklettert. Das starke Wachstum führte Lindemann unter anderem auf "sehr weitreichende Restrukturierungs- und Integrationsmaßnahmen im Gesamtkonzern" zurück. Im Jahr 2001 sei der Gewinn "relativ schlecht" gewesen, weil damals "im Konzern aufgeräumt" und eine "Reihe von Abschreibungen unter anderem auf Vorratsvermögen vorgenommen" worden seien. "Aber das hat uns natürlich 2002 sehr geholfen", betonte Lindemann. Konzern ist mit Start des US-Geschäfts zufrieden Mit dem Start des US-Geschäfts Ende 2002 zeigte sich Lindemann zufrieden. Der Konzern hatte 70 Prozent des US-amerikanischen Versandhandelsunternehmens Pabo übernommen und war damit in den größten Sex-Markt der Welt eingestiegen. Das US-Unternehmen hatte 2002 bei einem Umsatz von 5,1 Millionen Euro einen Vorsteuerverlust von 1,6 Millionen Euro verzeichnet. "Das war ein geplanter Verlust", sagte Lindemann. Die Firma existiere schließlich erst seit zweieinhalb Jahren. Für das laufende Jahr sei möglicherweise mit einem nochmaligen Verlust von 150.000 bis 200.000 Euro zu rechnen. "Aber definitiv ist das noch nicht", betonte der Manager. "Die Firma wird sich gut entwickeln." Zukünftig setzt der Erotikkonzern nach Worten Lindemanns "schwerpunktmäßig auf organisches Wachstum". Akquisitionen wollte er zwar nicht ausschließen, konkrete Planungen dafür gebe es aber nicht. "Wir sind jetzt in zwölf Ländern Europas aktiv und wollen uns zunächst auf diese Länder beschränken", betonte Lindemann. Die Beate Uhse AG betreibt den Angaben zufolge zurzeit 226 Geschäfte in Europa, davon 108 in Deutschland. Reuters |
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Zuletzt geändert am 29. April 2003 14:06 von aj |
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