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Fusionspläne mit Sammy gescheitert - kommt Sonic jetzt zu PacMan?

Poker um Sega geht weiter

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Junge Japaner vertreiben sich in Akihabara, einem Vorort von Tokio und einem Mekka der Videospiele, die Zeit mit computerunterstützten Helden. Der einstige Marktführer Sega sucht weiter nach einem Käufer für das angeschlagene Unternehmen.

Tokio - Der Verhandlungspoker um den japanischen Videospiele-Konzern Sega geht in eine neue Runde. Sega und der Flipperhersteller Sammy erklärten ihre im Februar verkündeten Fusionspläne am Donnerstag für beendet.

Man habe sich in Detailfragen wie der Managementkontrolle nicht einigen können. Die Entscheidung erfolgte einen Tag vor Ablauf einer Frist für Sega, auf ein Fusionsangebot des Konkurrenten Namco zu reagieren. Darüber will Sega nun weiter verhandeln. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt. Namco hatte dem taumelnden Software-Konkurrenten im April Gespräche über eine Fusion angeboten und damit Segas Pläne mit Sammy in Frage gestellt.

Milliardenschwere Industrie unter Druck

Durch einen Zusammenschluss der Erfinder der Computerhelden "Pac- Man" und "Sonic the Hedgehog" würde der größte Anbieter von Spieleautomaten in Japan entstehen - mit einem Jahresumsatz von rund 350 Milliarden Yen (2,7 Milliarden Euro). Nach Einschätzung von Analysten würde Sega von einer Fusion mehr profitieren als Namco. Kürzlich waren auch die beiden US-Softwaregiganten Electronics Arts und Microsoft als potenzielle Bieter für Sega ins Gespräch gekommen. Aus Sega-Kreisen verlautete jedoch, dass angeblich einzelne Top- Manager eine Umstrukturierung des Unternehmens ganz ohne Hilfe von außen bevorzugen, was die Situation um Sega nur noch weiter kompliziert.

Die jüngste Entwicklung macht den enormen Druck zur Konsolidierung in der 20 Milliarden Dollar (rund 17,6 Mrd Euro) schweren Videospieleindustrie deutlich. Rasant steigende Kosten für immer ausgefeiltere Spiele für High-Tech-Konsolen setzen die Entwickler zunehmend unter Druck, ihre Kräfte zu bündeln. Das Ringen um Sega steht seit Monaten im Brennpunkt der Spielesoftware-Industrie. Das Unternehmen, das Medienberichten zufolge unter verzinsten Schulden von fast 80 Milliarden Yen ächzt, gehörte einst zu den führenden Konsolenbauern Japans. Seit dem Flop mit seiner Dreamcast-Konsole hat sich Sega jedoch aus der Produktion von Heim-Spielegeräten zurückgezogen und konzentriert sich jetzt auf Software und das Spielhallengeschäft.

Mit dem richtigen Partner könnte Sega ein Comeback gelingen

 Links zum Thema 

sega.com

Am Donnerstag hob Sega seine Ertragsprognosen für das abgelaufene Geschäftsjahr auf Grund guter Verkäufe von Software in den USA und Japan sowie Kostensenkungen an. Die Sega-Gruppe erwartet nun einen Nettogewinn von 3 Milliarden Yen, nachdem im Februar noch 500 Millionen Yen vorhergesagt worden waren. Die Umsatzprognose wurde um 2 auf 197 Milliarden Yen erhöht. Sega habe mit dem richtigen Partner das "Potenzial für ein Comeback", sagte ein Analyst der Wirtschaftsagentur Bloomberg. Namco hatte mit Sega bereits früher über eine Fusion gesprochen, doch waren die Gespräche auf Wunsch Segas später ausgesetzt worden. Im Februar gab Sega bekannt, man plane, zum Oktober mit Sammy zu fusionieren. Nun geht der Poker weiter.

Lars Nicolaysen, dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 8. Mai 2003 17:24 von mwege

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