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Hardware-Probleme im Sommer vermeiden:

Hitzestau macht Daten mau

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In professionellen Server-Räumen arbeiten Techniker in einer klimatisierten Umgebung - wie hier bei der Kevag Telekom / RZ-Online. Eine zu hohe Außentemperatur kann Rechner ganz schön ins Schwitzen bringen.

Pirmasens - Computerfreaks gelten gemeinhin als lichtscheue Stubenhocker. Das Vorurteil hat möglicherweise einen ernsten Hintergrund: Denn Sonnenlicht und vor allem Hitze kann für Computer sehr schädlich sein.

Der Datenrettungsspezialist Convar schätzt, dass die Datenverlustrate in den Sommermonaten um rund 50 Prozent steigt. Bereits wenige Tage nach Beginn einer Hitzewelle mache sich das im Labor im rheinland-pfälzischen Pirmasens bemerkbar.

Gefährdete Geräte besitzen Lüfter oder Kühler

Grund für den zunehmenden Ausfall von Speichermedien wie Festplatten und Disketten ist die Hitze. Anwender sollten deshalb gerade im Sommer darauf achten, dass ihr Rechner nicht heißläuft. Der Computerhersteller Fujitsu-Siemens testet seine Geräte für Betriebstemperaturen zwischen 10 und 35 Grad. "In diesem Bereich muss ein Desktop-Rechner zuverlässig laufen", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Für Anwender heißt das, dass sie für eine entsprechende Umgebungstemperatur sorgen müssen.

Hitzeanfällig sind vor allem Speichermedien wie Festplatten, CD-ROMs und Disketten. Aber auch die Komponenten des Rechners, die selbst Hitze erzeugen, können nach Angaben von Fujitsu-Siemens bei zu hohen Temperaturen den Dienst verweigern oder sogar kaputt gehen. Zu den potenziell gefährdeten Komponenten zählen der Prozessor, Chipsets, das Systemboard, die Grafikkarte und die Stromversorgung. Die Computerhersteller statten sie mit Kühlkörpern und Ventilatoren aus.

Je stärker ein Rechner schuften muss, umso heißer wird er

Die Folgen zu starker Hitze können erheblich sein. Hohe Temperaturen können zu instabilen Systemen führen. Die Folgen: Häufige Systemabstürze. Speichermedien können kaputt gehen. Ein Hitzestau könne bei Bausteinen auf der Platine der Festplatte zu Fehlfunktionen führen, die eine Schädigung der Datenstruktur zur Folge haben kann, warnt Convar. Bei vielen Festplatten sei ein "Flattern" der Schreib-/Leseköpfe die Folge, das in vielen Fällen einen so genannten Headcrash nach sich ziehe. Dabei schlagen die Schreib-/Leseköpfe auf der Oberfläche der Festplatte auf, was zur Zerstörung der Magnetbeschichtung führt.

Wichtig ist die richtige Umgebungstemperatur vor allem für Rechner, die sehr stark beansprucht werden und allein dadurch schon sehr viel Hitze selbst produzieren. Besonders rechenintensive Anwendungen sind zum Beispiel die Grafik- und die Bildbearbeitung. Anwender sollten deshalb schon beim Aufstellen der Rechner über die Umgebungstemperatur nachdenken.

Notebooks nicht im Auto liegen lassen

In Wohnungen und Privathäusern gibt es in Deutschland in der Regel keine Klimaanlagen. Je nach Lage des Hauses und Isolierung kann es in manchen Räumen deshalb im Sommer sehr warm werden. Computer sollten deshalb nicht in die volle Sonne gestellt werden. Anwender könnten sie zum Beispiel durch Rollos schützen, rät Fujitsu-Siemens. Außerdem dürften Entlüftungsschlitze nicht abgedeckt werden. Der - meist in der Bedienungsanleitung angegebene - Mindestabstand zur Wand oder zum nächsten Möbel müsse eingehalten werden. Lüfter sollten regelmäßig auf Verschmutzung und ihre Funktionsweise überprüft werden.

In jedem Fall ist es wichtig vorzusorgen. Wenn der Rechner sich überhitzt hat, "dann ist es schon zu spät", warnt ein Fachmann. Die Festplatte oder der Prozessor können zerstört und Daten verloren sein. Und natürlich sollte man das Notebook nicht im Auto liegen lassen. Das ist nicht nur bei Hitze gefährlich.

Björn Sievers, ddp - Foto: RZ-Online


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Zuletzt geändert am 30. Mai 2003 16:44 von mwege

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