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"Beagle 2" und "Pluto" reisen zum Mars:

"Schnüffeln" nach Lebenszeichen

London - Ob es auf dem Mars Leben gab oder gar gibt, soll das von britischen Wissenschaftlern gebaute Landegerät "Beagle 2" mit dem "Maulwurf" "Pluto" erforschen.

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Nachdem die 68 Kilo schwere Sonde mit einem Fallschirm auf der Marsoberfläche gelandet ist (Bild oben), entfalten sich die Millionen Euro teuren Geräte im Innern und beginnen ihre Arbeit (Bild unten).

Zusammengeklappt sieht der nach dem Forschungsschiff des Naturwissenschaftlers und Entdeckers Charles Darwin benannte Beagle aus wie eine große Taschenuhr. In diesem Zustand wird das Dutzende Millionen Euro teure und nur 68 Kilogramm schwere Gerät am 19. Dezember von der Mars-Sonde ausgeklinkt. "Das ist der Moment, an dem ich mir wirklich die Nägel abkauen werde", sagt ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood.

Energie kommt von der Sonne

Nach fünf Tagen im freien Fall soll "Beagle 2" dann an Fallschirmen seien Zielort erreichen, die Tiefebene Isidis Planitia nahe dem Äquator des Roten Planeten. Der Aufprall auf dem Boden wird durch mit Gas gefüllte Airbags abgemildert, damit die Hightech- Innereien des Landegerätes mit einem Durchmesser von knapp einem Meter keinen Schaden nehmen. Sein erstes Signal an die Bodenstation, um die sichere Ankunft zu vermelden, wird eine kurze Melodie sein, die eigens von der britischen Rockgruppe Blur komponiert wurde. Und dann beginnt das eigentliche Mars-Abenteuer.

Nach der Landung klappt die äußere Hülle auf und es entfalten sich kleine Sonnensegel, um die Batterien an Bord aufzuladen. Dadurch wird dann auch der Roboterarm zum Leben erweckt, an dessen Ende sich eine Art Werkbank mit allen für die geplanten Experimente notwendigen Kleingeräten befindet, darunter Kameras, ein Mikroskop und verschiedenste Sensoren.

Beide Geräte sind voneinander abhängig

Zunächst wird nun der Robotarm geschwenkt, so dass die Doppel- Kamera einen "Stereo"-Überblick von der Landschaft übermitteln kann. Ein kleiner Spiegel sorgt dabei für ein 360-Grad-Panorama. Und dann sucht "Beagle 2", selbst unbeweglich, sechs Monate lang gezielt nach Spuren organischen Lebens, nicht zuletzt mittels des Grabgerätes Pluto (Planetary Underground Tool). Der am Beagle angeleinte Pluto wühlt sich bis zu einer Entfernung von drei Metern durch den Boden und apportiert mittels eines Bohrers Proben zur Landesonde. Die Proben können dann von einem in Deutschland entwickelten Mikroskop unter die Lupe genommen werden, das sich an Beagles Roboterarm befindet.

Gleichzeitig "ertasten" sieben Umweltsensoren die Umgebung und prüfen die Lebensbedingungen auf dem Mars. Dabei geht es um die Höhe der radioaktiven Strahlung ebenso wie die Temperaturen, Luftdruck, Windgeschwindigkeiten oder die Staubdichte in der Luft. "Wir können auch Gase messen, die von Mikrorganismen abgegeben werden", sagt Beagle-Projektleiter Colin Pillinger. "Selbst wenn diese Organismen tausend Meilen entfernt sind, können wir feststellen, ob sich solche Gase in der Atmosphäre befinden."

 Links zum Thema 

Beagle 2

Nichts soll dem Zufall überlassen werden

Für die Beagle-Experimente wurde nichts dem Zufall überlassen, dies gilt einerseits für die Geräte an Bord, aber auch für das Zielgebiet. Es ermöglicht eine sichere Landung, weil es nicht zu felsig ist. Vor allem aber stößt in der Tiefebene Isidis Planitia das relativ junge flache Land des Mars-Nordens an das alte südliche Krater-Hochland - dort könnten Lebensspuren erhalten geblieben sein.

  • Siehe auch: Europa schickt Spitzentechnik zum Roten Planeten

    Jörg Berendsmeier, dpa - Foto: ESA

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    Zuletzt geändert am 30. Mai 2003 15:29 von mwege

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