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Europäische Mars-Expedition folgt einmaliger Flugbahn

Direkter Crash-Kurs zum Mars

Darmstadt - Der europäische "Mars Express" folgt nach den Worten des "Piloten" Michel Denis vom Raumfahrt-Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt einer einmaligen Flugbahn.

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Die 42 Millionen teuere und 68 Kilogramm schwere Mars- Sonde "Beagle 2" soll am 19. Dezember 2003 von ihrem Träger ausgeklingt werden und nach fünf Tagen im freien Fall die Tiefebene Isidis Planitia nahe dem Äquator des Roten Planeten erreichen. Dort entnimmt Beagle Bohr- Proben.

"Wir müssen auf direkten Crash-Kurs gehen, um die Lande-Einheit optimal absetzen zu können", sagte Denis. Danach müsse die Sonde abgefangen und auf eine Umlaufbahn um den Roten Planeten gebracht werden. Der "Mars Express" soll am 2. Juni mit einer russischen Rakete in den Weltraum geschossen werden und nach knapp sieben Monaten sein Ziel erreichen.

Expedition besitzt hohes Risiko-Potential

"Wir sind die erste Mission, die einen Lander aussetzt und gleichzeitig einen so genannten Orbiter um den Mars kreisen lässt", erläuterte Denis. Die Route müsse deshalb beiden Flugkörpern gerecht werden. Der Lander "Beagle 2" werde fünf Tage vor Ankunft bei dem Planten ausgeklinkt. "Im Gegensatz zu anderen Mars-Expeditionen können wir die Lande-Einheit nicht mit kleinen Raketen steuern. Sie fällt einfach herunter. Fallschirme und Airbags sorgen dann hoffentlich für eine weiche Landung."

Das Risiko der Expedition ist nach Ansicht von Denis sehr hoch. Mehr als die Hälfte der bisher rund 30 Mars-Missionen habe ihr Ziel nicht erreicht. "Bei rund 50 Prozent der gescheiterten Missionen hat bereits der Start nicht funktioniert."

Funksignale sind bis zu zwanzig Minuten unterwegs

Die Flugbahn von "Mars Express" sei mehrfach simuliert worden, betonte Denis. "Bei der Steuerung können wir nur auf die Instrumente zurückgreifen, eine optische Navigation ist nicht möglich." Knifflig kann die Zeitverzögerung des Funkverkehrs durch die große Entfernung werden. Die Datenübertragung für eine Kursänderung dauere bis zu 20 Minuten, erläuterte der ESOC-Experte.

dpa - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 30. Mai 2003 15:29 von mwege

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