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French Open: Achtelfinal-K.o. gegen Verkerk

Rabenschwarzer Tag für Schüttler

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Am Ende zerfetzte er sein rotes Trikot: Rainer Schüttler

Paris - Der "Rote Blitz" ging im Aufschlaggewitter von Martin Verkerk unter. Tennis-Profi Rainer Schüttler hat bei den French Open den Sprung ins Viertelfinale verpasst. Der Australian- Open-Finalist erwischte im sonnigen Paris einen rabenschwarzen Tag und verlor am Sonntag gegen den ungesetzten niederländischen Debütanten 3:6, 3:6, 5:7.

Der 27-jährige Korbacher, der im Januar in Melbourne für Furore gesorgt hatte, stand zum ersten Mal im Achtelfinale von Roland Garros. Letzte Deutsche in der Runde der letzten acht waren 1996 Michael Stich und Bernd Karbacher.

"Ich wollte ihn scheuchen, aber das hat nicht funktioniert"

"Im Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers spiele ich mein schlechtestes Tennis. Hilfe, Hilfe", schimpfte Schüttler noch während des 2:01 Stunden währenden Spiels auf dem Center Court. Das sagte alles über seine miserable Verfassung. "Er war weit entfernt von dem, was er kann", urteilte DTB-Präsident und Augenzeuge Georg von Waldenfels. Schüttler selbst relativierte nach dem Match die Analyse seines bislang besten French-Open-Auftritts: "Ich war nicht schlecht, aber auch nicht gut. Ich wollte ihn scheuchen, aber das hat bei seiner Aufschlagstärke nicht funktioniert. Jetzt bin ich enttäuscht, denn ich ich hatte die große Chance, ins Viertelfinale zu kommen."

Regel Nummer 1: "Bloß nicht gegen einen Deutschen verlieren!"

Aber nicht an diesem Tag. Der 1,98 m große Verkerk spielte unbarmherzig seine Stärke aus - 22 Asse flogen Schüttler um die Ohren. Er bekam keine Länge in seine zudem schlecht platzierten Bälle und lud den schnell aufrückenden Gegner zu seinen Punkten ein. Am Netz kam Schüttler an dem Mann mit Armen wie Windmühlenflügel nicht vorbei. Im Angesicht der Niederlage zerfetzte er nach dem zweiten Satz sein knallrotes Trikot. Verkerk machte ihn noch wütender, ballte die Faust in Richtung Schüttler und hielt sich strikt an Regel Nummer 1 in niederländischen Tennis-Kreisen: "Bloß nicht gegen einen Deutschen verlieren!" Verkerk steht als erster Niederländer seit Richard Krajicek 1996 im Viertelfinale. Sein nächster Gegner ist entweder Jiri Novak (Tschechien) oder Carlos Moya (Spanien). Schüttler indes wollte so schnell wie möglich aus Paris abreisen und erst einmal ein paar Tage "blau" machen.

Auch Hewitt ausgeschieden

Im Feld der Geschlagenen befand er sich in guter Gesellschaft. Weltmeister Lleyton Hewitt erwischte es am Samstag schon in der dritten Runde. Der katastrophal aufschlagende Weltranglisten-Erste aus Australien verlor gegen den Spanier Tommy Robredo mit 6:4, 6:1, 3:6, 2:6, 3:6 in 3:24 Stunden und steht damit zum ersten Mal seit vier Jahren nicht im Achtelfinale von Roland Garros. Hewitt hat nun viel Zeit, seiner wieder stark auftrumpfenden Freundin Kim Clijsters aus Belgien die Daumen zu drücken.

Costa profilierte sich als Marathon-Mann

Titelverteidiger Albert Costa bewies Marathon-Qualitäten und wurde von der französischen Sportzeitung L'Equipe "Sandsträfling" getauft. Der Spanier musste beim 4:6, 4:6, 6:3, 6:4, 6:4 gegen den von Krämpfen geschüttelten Nicolas Lapentti (Ecuador) zum dritten Mal im Verlauf des Turniers über fünf Sätze gehen. 4:39 Stunden dauerte das Match, insgesamt hat Costa in diesem Jahr in Paris schon 11:56 Stunden auf dem Platz verbracht. Bei seinem Sieg im Vorjahr kam er insgesamt auf 19:17 Stunden. Als Nachzügler schaffte der dreimalige Paris-Sieger Gustavo Kuerten am Sonntag den Einzug ins Achtelfinale. Der Brasilianer beendete das am Vortag wegen einsetzender Dunkelheit unterbrochene Spiel gegen den Argentinier Gaston Gaudio als 7:6 (7:1), 7:5, 5:7, 6:3-Sieger.

Damen: Titelverteidigerin Serena Williams souverän

Bei den Damen eilen die Favoritinnen von Sieg zu Sieg. Titelverteidigerin Serena Williams (USA) ist nach dem 7:5, 6:3 gegen Ai Sugiyama aus Japan noch immer ohne Satzverlust und schaffte als erste Spielerin den Sprung ins Viertelfinale. Justine Henin-Hardenne (Belgien) folgte ihr an ihrem 21. Geburtstag ebenso wie die Französin Amelie Mauresmo.

Ines Reichelt, dpa


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Zuletzt geändert am 1. Juni 2003 17:04 von to

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