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Mo 02.06.2003

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Deutschland - Kanada 4:1 (1:1) - Erster Durchgang katastrophal

Trotz allem: Generalprobe geglückt

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Grund zum Jubeln: Bobic und Freier waren die besten Deutschen auf dem Platz

Wolfsburg - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihre Generalprobe für das "Spiel des Jahres" nach großen Anfangsschwierigkeiten noch erfolgreich über die Bühne gebracht.

Im letzten Test vor dem schon vorentscheidenden EM-Qualifikationsspiel am Samstag gegen Schottland geland dem Vizeweltmeister beim ersten Länderspiel in Wolfsburg gegen Kanada ein letztlich verdientes 4:1 (1:1), wodurch sich die Mannschaft von DFB-Teamchef Rudi Völler zumindest im zweiten Durchgang Selbstvertrauen für das Match in Glasgower Hampden-Park holte.

"McBerti" lässt sich nicht irritieren

"Das ist ein nettes Trainingsspielchen, aber das ist nicht die deutsche Mannschaft, die in Schottland spielen wird", meinte der frühere Bundestrainer und heutige schottische Teammanager Berti Vogts zur Pause von der bis dahin schwachen Leistung seiner ehemaligen Elf. Völlers Bilanz nach Abpfiff fiel durchwachsen aus: "In der ersten Hälfte hatten wir kaum Mittel, uns durchzusetzen. Wir waren etwas geschockt durch den Rückstand, aber die Reaktion war sehr gut, da war Spielfreude zu sehen. Das Spiel hat mir Mut gemacht für die Partie gegen Schottland."

Kanadier gingen nicht unverdient in Führung

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Mit Tor aus Wolfsburg verabschiedet: Tobias Rau

Die Gastgeber verhinderten vor 23.000 Zuschauern erst in der zweiten Halbzeit durch den Bochumer Paul Freier mit seinem ersten Länderspieltor (52.), den künftigen Berliner Fredi Bobic (61.) und Lokalmatador Tobias Rau (90.) eine Blamage. Die vom früheren DFB-Trainer Holger Osieck betreuten Gäste waren nicht unverdient in der 20. Minute durch den Ex-Cottbuser Kevin McKenna in Führung gegangen, erst vier Minuten vor der Pause konnte der Leverkusener Carsten Ramelow zum 1:1 ausgleichen. Zu Unrecht hatte der französische Schiedsrichter Eric Poulat den Platzherren außerdem weitere Treffer von Bobic und Bernd Schneider die Anerkennung verweigert.

Michael Ballack wurde schmerzlich vermisst

Vor allem in den ersten 45 Minuten wurde Michael Ballack von DFB-Pokalsieger und Meister Bayern München schmerzlich vermisst. Der Mittelfeldregisseur stößt ebenso wie seine Mannschaftskollegen Oliver Kahn und Jens Jeremies sowie Kaiserslauterns Torjäger Miroslav Klose nach dem Pokalfinale vom vergangenen Samstag erst am Montag zum Team. Dieses Quartett dürfte für Glasgow gesetzt sein, da sich aus der "zweiten Garnitur" bis auf Freier keiner gegen die Kanadier aufdrängen konnte.

Spiel über weite Strecken zu statisch

Das Spiel der Gastgeber wirkte über weite Strecken viel zu statisch, vor allem vor der Pause blieb der Vizeweltmeister sowohl in der Defensive als auch im Mittelfeld vieles schuldig. Nach dem Seitenwechsel brachte vor allem Freier frischen Wind in die Aktionen der deutschen Mannschaft, die vor allem vom Kräfteverschleiß der "Ahornblätter" profitierte. "Wir tun uns schwer, unsere Tormöglichkeiten vor allem bei Standards zu verwerten", hatte DFB-Trainer und Völler-Assistent Michael Skibbe in der Halbzeit kritisiert.

In der Schlussphase zauberte die deutsche Elf

Die Mannschaft nahm sich diese Kritik zu Herzen und begeisterte am Ende doch noch die Wolfsburger Zuschauer, die schon in der 30. Minute ein gellendes Pfeifkonzert angestimmt hatten. In der Schlussphase zauberte die deutsche Elf sogar, nachdem von den Kanadiern kaum noch Gegenwehr ausging.

Vor der Pause bot der WM-Zweite indes eine erbärmliche Leistung. Der Weltranglisten-Vierte fand gegen die 73 Plätze tiefer eingestuften Nordamerikaner zunächst überhaupt kein Konzept, wirkte sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld total verunsichert. Lediglich Bobic, der schon in der 18. Minute bei einem Latten-Kopfball Pech hatte, konnte einigermaßen überzeugen, war in den ersten 45 Minuten aber praktisch auf sich allein gestellt. Nur harmlose Weitschüsse von Rau, der sich vor seinem Wechsel zu den Bayern von seinen VfL-Fans mit einer guten Leistung verabschieden wollte, sowie des Dortmunders Sebastian Kehl sorgten bis zu Bobics Lattentreffer halbwegs für Gefahr.

Ramelow leitete die Wende ein

In der 20. Minute sorgte McKenna mit einem Kopfballtreffer im Anschluss an einen Freistoß von Martin Nash für die Führung der Gäste. Der Bremer Frank Baumann sah in dieser Situation ebenso schlecht aus wie Ramelow, der durch ungeschicktes Zweikampfverhalten gegen den Hannoveraner Bundesligaprofi Julian de Guzman den folgenschweren Freistoß provoziert hatte. Ramelow leitete aber auch die Wende ein: Nachdem der Blondschopf auf Vorarbeit von Kehl und Bobic mit einer Direktabnahme mit seinem zweiten Länderspieltreffer in der 41. Minute das 1:1 erzielt hatte, wurde der haushohe Favorit auch wieder angefeuert.

Konsequenter Völler: Nach der Pause kamen vier Neue

Völler hatte zur Pause aus der schwachen Leistung seiner Mannschaft Konsequenzen gezogen und zu Beginn der zweiten Hälfte gleich vier neue Akteure gebracht. Für den Bremer Torwart Frank Rost rückte wie angekündigt der Leverkusener Jörg Butt zwischen die Pfosten. Der schwache Arne Friedrich wurde durch den Stuttgarter Andreas Hinkel ersetzt, Ramelow musste Freier weichen und für den enttäuschenden Benjamin Lauth kam der Leverkusener Oliver Neuville zum Einsatz.

Bereits sieben Minuten nach Wiederbeginn machten sich diese Personalentscheidungen bezahlt. Nach einem guten Anspiel von Hinkel gelang Freier im neunten Länderspiel sein erster Treffer zur 2: 1-Führung für die Gastgeber.

Rau krönte letztes "Heimspiel" auf Wolfsburger Rasen

Nach Deutschlands Führung schwanden bei den Gästen die Kräfte. Bereits in der 61. Minute konnte Bobic mit seinem fünften Länderspieltor auf 3:1 erhöhen, nachdem sich zuvor der eingewechselte Neuville gegen zwei Gegenspieler hervorragend durchgesetzt und den Torjäger mustergültig bedient hatte. Der Schlusspunkt blieb Rau in seinem letzten "Heimspiel" auf Wolfsburger Rasen vorbehalten.

Beste Deutsche: Bobic unf Freier

Beste Deutsche waren der fleißige Bobic sowie nach der Pause der spielfreudige Freier. Bei den Kanadiern verdienten sich Torschütze McKenna sowie de Guzman die Bestnoten.

Am Donnerstagmittag reist DFB-Tross nach Glasgow

Die deutsche Mannschaft bereitet sich noch bis Donnerstag in Wolfsburg auf das Match in Schottland vor. Erst am Donnerstagmittag reist der DFB-Tross von Hannover aus nach Glasgow. Am Montag will Völler zudem noch entscheiden, wer von den Talenten Andreas Hinkel, Benjamin Lauth oder Kevin Kuranyi noch zur "U21" zur Verstärkung abgegeben wird. Nach der Leistung von Sonntag muss Münchens Jungstürmer Lauth auf jeden Fall mit einer Zurückstufung in die Junioren-Nationalmannschaft rechnen.

Jürgen Zelustek und Thomas Niklaus, sid

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Zuletzt geändert am 2. Juni 2003 08:48 von to

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