[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Tabellen    US Sports    Sportfoto    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Mo 02.06.2003

 Sport

   vom 02.06.03

F1: Ratlosigkeit bei Schumi und Ferrari
Nationalelf: Völler denkt schon an Schottland
Schalke will Christian Gross als Trainer
D-Tour: Ullrich radelt gegen Telekom-Trio
Daum zieht´s von Wien zu Fenerbahce Istanbul
Pokal: Ballack schießt Bayern zum 4. Double
24-Stunden: Opel siegt in der Grünen Hölle
Paris: Schwarzer Tag für Schüttler
Ronaldos Ehe
vor der Scheidung



 Nachrichten



 Magazin



 Internet

[?]

zurückblättern  ... Weiß-Blaues Wunder macht Schumi ratlos

Statt den Silberpfeil-Piloten Kimi Räikkönen von der WM-Spitze zu stoßen, liegt Schumacher in der Gesamtwertung wieder vier Punkte hinter dem Finnen zurück (44:48) - und muss nun sogar noch einen weiteren Rivalen fürchten: Juan Montoya. Der Kolumbianer, der Schumacher in der Vergangenheit immer wieder angegiftet hat, sagte dem Deutschen nach dem zweiten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere im Williams-BMW vor McLaren-Mercedes-Pilot Räikkönen den Kampf an: "Ich habe ein Ziel, und das ist der WM-Titel. Nun weiß ich, dass ich es schaffen kann. Michael ist mein Lieblingsgegner."

Anklicken zum Vergrößern
Wieder obenauf: Juan Pablo Montoya sagt Michael Schumacher nun den Kampf an.

Wechsel zu Ferrari dementiert

Im von Krisen geplagten Kolumbien drängte Montoya für einen Tag sogar die Politik aus den Schlagzeilen. Dieser Sieg reiche über den Moment des Augenblicks hinaus, er katapultiere Montoya in die erste Reihe des Ruhms, titelte die Zeitung El Tiempo: Montoya habe als zweiter Fahrer nach Graham Hill den "Grand Slam" des Automobilsports geschafft: die 500 Meilen von Indianapolis und den Großen Preis von Monaco zu gewinnen.

Montoya wurde in der italienischen Gazzetta dello Sport bereits als neuer Schumacher gehandelt. Der Kolumbianer dementierte jedoch umgehend alle Meldungen über Verhandlungen und Geheimverträge mit Ferrari: "Da ist nichts dran, ich habe mit niemandem gesprochen." Sein Vertrag mit BMW-Williams endet 2004, "und den werde ich auf jeden Fall erfüllen".

Jean Todt sieht bereits das Ende der Ferrari-Dominanz gekommen. "Die Rivalen haben uns eingeholt, einen Alleingang wie 2002 wird es nicht nochmal geben. McLaren, Williams und Renault werden uns alles abverlangen", sagte der Franzose. "Superhirn" Brawn kritisierte wie Schumacher die Bridgestone-Reifen, die Michelin-Teams wie Williams und McLaren seien im Vorteil: "Wir hatten schon im Qualifying kein gutes Ergebnis, dafür haben wir den Preis bezahlt."

"Wir haben ein Problem mit den Reifen"

Schumacher sieht praktisch über Nacht die Vorteile seines neuen Ferrari F2003-GA schwinden. Der "rote Hai" wirkt im Moment ziemlich zahnlos, und "Schumi" weiß, woran es liegt: "Wir haben kein Problem mit dem Auto, sondern mit den Reifen." Und daran werde sich vorerst nicht allzu viel ändern: "Je nach Rennstrecke sehen wir mal besser und mal schlechter aus. Ich habe schon vorher gesagt, dass es kein Spaziergang zum Titel wird", meinte Schumacher, nachdem viele nach zuletzt drei Ferrari-Siegen in Folge schon eine Neuauflage der "Formel Langeweile" der Saison 2002 befürchtet hatten.

Auch der mächtige Formel-1-Boss Bernie Eccelstone freute sich. "Das Ergebnis ist gut. Montoya ist sehr beliebt, gut für die Formel 1, gut für alles", meinte der Engländer, der sich nur noch Fernando Alsonso als dritten "jungen Löwen" auf dem Podium gewünscht hätte, und wandte sich fast entschuldigend direkt an Schumacher: "Er hat sich nicht daran gewöhnt, zu verlieren, Michael."

Heftige Kritik an Ferrari-Strategie

In der WM-Tabelle belegt Montoya mit 25 Punkten den fünften Rang und hat ein Rennen vor Saison-Halbzeit am 15. Juni in Montreal wieder Titelkurs eingeschlagen. "Das war Montoyas Meisterstück, sein bisher bestes Rennen. Er ist absolut fehlerfrei gefahren und war von Anfang bis Ende aggressiv", sagte Teamchef Frank Williams. Selbst über das kantige Gesicht des fast nie zufriedenen Technikchefs Patrick Head huschte ein Lächeln: "Ein tolles Erlebnis, konkurrenzfähig zu sein."

Auch die italienischen Medien zollten Triumphator Montoya großen Respekt. "Montoya ist der neue Prinz von Monaco, er ist ein perfektes Rennen gefahren", schrieb die Gazzetta dello Sport. Kritik hagelte es für Ferrari. "Bitteres Podium für Schumi, der zugeben muss, diesmal nicht der Beste gewesen zu sein", befand die Gazzetta. Schuld an der "schweren Niederlage" seien eine falsche Strategie und die Reifen gewesen. Oder man habe Williams und McLaren unterschätzt. "Ferrari, was ist los mit dir?", fragte La Repubblica: "Das neue Auto, das bis vor wenige Tagen keine Probleme hatte, scheint in Schwierigkeiten zu geraten."

Von Ralf Loweg, sid - Fotos: dpa

[?]
Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


Formel 1
Formel-1-Special
mit Gewinnspiel »


Sonderteil zur Bundesliga
Bundesliga-Special
mit Gewinnspiel »


Raus ins Grüne
Ab aufs Rad: RZ-Online sagt Ihnen wann und wo



Zuletzt geändert am 2. Juni 2003 13:01 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum