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Mo 02.06.2003

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Wiemeyer sagte, es seien nun einmal nicht alle möglichen Maßnahmen für jeden finanzierbar. "Und dann bin ich der Auffassung, dass wir vor allen Dingen für Jüngere medizinische Leistungen bereitstellen müssen, aber nicht jede lebensverlängernde Maßnahme für sehr alte Leute noch durchführen müssen." Wiemeyer ist Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Bochum und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sozialethiker.

Politiker lehnen den Vorschlag geschlossen ab

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sagte: "Eine Altersbegrenzung für medizinische Leistungen ist für mich völlig undenkbar." Jeder werde weiterhin unabhängig vom Alter und vom Geldbeutel alle medizinisch notwendigen Leistungen erhalten. Unions-Experte Horst Seehofer bezeichnete den Vorschlag als "verrückt". Es dürfe in Deutschland niemals so weit kommen, dass man wegen des Alters nicht mehr am medizinischen Fortschritt teilhaben kann. Gespart werden dürfe nicht bei der Behandlung schwerer Erkrankungen. Stattdessen könnten die Menschen mehr an den vielen Bagatell- Erkrankungen beteiligt werden.

Auch Vertreter des Nationalen Ethikrats sprechen sich gegen eine Alterbegrenzung aus. Es gebe kein Alter, mit dem dies zu rechtfertigen wäre, sagte Ethikrats-Mitglied Eckhard Nagel,Jede Grenze wäre willkürlich.

"Ökonomisierungswahn" im Gesundheitswesen

Die Ärzte würden nicht zulassen, dass Mitmenschen früher sterben müssten, nur weil sie älter seien, erklärte dazu Montgomery. Diese Forderung nach Kostenersparnis im Sozialwesen sei das "Ergebnis einer populistischen Rationierungsdebatte der politischen Entscheidungsträger". Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, erklärte, die Einführung von Altersgrenzen in der medizinischen Behandlung "erinnert an Euthanasie unter anderen Vorzeichen". Hoppe warnte zugleich vor einem "Ökonomisierungswahn" im Gesundheitswesen. Dass diese Diskussion so möglich geworden sei, zeige, "in welcher ethischen Schieflage wir uns bereits befinden".

Nur noch Schmerzbehandlungen

Im ARD-"Report Mainz" (Montag, 21:00 Uhr) plädieren Wissenschaftler für die Einführung einer solchen Begrenzung. So sollten Dialysebehandlungen und Operationen bei Herz- oder Krebserkrankungen für Patienten ab 75 Jahren nicht mehr von den Kassen bezahlt werden. In höherem Alter solle nur noch die Linderung von Schmerzen finanziert werden, nicht aber Maßnahmen, die in erster Linie dazu dienen, das Leben zu verlängern.

dpa, AFP, ddp; Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 2. Juni 2003 18:55 von jo

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