[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Tabellen    US Sports    Sportfoto    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[?] [?]

Stühlerücken bei den WM-Machern: Radmann geht, Zwanziger kommt

Beckenbauers Intimus wird weggelobt

Frankfurt - Gut drei Jahre vor dem Anstoß zur Fußball-WM 2006 in Deutschland hat in der Spitze des WM-Organisationskomitees (OK) ein Stühlerücken eingesetzt: Franz Beckenbauers umstrittener Intimus Fedor Radmann wird in Kürze sein Amt als Vizepräsident aufgeben und auf die Posten eines Kunst- und Kultur-Beauftragten sowie Marketing- und Tourismus-Beraters weggelobt.

Die Nachfolge des Managers in der OK-Führung, der neben Präsident Beckenbauer noch Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach jeweils als "Vize" angehören, übernimmt Schatzmeister Dr. Theo Zwanziger vom Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Konsequenz aus Negativ-Schlagzeilen ?

"Es war Fedor Radmanns eigener Wunsch, aus dem operativen Geschäft auszuscheiden und künftig als Berater für uns tätig zu sein. Er genießt weiter unser volles Vertrauen", erklärte Beckenbauer in einer Mitteilung des WM-OK.

Die nach einer Präsidialsitzung des Aufsichtsrates als Umstrukturierung bezeichnete Personalentscheidungen, die der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 18. Juni noch offiziell beschließen muss, sind jedoch fraglos die Konsequenzen aus den Negativschlagzeilen um Radmann in den vergangenen Wochen.

Radmann: "Es dient der Sache mehr"

Im Frühjahr hatte die Veröffentlichung von mehreren Berater-Verträgen und Geschäftsverbindungen Radmanns mit Firmen, die in das WM-Turnier involviert sind, für Wirbel gesorgt. Angesichts des zu keiner Zeit völlig ausgeräumten Verdachts von "Vetternwirtschaft" durch den 58-Jährigen reklamierte auch die Politik mit dem für Sport zuständigen Bundesinnenminister Otto Schily an der Spitze zuletzt mehrfach "Klärungsbedarf".

Radmann kommentierte den Vorgang nüchtern: "Es dient der Sache und mir persönlich mehr, wenn ich nicht mehr in einem festen Angestellten-Verhältnis stehe."

Zwanziger übernimmt Finanzen, Personal und Recht

Die personelle Umbesetzung im WM-OK, in dem Radmann außerdem nach Abschluss der meisten Sponsorenverträge keine elementare Aufgabe mehr hatte, führt zu veränderten Aufgabenstellungen für die weiteren Mitglieder des Gremiums und macht Schmidt zur noch stärkeren Figur: Der DFB-Generalsekretär ist künftig für das operative Geschäft verantwortlich und außerdem - nach den Irriationen der zurückliegenden Wochen - zentraler Ansprechpartner des Weltverbandes (Fifa). Zwanziger übernimmt die Ressorts Finanzen, Personal und Recht.

Die bislang von Radmann verantworteten Bereiche Kunst und Kultur, die auf Grund ihrer Finanzierung durch ein von der Bundesregierung aufgelegtes Sondermünzen-Programm besonders heikel sind, gehen in die Zuständigkeit einer eigenständigen GmbH über. Die gemeinnützige Gesellschaft soll zum 1. Juli ihre Tätigkeit mit Sitz in Berlin aufnehmen. Die Geschäftsführung wird auf Vorschlag des Bundesinnenministeriums besetzt. "Da der Bund die Mittel für diese Bereiche zur Verfügung stellt, ist es logisch, dass eine eigene Organisationsform gebildet wird, die völlig unabhängig von unserem OK tätig ist", erklärte DFB-Präsident und OK-Aufsichtsratschef Gerhard Mayer-Vorfelder.

Undurchsichtige Verträge und Verstrickungen weiterblättern
 


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


[?]

Zuletzt geändert am 3. Juni 2003 13:49 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum