[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Mi 11.06.2003

 Nachrichten

   vom 11.06.03

Schweres Zugunglück: Mindestens 6 Tote
Leichte Kost für
das Sommer-Kino

Attentäter sprengt
Bus in die Luft

Foto-Doku: Windhose verwüstet Eifeldorf
US-Rover auf
dem Flug zum Mars

Die Menschheit
hat knapp überlebt

Rumsfeld: Auf dem "Weg zur Normalität"
GSG 9-Experte prüft Möllemann-Schirm
Love Parade mit
Zaun um Tiergarten

Die Schwüle Hitze
bleibt bis Sonntag

Foto des Tages
Karikatur


 Sport



 Magazin



 Internet

[?]

Viele Tote und dutzende Verletzte bei Anschlag in Jerusalem:

Attentäter sprengt Bus in die Luft

Anklicken zum Vergrößern
In Jerusalem sprengte sich am Mittwoch ein als orthodoxer Jude verkleideter Palästinenser in einem voll besetzten Linienbus in die Luft.

Jerusalem - Nur eine Woche nach dem Nahost-Gipfel von Akaba ist die Gewalt nach kurzer Hoffnung auf Frieden erneut eskaliert: In Jerusalem sprengte sich am Mittwoch ein als orthodoxer Jude verkleideter Palästinenser in einem voll besetzten Linienbus in die Luft.

Er riss mindestens 16 Israelis mit in den Tod. 80 Passagiere erlitten bei dem Selbstmordanschlag zum Teil schwere Verletzungen. Zu dem Blutbad bekannte sich der bewaffnete Hamas-Arm. Wenig später kamen bei einem gezielten israelischen Raketenangriff auf einen Hamas-Führer in Gaza acht Palästinenser ums Leben. US- Präsident George W. Bush verurteilte den Anschlag in Jerusalem.

Augenzeuge berichtet von Blutbad

Ein Augenzeuge berichtete nach dem Blutbad in Jerusalem, der Bus sei "von der Wucht der Explosion förmlich zerrissen worden". Der Jerusalemer Polizeichef Micki Levy sprach von einem besonders großen Sprengsatz. Kurz nach dem Anschlag im abendlichen Berufsverkehr in Jerusalem feuerten israelische Kampfhubschrauber in der Stadt Gaza Raketen auf das Fahrzeug des führenden Hamas-Aktivisten Massud Titi, der dabei ums Leben kam. Ein weiterer Insasse und sechs Passanten, darunter zwei Frauen, wurden dabei ebenfalls getötet.

Bush forderte die am Nahost-Friedensprozess Beteiligten auf, alles zu tun, um derartige Anschläge in Zukunft zu verhindern. "Ich rufe alle, die Frieden im Nahen Osten sehen wollen, dringend auf, den Terror zu bekämpfen, Organisationen wie Hamas den Geldhahn zuzudrehen, und diejenigen zu isolieren, die so sehr hassen, dass sie bereit sind, Menschen zu töten, um den Friedensprozess zu stoppen."

Arafat ruft zum Stopp der Gewalt auf

Palästinenserpräsident Jassir Arafat rief eindringlich zu einem sofortigen Stopp der neuen Welle der Gewalt auf. In Ramallah forderte Arafat alle palästinensischen Fraktionen dazu auf, alle Anschläge und Überfälle auf Israelis zu unterlassen. "Die Region erlebt gegenwärtig eine nie da gewesene Eskalation" sagte der Präsident und warnte vor "den ernsthaftesten Konsequenzen" des neuen Gewaltausbruchs. Die Gewalt drohe "alle Bemühungen um eine Wiederbelebung des Friedensprozesses zu zerstören". Der palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas sagte, er strebe ungeachtet des neuen Gewaltausbruchs im Nahen Osten eine Umsetzung des internationalen Friedensplans an.

Powell: "Friedensweg fortsetzen"

US-Außenminister Colin Powell und UN-Generalsekretär Kofi Annan appellierten an die Konfliktparteien, sich trotz des jüngsten Anschlags in Jerusalem weiter für eine Friedenslösung einzusetzen. "Dies ist der Zeitpunkt, standhaft zu bleiben und den Friedensweg fortzusetzen", sagte Powell nach einem Gespräch mit Annan in Washington. Israels Ministerpräsident Ariel Scharon und sein palästinensischer Amtskollege Abbas hatten beim Nahostgipfel im jordanischen Badeort Akaba die gemeinsame Friedenssuche nach dem so genannten Nahost-Fahrplan mit einem Handschlag besiegelt.

Frankreich nannte Anschlag in Jerusalem einen "Akt der Barbarei" und mahnte, die Friedenshoffnung dürfe nicht zunichte gemacht werden. Auch der britische Außenminister Jack Straw rief dazu auf, alles zu tun, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.

Scharon berät weiteres Vorgehen mit Ministern

Ministerpräsident Scharon wollte am späten Mittwoch mit seinem engsten Ministerkreis über das weitere Vorgehen beraten. Er hatte nur Stunden vor dem neuen Anschlag gesagt, Israel wolle ungeachtet der scharfen internationalen Kritik an der versuchten Tötung des Hamas- Führers Abdel Asis Rantisi die Liquidierungen fortsetzen. Hamas hatte bereits am Dienstag nach dem israelischen Raketenangriff in Gaza blutige Vergeltung geschworen. Rantisi kündigte auch nach dem Selbstmordanschlag in Jerusalem weitere Anschläge in Israel an.

Bereits vor der neuen Eskalation war aus israelischen Sicherheitskreisen verlautet, keiner der Hamas-Führer sei von nun an als Zielscheibe ausgenommen, selbst der Organisationsgründer Scheich Ahmed Jassin nicht. Der ägyptische Geheimdienstchef Omar Suleiman bemühte sich am Mittwoch während eines Besuchs in Ramallah um eine Beruhigung der gespannten Lage in den Palästinensergebieten. Er traf mit Arafat, Abbas und dem palästinensischen Sicherheitschef Mohammed Dachlan zusammen.

dpa - Foto: dpa

[?]
Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


[an error occurred while processing this directive]
... dass der Förder-
finder bei der Suche nach geeigneten Förderprogrammen weiterhilft?

Formel 1
Formel-1-Special
mit Gewinnspiel »



[an error occurred while processing this directive]


Zuletzt geändert am 11. Juni 2003 17:11 von aj

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum