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Freund sieht "Neider" als Hintergrund der Ermittlungen

Friedman schweigt zu Drogenverdacht

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Friedmans Anwaltskanzlei und seine Privaträume in Frankfurt waren am Mittwoch durchsucht worden. Dabei wurden nach Angaben der Berliner Justiz drei fast leere Rauschgiftpäckchen entdeckt.

Berlin - Das Handy von Michel Friedman blieb ausgeschaltet, sein Anwalt verweigerte jeden Kommentar und selbst während seiner Talkshow schwieg der 47-Jährige zu den brisanten Vorwürfen:

Nach Bekanntwerden der Ermittlungen der Berliner Polizei wegen Drogenverdachts wurde aus dem Dauertalker Friedman zunächst ein Schweiger. Eine neue Rolle für einen Mann, der als Vize-Präsident des Zentralrats der Juden, als Moderator, ehemaliger CDU-Präside und Mitglied der Schickeria auf vielen Bühnen zu Hause ist. Und weil Friedman polarisiert wie kaum ein anderer, kursierten auch gleich Spekulationen über die Hintergründe der Ermittlungen.

"Jenseits meiner Vorstellungskraft"

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurts, Salomon Korn, war jedenfalls von den Drogenvorwürfen wie vor den Kopf gestoßen. Dass in Wohnung und Büro seines Gemeindemitglieds und langjährigen Freundes "szenetypische Päckchen" mit Resten eines verdächtigen Pulvers gefunden wurden, hält Korn für unglaublich. "Es liegt jenseits meiner Vorstellungskraft, dass Friedman Drogen nehmen soll. Er raucht nicht, er trinkt keinen Alkohol." Der Gemeindevorstand vermutet deshalb "Neider, die die Gelegenheit benutzen, um alte Rechnungen zu begleichen", als Hintergrund.

Die bisher aus den Ermittlungen der Berliner Polizei bekannt gewordenen Details nähren allerdings solche Verschwörungstheorien nicht. Danach war Friedman durch ein anderes Verfahren ins Ziel der Ermittler geraten, bei dem er allerdings nicht als Schuldiger gilt. Laut Presseberichten ermitteln die Beamten dabei schon seit Monaten gegen einen Ring von Menschenhändlern, deren Mitglieder Prostituierte, Waffen und illegale Waren nach Deutschland schleusen. Bei den Telefonüberwachungen soll der Name Friedmans gefallen sein, dessen Privat- und Diensträume daraufhin durchsucht wurden.

Konflikte noch nie gescheut

Dass überhaupt Spekulationen hochkommen, an Friedman könne Rache geübt werden, liegt auch am streitbaren Wesen des stets gebräunten und in noblen Anzügen auftretenden Frankfurters. Konflikte hat der Moderator der Talkshow "Vorsicht Friedman" noch nie gescheut, wie auch der Streit mit Jürgen Möllemann um dessen anti-israelisches Flugblatt im vergangenen Jahr zeigte. Während damals Friedman der Angegriffene war, attackiert der 47-Jährige ansonsten auch selbst gerne. So schaltet sich das ehemalige CDU-Präsidiumsmitglied immer wieder in politische Debatten ein und warf etwa Parteichefin Angela Merkel Führungsschwäche vor.

HR warnt vor "Vorverurteilung"

Inwieweit der Sohn eines auf "Schindlers Liste" aus Auschwitz geretteten jüdischen Ehepaars auch künftig Gehör finden wird, dürfte maßgeblich vom Ausgang der Ermittlungen abhängen. Bei der ARD, die seine zuletzt am Mittwoch gelaufene vierzehntägige Friedman-Talkshow ausstrahlt, zeigte man sich zurückhaltend. Der Intendant des für die Sendung verantwortlichen Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, warnte zunächst einmal vor einer "Vorverurteilung". So wie der Fernsehsender verzichtete auch der Zentralrat der Juden auf eine Bewertung der Vorwürfe gegen seinen Vize.

Dass Drogenkonsum hierzulande kein Kavaliersdelikt ist, zeigt der Kokain-Fall des beinahe zum Bundestrainer aufgestiegenen Fußball-Coachs Christoph Daum vor drei Jahren. Trotz öffentlichem Schuldeingeständnisses und eines Prozesses, in dem er von wesentlichen Vorwürfen freigesprochen wurde, schaffte es Daum bislang nicht, wieder als Trainer nach Deutschland zurückzukehren.

Analyse-Ergebnis Anfang nächster Woche

Bei Friedman ist bislang allerdings nicht einmal erwiesen, dass die Substanz in den gefundenen Päckchen tatsächlich Rauschgift war. Anfang nächster Woche rechnet die Polizei mit einem Ergebnis der Analyse. Sollte sich der Drogenverdacht bestätigen, muss Friedman, der mit seiner Lebensgefährtin, der RTL-Moderatorin Bärbel Schäfer, von der Zeitschrift "Bunte" zur Nummer eins der "neuen Party-Elite" gewählt worden war, mit einem Prozess mit riesigem Medienrummel rechnen. Doch auch falls sich die Vorwürfe als falsch herausstellen, befürchtet der Frnakfurter Gemeinde-Vorsitzende Korn einen bleibenden Schaden. "Selbst wenn nichts ist, bleibt am Ende etwas hängen."

AFP - Archivfoto: dpa

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Zuletzt geändert am 12. Juni 2003 16:08 von aj

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