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Video bringt keinen Aufschluss über Todesursache von Möllemann

"Nicht größer als ein Punkt"

Essen/Düsseldorf - Beim Fallschirmabsturz von Jürgen Möllemann verdichten sich die Hinweise auf eine Selbsttötung. Nach Zeugenaussagen hat sich Möllemann in etwa 600 Meter Höhe die Springerbrille herunter gerissen.

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Links: Die Polizei untersucht die Stelle, an der der Leichnam von Jürgen W. Möllemann (rechts) gefunden wurde.

Ein Video vom letzten Sprung des früheren FDP-Politikers bringt zur Todesursache nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Sonntag jedoch keine Aufschlüsse. FDP-Chef Guido Westerwelle wies Vorwürfe der Witwe von Möllemann zurück, die Parteispitze sei unangemessen hart mit ihrem früheren Vize- Vorsitzenden umgegangen.

Entscheidender Moment kaum zu erkennen

Das Video, das ein Springerkollege machte, zeige Möllemann fern im Hintergrund, sagte der Essener Oberstaatsanwalt Wolfgang Reinicke am dpa in Düsseldorf. "Damit können wir nur wenig anfangen." Der entscheidende Moment, in dem sich der Fallschirm löse, sei kaum zu erkennen. Möllemann sei auf dem Film "ganz fern zu sehen und nicht größer als ein Punkt". "Focus" hatte über das Video berichtet, das der englische Videofilmer Dave Littlewood aufgenommen habe.

Vor dem Absprung noch Pläne für später gemacht

Der "Spiegel", der auch mit Fallschirm-Kameraden Möllemanns sprach, berichtet, der 57-Jährige habe im Flugzeug kurz vor dem Absprung noch gesagt, dass er später wie gewünscht ein Exemplar seines Buches "Klartext" signieren werde: "Kein Problem. Machen wir unten." Während des Sprungs löste Möllemann seinen Hauptschirm, wie die Ermittlungen ergeben hatten. "Doch statt seinen Reserveschirm zu ziehen, riss sich Möllemann auch noch die Sprungbrille vom Kopf", schreibt der "Spiegel". "Focus" zitiert den Fallschirmsprunglehrer Guido Bleckmann, der Möllemann auf seinem letzten Flug begleitet habe, mit den Worten: "Er blieb bis zuletzt in der Freifaller- Haltung. Das macht man nur, wenn man das will."

Staatsanwaltschaft kann Fremdverschulden noch nicht ausschliessen

Die Staatsanwaltschaft schließt nach den bisherigen Überprüfungen aus, dass vor dem Sprung Möllemanns jemand auf ihn oder den Schirm eingewirkt hat. Die Ermittlungen ergaben bis heute auch keine Erkenntnisse, dass es sich um einen Unfall handelt. So lange die schriftlichen Expertengutachten nicht vorliegen, kann Reinicke zufolge Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden.

Der Oberstaatsanwalt sagte der dpa, das Video sei zur Erinnerung an den ersten Sprung eines Clubkameraden gedreht worden, der am 5. Juni mit Möllemann und anderen aus dem Flugzeug bei Marl-Loemühle in Westfalen gesprungen war. Reinicke: "Das war kein versteckter Abschiedsbrief von Möllemann, sondern ein üblicher Vorgang unter Fallschirmspringern."

Möllemanns angebliche Waffengeschäfte seien verjährt

Gegen Möllemann gab es laut Staatsanwaltschaft niemals Ermittlungen wegen möglicher Waffengeschäfte. Generell verjährten die meisten solcher Delikte nach fünf Jahren, sagte der Düsseldorfer Staatsanwalt Johannes Mocken der "Welt am Sonntag". Somit seien alle angeblichen Vergehen Möllemanns bis 1998, die ihm laut Medien angelastet werden, inzwischen verjährt.

Westerwelle sagte zu Vorwürfen gegen ihn in "Bild am Sonntag": Zum Vorgehen der Parteiführung "gab es keine Alternative". Zum Verhältnis zu seinem Ex-Vertreter betonte er: "Ich habe zu Jürgen Möllemann gestanden, so lange es irgend zu vertreten war". Möllemanns Witwe hatte der FDP-Führung Mitschuld am Schicksal ihres Mannes gegeben.

Kubicki erneuert Kritik am Umgang mit Möllemann

Der Kieler FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki - ein enger Freund des Gestorbenen - erneuerte seine Kritik am Umgang mit Möllemann. Er warf Schatzmeister Günter Rexrodt im "Focus" vor, er habe sich "als Strafverfolger aufgespielt und mit seinem martialischen Auftreten die Stimmung gegen Jürgen zusätzlich angeheizt". Kubicki berichtet auch von Möllemann-Ideen, noch einmal aktiv zu werden. In Thüringen wollte Möllemann demnach Teile der Landes-FDP bei einer Neugründung unterstützen und mit ihnen bei der Landtagswahl 2004 antreten, aber nicht als Spitzenkandidat. Möllemann war am Freitag in seiner Heimatstadt Münster beerdigt worden.

dpa - Foto: dpa (Montage RZO)


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Zuletzt geändert am 15. Juni 2003 15:49 von mwege

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