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Kabarettist soll Domain löschen:

Streit um "Kanzler"-Homepage

Die Bundesregierung will den "Kanzler" verbannen. Natürlich nicht Gerhard Schröder, sondern den niederbayerischen Hobby-Kabarettisten Josef Pohl, der sich seit fast fünf Jahren auf seiner Homepage "www.bundes-kanzler.de" austobt.

Bis Ende des Monats soll der "Bundes-Kanzler-Sepp" die Internet-Domain aufgeben. Schriftliche Begründung des Bundespresseamtes: Pohl verletze mit seiner Internetpräsenz das Namensrecht des Regierungschefs. Der Kabarettist versteht die Welt nicht mehr, seit er die Post aus Berlin geöffnet hat. "Jetzt schießen sie mit Kanonen auf Spatzen", sagte Pohl der dpa. "Hier wird ein Internet-Spaßvogel als Schurke geopfert." Zum Lachen ist ihm allerdings nicht mehr zumute.

E-Mail vom Chef?

Vor gut zwei Jahren habe alles noch ganz anders geklungen. Mit dem E-Mail-Absender bundeskanzler@bundeskanzler.de, der Adresse Gerhard Schröders, findet sich in Pohls Internet-Gästebuch folgender Eintrag: "Es freut mich sehr, dass sie mich hier in meinem Amt vertreten. Jeder einzelne hat in unserem Staat das Recht auf freie Meinungsäußerung, solange sich dies im rechtlichen Rahmen bewegt. (...) Ich werde mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, diesen Zustand beizubehalten." Ein Sprecher des Bundespresseamtes sagte, ihm sei nicht bekannt, dass Schröder oder einer seiner Mitarbeiter dieses elektronische Briefchen geschrieben hätten. Auch Absender könnten bei E-Mails gefälscht werden.

"Captain Schröders Raumschiff Kenterprise"

Die Mahnung in besagter Mail, das hohe Regierungsamt nicht mit billigem Sarkasmus zu untergraben, hat sich Pohl indes zu Herzen genommen. "Ich will weder mein Land, noch die Regierung oder Herrn Schröder in Misskredit bringen." So gehören seine Geschichten über "Captain Schröders Raumschiff Kenterprise" im Kampf gegen die "Clingonen der Union" eher zur harmlosen Kategorie. Auch die privaten Bilder Pohls von Reisen und Freunden dürfte kaum jemand anstößig finden.

Trotzdem blieb ein direkt an den Bundeskanzler gerichtetes "Gnadengesuch" Pohls ohne die erhoffte Wirkung. "Nach gründlicher Prüfung der Unterlagen" kam das Presseamt laut neuerlichem Fax zu keinem anderen Ergebnis - Sepp soll weichen, ansonsten drohten rechtliche Schritte.

Sprecher: "Rechtslage ist ganz eindeutig"

Der Pressamtssprecher rechnet fest damit, dass Pohl die Internet- Seite aufgibt: "Die Rechtslage ist ganz eindeutig." Das Landgericht Berlin sprach etwa die Rechte an der Adresse "deutschland.de" vor drei Jahren dem Bundespresseamt zu. Zuvor war sie für ein Frankfurter Internetunternehmen registriert.

Auf einen möglichen Prozess will es der Freizeitkanzler aus dem niederbayerischen Kirchweidach aber nicht ankommen lassen. "Einen Rechtsstreit mit einem Rechtsstaat kann ich mir nicht leisten", sagt Pohl, der hauptberuflich als Einkäufer für einen Automobilzulieferer arbeitet. "Wenn die Regierung darauf besteht, werde ich die Seite löschen lassen müssen."

dpa


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Zuletzt geändert am 16. Juni 2003 15:19 von aj

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