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Nach spektakulärer "Ringschlacht": Weltmeister Lennox Lewis in der Kritik

Klitschko wird zum Champion der Herzen

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Schwer gezeichnet, aber mit Lob überhäuft: Witali Klitschko.

Vitali Klitschko ist der wahre Sieger, Lennox Lewis ein gealterter Champion, der seine Box-Karriere beenden sollte: In der Beurteilung des Weltmeisterschaftskampfes im Schwergewicht war sich die internationale Presse einig wie selten.

Während der Ukrainer in den Medien als der eigentliche Gewinner der "Ringschlacht" im Staples Center von Los Angeles gefeiert wird, empfehlen die Blätter dem siegreichen Briten, möglichst bald die Boxhandschuhe an den Nagel zu hängen. "Lewis, deine Zeit ist vorbei. Lennox war ein feiner Champion, aber er wird enden wie Ali und Holyfield, wenn er weiter kämpft", schrieb der "Daily Mirror" in England.

Klitschkos Manager Klaus-Peter Kohl bastelte derweil schon vor dem Rückflug nach Deutschland an einem Konzept für eine Revanche. "Wenn man den Kampf um vier Uhr deutscher Zeit anberaumt, könnte das US-Fernsehen live übertragen. Dann würden wir in die Arena AufSchalke gehen und hätten 70.000 Zuschauer", meinte der Boss der Hamburger Universum Box Promotion. Der TV-Rechtehalter HBO hat bereits den 6. Dezember als Termin für die nächste Titelverteidigung von Lewis eingeplant. "Wir werden Lennox nicht drängen, ihm aber einen zweiten Kampf gegen Klitschko nahelegen", erklärte dazu HBO-Vizepräsident Kery Davis.

Gekämpf wie ein Löwe

Auch Lewis-Manager Adrian Ogun steht einem Rückkampf positiv gegenüber: "Witali hat gekämpft wie ein Löwe. Wir sind faire Jungs, und ich habe zu Klaus-Peter Kohl eine sehr gute Beziehung. Wir müssen uns über die Bedingungen einigen, dann ist für ein Rematch alles drin."

Höchstes Lob für seinen beherzten Kampf gab´s zudem für Klitschko in den Medien. "Wer sagt, europäische Kämpfer können keine Stars in den USA werden? Ein Star wurde am Samstag im Staples Center geboren, und es war der Verlierer der Schlacht", kommentierte der amerikanische TV-Sender ESPN das Geschehen im Ring. Für die Zeitung "Boston Globe" hatte Klitschko seinen sechs Jahre älteren Widersacher "wie einen Sack Kartoffeln durch den Ring geschleift. Lewis gewann den Fight, aber er verlor die Zuschauer." Klitschko habe "alle Zweifel über sein großes Herz ausgeräumt", stellte das Blatt "US-Today" fest, und die "Washington Post" bescheinigte dem Herausforderer ein "Kinn aus Granit".

"Rückkampf ist ein absolutes Muss"

Kritik am vorzeitigen Ende des Kampfes nach der sechsten Runde äußerte der angesehene amerikanische Box-Kolumnist Michael Katz: "Dr. Paul Wallace, ein Schönheitschirurg, stoppte einen der spannendsten Titelkämpfe seit Jahren." Der Kampfabbruch sei eine große Enttäuschung gewesen, so die "Los Angeles Daily News", "deshalb erwartet jeder von den Promotern ein Rematch, es ist ein absolutes Muss". Die "Los Angeles Times" verglich das frühe Aus mit einem "spannenden Super Bowl, der zur Halbzeit wegen Schnellfalls endet".

"Lewis wie ein Sack Kohlen"

Kein gutes Haar ließen derweil die englischen Medien am Titelverteidiger, den nur das vorzeitige Kampfende vor einer bitteren Niederlage bewahrt habe. "Lewis plumpste am Ende der sechsten Runde auf seinen Stuhl wie ein Sack Kohlen, er schnaufte wie eine Dampfmaschine", schrieb die "Daily Mail" und folgerte: "Der alternde Champion sollte die Warnung beachten und aufhören, bevor es zu spät ist." In die gleiche Kerbe schlug "The Times": "Lewis ist drauf und dran, den Kampf gegen das Alter zu verlieren. Er scheint entschlossen, alle Beweise zu ignorieren."

Für "The Independent" war das glückliche Davonkommen des Champions nur ein Aufschub. Lewis, "der schwerer schnaufte als ein harpunierter Wal", sei nur durch den Ringarzt gerettet worden: "Die Reaktion des Champions: Er hievte sich von seinem Hocker hoch und hob einen bleiernen Arm in die Höhe zum Triumph. Triumph? Es muss befürchtet werden, dass es sich nur um einen Aufschub handelt, und danach kommt keine Wiedergutmachung."

dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 23. Juni 2003 14:46 von sab

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