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zurückblättern  ... Nürburgring soll Goldgrube bleiben

"Wir haben zuletzt täglich so viele Tickets verkauft wie davor in einer ganzen Woche", sagte Nürburgring-Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz: "Der Doppelsieg der Schumacher-Brüder hat uns noch mal richtig gut getan." Insgesamt rechnet Kafitz für das Wochenende mit weit mehr als 300. 000 Fans, die in der Eifel vor allem mit ihrem Idol Schumacher mitfiebern.

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Aufwärtstrend: Ralf Schumacher.

Schumi: "Immer etwas Besonderes"

"Es ist schwer zu erklären, was wirklich den Unterschied eines Heimrennens ausmacht, aber wahrscheinlich ist es dieser kleine Teil Extra-Motivation, den dir ein solches Rennen gibt", erklärt der fünfmalige Weltmeister auf seiner Homepage www.michael-schumacher.de: "Man kann das nicht messen, man kann es nur fühlen, ebenso wie die tolle Unterstützung. Viele Leute denken, dass ein Heimrennen einen Schuss mehr Druck erzeugt, aber für mich gilt das nicht. Mir geht es eher umgekehrt, ich fühle mich einen Schuss wohler. Der Ring wird immer etwas Besonderes für mich bleiben."

Der durch Schumacher ausgelöste Formel-1-Boom in Deutschland, den sein Bruder Ralf, die beiden Gladbacher Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld sowie Mercedes und BMW weiter ausgebaut haben, war auch für den Nürburgring ein Segen. Der 76 Jahre alte Traditionskurs in der Eifel ist zu einer wahren Goldgrube geworden. Das Gastspiel der Formel 1 bewegt in der strukturschwachen Region pro Jahr rund 70 bis 80 Millionen Euro, davon bleiben zwischen 15 und 20 Millionen als so genannte Nettowertschöpfung übrig.

Vertragsverlängerung gilt als sicher

Kein Wunder, dass die Verantwortlichen diese Einnahmequelle langfristig sichern wollen. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat schon Bereitschaft signalisiert, den Vertrag mit der in den letzten Jahren immer weiter verbesserten Rennstrecke vorzeitig über 2004 hinaus zu verlängern. "Ich gehe davon aus, dass wir das schaffen. Alle Seiten wollen, wir, der ADAC und Ecclestone", meinte Kafitz. Mit einem Abschluss schon am Wochenende rechnet er aber nicht: "So einen Vertrag kann man nicht am Rande eines Großereignisses aushandeln. Wir werden das Thema sicher mal anschneiden, aber wir haben noch Zeit."

Um den Standort Nürburgring langfristig zu sichern, wollen die Betreiber sogar auf Konfrontationskurs mit der Europäischen Union gehen. Sobald die EU-Direktive, wonach das Tabakwerbeverbot innerhalb der Union von Ende 2006 auf Mitte 2005 vorgezogen werden soll, veröffentlicht wird, geht eine vorbereitete Klage an den Europäischen Gerichtshof.

Hoffen "auf einen kleinen Schauer"

Der Nürburgring fürchtet einen Wettbewerbsnachteil gegenüber außereuropäischen Rennstrecken, die in den Formel-1-Zirkus drängen. Schon 2004 wird es erste Rennen in Bahrain und Schanghai geben, europäische Pisten (Zeltweg, vielleicht auch Imola) fallen raus. "Es geht nur um die Menschen direkt an der Strecke. Die Zuschauer vor dem Fernsehen werden weiter Tabakwerbung sehen, wenn das Rennen in ein anderes Land abwandert", sagte Kafitz, der "100-prozentige Unterstützung" von den Kollegen am Hockenheimring, aber auch aus Zandvoort/Niederlande erhält.

Zunächst konzentrieren sich die Macher am Ring aber auf das bevorstehende Wochenende, an dem schon ein wenig Patriotismus mitspielt. "Ich sehe das sportlich, aber natürlich freue ich mich besonders, wenn Deutsche gewinnen", sagte Kafitz, für den es "das Gelbe vom Ei wäre", wenn Schumacher ausgerechnet auf dem Nürburgring die 1000-Punkte-Schallmauer durchbrechen würde. Dazu wünscht sich Kafitz lediglich schönes Wetter - mit einer kleinen Einschränkung: "Ein kleiner Schauer während des Rennens wäre in Ordnung, um die Sache spannender zu machen."

Von Thomas Straka, sid - Fotos: dpa

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Zuletzt geändert am 24. Juni 2003 13:46 von sab

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