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Liga-Bosse vergeben Wildcards - Zukunft von Bamberg ungewiss

Trier bleibt in Basketball-Bundesliga

Die Zukunft des deutschen Basketball-Vizemeisters TSK uniVersa Bamberg steht weiter in den Sternen. Auf der sieben Stunden langen BBL-Gesellschafterversammlung am Mittwoch in Köln erhielt der Traditionsverein nur eine Lizenz mit Auflagen. Die beiden Wildcards für die kommende Saison nach der Aufstockung von 14 auf 16 Klubs bekamen die Absteiger TBB Trier und DJK Würzburg.

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Zukunft in Bamberg ungewiss: Erfolgstrainer Dirk Bauermann.

Das oberfränkische Ränkespiel entwickelt sich immer mehr zur Posse. Bambergs Hauptsponsor Günther Tröster, der 98 Prozent der Anteile der Basket Bamberg GmbH hält und damit über die aktuelle BBL-Lizenz verfügt, wollte in der kommenden Saison ursprünglich die Heimspiele in Nürnberg austragen und dem alten Standort den Rücken kehren. Diesen Plan ließ der Multi-Unternehmer jedoch unmittelbar vor der BBL-Sitzung aus taktischen Gründen fallen.

Klubführung heillos zerstritten

Weil sich Tröster in den vergangenen Monaten allerdings heillos mit den übrigen Klubverantwortlichen, die sich am Mittwoch als "Bamberger Sport GmbH" vergeblich um eine der beiden Wildcards bemüht hatten, zerstritten hat, bleibt die Situation vertrackt. Am kommenden Mittwoch läuft ein Ultimatum der BBL aus, bis dahin muss Tröster eine geeignete Spielstätte und funktionierende Vereinsstrukturen vorzeigen.

Bambergs Oberbürgermeister Herbert Lauer, Mitglied der Tröster-Opposition, schloss aus, dass der TSK uniVersa in der kommenden Saison im 4750 Zuschauer fassenden Bamberger Forum spielt. Grund: Tröster besitzt keinen Nutzungsvertrag. Ein Verkaufsangebot Trösters, der seine GmbH-Anteile für 600.000 Euro ("Ein Spottpreis") veräußern würde, lehnte die Gegenseite wegen angeblicher "Altlasten" bislang ab.

Trainer Bauermann will nicht mit Hauptsponsor zusammenarbeiten

Doch Tröster, der nicht mehr persönlich mit der Gegenseite verhandelt und Klagen ankündigte, hat noch einen Pfeil im Köcher. "Breitengüßbach liegt sieben Kilometer von Bamberg entfernt und erfüllt die BBL-Auflagen. Die Verhandlungen mit dem Bürgermeister laufen, ein Zelt aufzustellen und die Heimspiele dort auszutragen", erklärte Tröster. Der 55-Jährige verhandelt via Mittelsmann (BBL-Präsident Wolfgang Kram) nur noch deshalb mit der Bamberger Sport GmbH, weil eine Lösung mit dem Forum als Spielstätte billiger wäre.

Bambergs Erfolgstrainer Dirk Bauermann hat trotz der scheinbar ausweglosen Lage noch nicht alle Hoffnung aufgegeben. "Wichtig ist, dass der Standort Bamberg mit seinen phantastischen Fans noch nicht tot ist", erklärte der ehemalige Leverkusener Meistertrainer, der trotz aller Querelen eine Weiterbeschäftigung in Bamberg nicht ausschließt. Das tut auch Tröster nicht: "Das ist eine Frage des Preises." Der Geschäftsmann, der zuletzt in Bamberg massiv bedroht wurde, hat aber auch eine Alternative: Bambergs Publikumsliebling und Aufbauspieler Derrick Taylor soll Spielertrainer werden.

Nachrücker stehen in den Startlöchern

Sollte die BBL am kommenden Mittwoch Trösters Pläne dennoch ablehnen, geht alles wieder von vorne los. Dann dürfen die unterlegenen Wildcard-Bewerber BSG Bremerhaven, Bremen Roosters, Schwelmer Baskets, SSV Ulm, Luxemburg Stars und Bamberger Sport GmbH erneut bei der BBL vorstellig werden.

"Wir haben immer klargemacht, dass Bamberg seine Probleme selber lösen muss. Wir entscheiden nach Statuten, nicht nach Sympathien", sagte BBL-Commissioner Otto Reintjes, der sich zuletzt vehement für den Standort Bamberg eingesetzt hatte. Trösters Reaktion darauf war drastisch: "Reintjes hat einseitig operiert. Er ist ein unfähiger Manager, der sein Geld nicht wert ist."

Von Jörg Mebus, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 26. Juni 2003 15:24 von sab

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