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Do 26.06.2003
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Dreifachmord in Telgte: Jugendstrafverfahren abgelehntHauptangeklagte legen Geständnis abMünster - Fünf Monate nach dem Mord an drei Putzfrauen im münsterländischen Telgte müssen sich seit Donnerstag die drei mutmaßlichen Täter vor Gericht verantworten. Die beiden Hauptangeklagten legten zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Münster ein umfassendes Geständnis ab und entschuldigten sich bei den Angehörigen der drei Opfer für ihre Taten. Der Mord an den Frauen hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der mutmaßliche Drahtzieher, Hüseyin D. (31), sagte: "Ich räume die mir zur Last gelegten Taten in vollem Umfang ein." Es täte ihm Leid, welch großes Unglück er über die Angehörigen der Opfer gebracht habe. Er denke selbst immer wieder darüber nach, warum er diese Tat begangen habe. Auch der mutmaßliche Todesschütze Timucin Ö. (21) räumte die Tat ein. Er habe auf Drängen des 31-Jährigen die Frauen erschossen, weil er selbst Angst um sein Leben gehabt habe. Verteidigung: Falsches Alter Zuvor war der Antrag der Verteidigung gescheitert, für den 21-Jährigen das Verfahren vor eine Jugendstrafkammer zu verlegen. Der Vorsitzende Richter Franz Berding sagte zur Begründung, es gebe keine Hinweise darauf, dass das Geburtsdatum des Angeklagten nicht korrekt im Geburtsregister eingetragen worden sei. Da der mutmaßliche Schütze zur Tatzeit folglich 21 Jahre alt gewesen sei, sei die Schwurkammer zuständig. Die Verteidiger hingegen hatten angegeben, ihr Mandant sei zur Tatzeit am 28. Januar noch 20 Jahre gewesen. Die in der Türkei lebende Mutter des Hauptangeklagten habe dessen Alter um ein Jahr nach oben angehoben. Das Schwurgericht sei deshalb für die Verhandlung nicht zuständig. Stand Ehefrau krimineller Karriere im Weg? Die Staatsanwaltschaft wirft den drei türkischen Männern im Alter von 21, 24 und 31 Jahren vor, den Mord an drei Putzfrauen geplant beziehungsweise begangen zu haben. Die beiden 31 und 21 Jahre alten Angeklagten müssen sich wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten. Der dritte Mann wird der Beihilfe beschuldigt. Sollten die beiden Hauptangeklagten wegen Mordes verurteilt werden, müssten sie lebenslang hinter Gitter. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft wollte der 31-Jährige seine schwangere Ehefrau "aus dem Wege" räumen, um eine kriminelle Karriere im Drogen- und Menschenhandel starten zu können. Die beiden anderen Frauen mussten sterben, um eine Aufklärung der Tat zu erschweren. Der 31-Jährige soll den zehn Jahre jüngeren Komplizen angeheuert haben, der die Frauen am 28. Januar kurz vor Mitternacht auf dem Parkplatz eines Fitnessstudios mit gezielten Kopfschüssen regelrecht hinrichtete. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren dem Schützen dafür 5000 Euro versprochen worden. ddp - Foto: dpa [?] |
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Zuletzt geändert am 26. Juni 2003 11:41 von aj |
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