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Rainer Schüttler zum ersten Mal im Achtelfinale von Wuimbledon

Topfit auf dem "Friedhof der Stars"

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Gute Fitness als Grundlage zum Sieg: Rainer Schüttler.

London - Rainer Schüttler hat nach einer hart umkämpften Zitterpartie gegen sich und Todd Martin einen weiteren Meilenstein seiner Karriere erreicht und steht zum ersten Mal im Achtelfinale von Wimbledon.

Nach dem 4:6, 7:5, 6:7 (1:7), 6:1, 7:5 gegen den 32-jährigen US-Altmeister Martin trifft der am Nummer neun gesetzte Korbacher am Montag auf seinen Trainingspartner Sjeng Schalken (Niederlande/Nr. 8). Auch Mitfavorit Andy Roddick (USA/Nr. 5) und der Thailänder Paradorn Srichaphan (Nr. 12) erreichten das Achtelfinale, in dem sie gegeneinander antreten müssen.

Erst ab viertem Satz überzeugend

Souverän war Schüttlers Vorstellung gegen Martin lange Zeit nicht, erst ab dem vierten Satz setzte sich der Korbacher durch. Die bessere Physis des superfitten und fünf Jahre jüngeren Deutschen gab letztlich den Ausschlag. Zudem war Schüttler in der Lage, sich aus seinem zwischenzeitlichen nervlichen Tief zu befreien und in der entscheidenden Phase sein ganzes Können zu zeigen. Nach 3:29 Stunden nutzte er im fünften Fünf-Satz-Match seiner Laufbahn seinen zweiten Matchball.

Auf dem "Friedhof der Stars" war Schüttler im letzten Jahr bereits in der dritten Runde gegen den Spanier Feliciano Lopez auf der Strecke geblieben. Besonders glücklich war er deshalb nicht über die erneute Ansetzung auf dem engen Nebenplatz zwei. Eine gewisse Verkrampfung war ihm anzumerken, schon der erste Satz wurde zu einem Festival der vergebenen Chancen.

Routinier Martin gewann ersten Satz

Auch Martin begann die Partie keineswegs überzeugend. Im dritten Spiel bereits hatte Schüttler drei Breakchancen, doch der Amerikaner konnte sie mit seinem guten Service abwehren. Eine weitere Gelgenheit gab es im fünften Spiel, aber erneut war Schüttler erfolglos. "Ich sehe den Ball nicht, ich returniere so schlecht", haderte er mit sich selbst.

So kam es, wie es kommen musste, da konnten Coach Dirk Hordorff und Daviscup-Kapitän Patrik Kühnen auf der Tribüne noch so sehr versuchen, auf ihren Schützling einzuwirken. Der routinierte Martin steigerte sein Niveau von Spiel zu Spiel, die Aufschläge wurden immer präziser und seine unterschnittene Rückhand bereitete Schüttler ein ums andere Mal Probleme. Er nutzte schließlich seinen zweiten Breakball im goldrichtigen Moment zum 6:4 und damit dem Gewinn des ersten Satzes.

Volley-Passierschlag brachte die Wende

Bei den Olympischen Spielen in Sydney hatte Schüttler im bislang einzigen Vergleich noch klar triumphiert, doch damals war Martin gesundheitlich angeschlagen. "Martin weiß, wie man auf Rasen spielt", das war Schüttler klar, die Taktik auch: "Ich muss gut returnieren."

Doch nicht nur sein Paradeschlag ließ Schüttler zu Beginn des zweiten Satzes im Stich. "Ich bin nicht nur beim Aufschlag zu spät, sondern auch bei jedem anderen Schlag", rief Schüttler wütend. Hordorff musste mentale Schwerarbeit leisten, unterstützte seinen Schützling pausenlos. "Er ist sehr träge gestartet, hätte die Chancen im ersten Durchgang nutzen müssen", sagte Kühnen: "Erst ab Mite des zweiten Satzes hatte er eine ganz andere Körperspannung, da war er sehr gut drin."

Ein großartiger Volley-Passierschlag brachte sowas wie die Wende. Schüttler ballte die Faust, putschte sich auf und schaffte das Break zum vorentscheidenden 6:5. Den dritten Satz begannen beide mit einem frühen Abtausch von Breaks, Schüttler aber zog sich wieder runter. "Manchmal frage ich mich, warum ich mir das überhaupt antue", rief er nach einem Rückhandfehler.

Er kam erneut aus dem Konzept und vergab eine Riesen-Gelegenheit, als er zwei Breakbälle zu einer 5:4 Führung nicht nutzen konnte, den anschließenden Tiebreak gewann der bessere Aufschlagspieler Martin souverän. Den vierten Satz gab Martin bei einer 4:0-Führung Schüttlers praktisch auf, doch im fünften beim 4: 5-Rückstand gegen den zum Match aufschlagenden Schüttler erwachte wieder der Kampfgeist des Amerikaners. Er glich zum 5:5 aus, doch umgehend gelang Schüttler erneut ein Break zum 6:5, das er mit eigenem Aufschlag dann zum Matchgewinn nutzte.

Von Andreas Hardt, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 27. Juni 2003 17:01 von sab

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