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So 27.07.2003
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Drittes Gold bei WM in Barcelona - Dramatisches Rennen über 800 MeterStockbauer schwimmt in die Geschichte
Barcelona - Hannah Stockbauer ist in Barcelona in einem dramatischen Rennen in die Geschichte geschwommen. In 8:23,66 Minuten über 800 m Freistil gewann die 21-Jährige bei den Weltmeisterschaften vor 11.500 begeisterten Zuschauern im Palau Sant Jordi ihren dritten Titel und ist mit nunmehr fünf WM-Goldmedaillen Deutschlands erfolgreichste Schwimmerin. Die legendäre Kornelia Ender und "Albatros" Michael Groß hatten es in ihren großen Karrieren jeweils auf viermal Gold gebracht. Erst auf den letzten Metern rang die Erlangerin ihre US-Konkurrentin Diana Munz (8:24,19) in einem ebenso phänomenalen wie packenden Endspurt nieder. Ihr Trainer Roland Böller und Teamchef Ralf Beckmann fielen sich auf der Tribüne spontan in die Arme. Hannah Stockbauer konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten, als sich die Mutter am Handy meldete. "Es war so hart, weil die Munz so hartnäckig dran blieb. Am Ende habe ich einfach alles geballert, was ich noch hatte. Wegen dem fünften Titel war ich ganz schön nervös, und jetzt freue ich mich riesig auf die Abschlussfeier", sagte die deutsche Schwimm-Königin nach ihrem dritten Gold-Coup. Jana Henke aus Potsdam (8:30,12) blieb Rang fünf. Lagenstaffel der Frauen verpasste Medaillenrang Die Lagenstaffel der Frauen kam auf Rang vier. Das Quartett, in Berlin 2002 mit Franziska van Almsick in Europarekordzeit (4:01, 54) Europameister, kam mit Antje Buschschulte, Sarah Poewe, Annika Mehlhorn und Sandra Völker nach 4:02,01 Minuten ins Ziel. "Leider hat es nicht hingehauen", sagte Weltmeisterin Antje Buschschulte betrübt, die ihren deutschen Rekord (1:00,50) über 100 m Rücken als Startschwimmerin nochmals auf 1:00,33 Minuten steigerte. "Wir wollen Europas Nummer 1 bleiben", hatte Beckmann vor den letzten beiden Finaltagen nochmals gefordert. Mit viermal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze belegt die deutsche Mannschaft vor dem letzten Finaltag in der Nationenwertung Rang 3 hinter den USA und Australien. Thomas Rupprath wurde im schnellsten Rennen der Geschichte über 100 m Schmetterling trotz großer Leistung nur Fünfter (51,98). Der Amerikaner Ian Crocker gewann mit dem elften Weltrekord von Barcelona (50,98), Silber ging an "Terminator" Michael Phelps (51, 10), der auch noch unter seinem alten Weltrekord blieb (51,47). Dritter wurde Andri Serdinow aus der Ukraine in Europarekordzeit (51,59). "Ich habe noch einmal alles gegeben, ich bin froh über meine Zeit, aber das ist Wahnsinn, was hier abgegangen ist. Das war der absolute Hammer", sagte Rupprath staunend. Alexander Popow krault zum WM-Double Das Finale über 50 m Freistil war erneut das Rennen von Alexander Popow, der bei seiner sagenhaften Rückkehr nach Barcelona zum achten Mal das Double gewann. In 21,92 Sekunden blieb er zwar 28 Hundertstel über seinem Weltrekord, verwies aber Mark Foster (22, 20) und Pieter van den Hoogenband (22,79) deutlich auf die Plätze. Der Palau Sant Jordi feierte den Russen, als wäre er ein Spanier. Thomas Rupprath und Steffen Driesen von der SG Bayer Wuppertal zeigten sich wenig beeindruckt von der Weltrekordserie in Katalonien und erreichten mühelos das Finale über 50 m Rücken. Rupprath erzielte 25,07, Driesen 25,38 Sekunden. "Ich hoffe, dass wir beide unter die ersten Drei kommen, damit die deutschen Männer in Barcelona auch einmal auf dem Treppchen stehen", meinte Rupprath. Der Europameister hält in 25,00 Sekunden den Europarekord, nur eine Hundertstel über dem Weltrekord des US-Amerikaners Lenny Krayzelburg. 50 Meter Freistil: Sandra Völker im Finale Sandra Völker erreichte über 50 m Freistil in 25,34 Sekunden die siebte Zeit der Halbfinals und damit den Endlauf. Weltrekordlerin Inge de Bruijn, die zuvor die 50 m Schmetterling Weltmeisterin geworden war (25,84), schwamm in 24,72 Sekunden die herausragende Zeit. Völker: "Ich bin froh, dass ich das Finale geschafft habe. Ich will unter 25 schwimmen, ich hoffe, das klappt. " Die erst 15 Jahre alte Newcomerin Daniela Götz aus Katzwang (25, 78) schied aus. Über 50 m Brust zog die deutsche Meisterin Sarah Poewe von der SG Bayer Wuppertal (31,94) als Siebte ins Finale ein, Vipa Bernhardt von der SG Frankfurt (32,42) scheiterte bei ihrer ersten WM mit der 13. Zeit. sid - Foto: dpa |
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Zuletzt geändert am 27. Juli 2003 11:49 von sab |
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