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Do 21.08.2003
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ZDF-Klassiker Sportstudio feiert Geburtstag - Sonderausgabe am SamstagDrei unten, drei oben
"Drei unten, drei oben" - Buchautor und Rekord- Moderator Dieter Kürten hat das Markenzeichen des ZDF-Sportstudios auf den Punkt gebracht. Die Torwand gehört wie die von Max Greger komponierte Eingangs-Melodie zum festen Bestandteil des TV- Klassikers, der Samstagabend (23.50 Uhr) mit einer Sonderausgabe seinen 40. Geburtstag feiert. Am 24. August 1963, zum Start der Fußball-Bundesliga, flimmerte erstmals "Das aktuelle Sportstudio" über den schwarz-weißen Bildschirm. Heribert Meisel moderierte die dreistündige Sendung, die von der Kritik gnadenlos zerrissen wurde. Schnell wurde der Österreicher abgelöst, und das "Aktuelle Sportstudio" entwickelte sich in den Folgejahren unter prominenten Nachfolgern wie Harry Valerien, Wim Thoelke, Rainer Günzler oder Hanns-Joachim Friedrichs zu einem Renner und einem "Stück Sportgeschichte". Teilweise schauten rund zehn Millionen zu. Für die Sportler war der Auftritt in der Sendung wie ein Ritterschlag. "Als ich am 11. September 1966 meinen 21. Geburtstag mit Freunden feiern wollte, erhielt ich kurzfristig eine Einladung. Ich ließ die Fete platzen", erinnerte sich Franz Beckenbauer. "Kaiser" Rekord-Gast vor Otto Rehhagel Der "Kaiser" ist mit 46 Auftritten Rekord-Gast vor Otto Rehhagel (33). Die Mischung aus Sport, Information, Show und Talk lockte Sportstars wie Pelé, Boris Becker oder Steffi Graf, aber auch Nicht- Sportler wie Königin Silvia von Schweden, Willy Brandt, Gerhard Schröder, Cindy Crawford, Heinz Rühmann oder Roy Black ins Sportstudio. Die Torwand blieb allerdings eine Fußballer-Domäne. Günter Netzer und Rudi Völler führen die Liste jener acht Kicker an, die fünf Mal trafen. Einen "Sechser" hat noch keiner geschafft. Konkurrenz der Privatsender verursachte Quotenschwund Doch das Flair der frühen Jahre ist verblichen, nicht nur die Konkurrenz der Privatsender verursachte einen Quotenschwund. Heute gucken noch zwei bis drei Millionen die Traditionssendung, die um ihre Zukunft bangen muss. "Der Samstagabend ist der meist umkämpfte Sendeplatz im Fernsehen", sagte ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann. Demnächst soll das Sportstudio erst um 23 Uhr beginnen. Das verspricht höhere Marktanteile. "Wenn man die Erstrechte der Bundesliga hat, ist eine Sportsendung keine Kunst. Wir suchen ständig nach Verbesserungen, denn mit Tradition allein kann man keine Quote machen", erklärte Poschmann. Alte und neue Moderatoren und Gäste schwelgen in Erinnerungen In der Jubiläumsendung schwelgen er und seine aktuellen Moderatoren-Kollegen Rudi Cerne, Johannes B. Kerner und Michael Steinbrecher, ihre Vorgänger Valerien, Kürten, Günther Jauch, Werner Schneyder oder Karl Senne sowie Gäste wie Beckenbauer, Marika Kilius, Hans-Jürgen Bäumler, Heide Ecker-Rosendahl oder Rudi Altig in Erinnerungen. Klassiker: Interview mit "Prinz von Homburg"... Das Interview von Rainer Günzler mit dem Boxer "Prinz von Homburg" Norbert Grupe, der alle Fragen mit stoischem Schweigen beantwortete (Günzler: "Ich danke ihnen für dieses Gespräch"), der Affe, der der Frau von "Tarzan" Johnny Weissmüller die Perücke vom Kopf riss oder der Ritt des schwergewichtigen Thoelke auf dem Dressurpferd Antoinette von Josef Neckermann sind TV-Legenden. ...und Versprecher "Schalke 05" Das gilt auch für den Versprecher "Schalke 05" von Carmen Thomas. Damit war ihre Sportstudio-Karriere beendet. Fünf Frauen bilden eine Minderheit unter den 37 Moderatoren. Jauchs Jugendtraum: "Mit meinen Idolen von früher selbst sprechen" Für einen ging ein Jugendtraum in Erfüllung. "Ich konnte mit meinen Idolen von früher selbst sprechen", gestand Günther Jauch. Ein Markenzeichen hat "Das aktuelle Sportstudio" vor drei Jahren verloren. Das ZDF nannte es in Sportstudio um. "Warum das Wort "aktuell" gestrichen wurde, ist für mich unverständlich. Das ist so, als wenn Mercedes Benz ohne den Stern daher kommt", fand Harry Valerien (79) zum 40. Geburtstag auch kritische Worte. Peter Hübner, dpa [?] |
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Zuletzt geändert am 21. August 2003 12:14 von to |
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