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Neue CD: Sting singt von Liebe und Krieg

Mit "Sacred Love" am Puls der Zeit

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"Versuchen zu begreifen": Sting

Das neue Album von Sting könnte der Soundtrack zu unserer Zeit sein. Die zehn Lieder von "Sacred Love" handeln von Liebe, Tod, Trennung, Krieg - und haben hinter allen dunklen, verstörenden Klängen doch einen optimistischen Ton.

"Ich möchte für die Menschen, die meine Musik hören, etwas Schönes und Bedeutungsvolles schaffen, das vielleicht ihr Leben ein bisschen besser macht", sagte der 51-jährige Musiker kürzlich in einem Interview.

Unbeschwerter Optimismus von "Brand New Day" ist dahin

Die Terroranschläge vom 11. September 2001, die Kriege in Afghanistan und im Irak, der Tod von Freunden - all das hat Sting in den vergangenen Jahren zu bewältigen versucht. "Sacred Love" ist unruhig und beunruhigend - der unbeschwerte Optimismus des sehr erfolgreichen vergangenen Albums "Brand New Day" ist dahin.

"Mein Position als Songschreiber neu definieren"

Der 11. September, an dem Sting selbst einen Freund verloren hatte, sei ein Wendepunkt gewesen. "Ich musste meine Position als Songschreiber neu definieren", sagt er. "Worüber schreibe ich jetzt? Warum mache ich das überhaupt? Was für einen Einfluss hat das auf die Realität?" Es gehe etwas vor in der Welt, "und wir müssen versuchen, zu begreifen, was das ist".

"Sex und Musik sind die einzige Religion"

Das alles dominierende Thema ist aber - wie schon auf den vergangenen sechs Sting-Platten und zu Zeiten von The Police - die Liebe. "Sex und Musik sind die einzige Religion", fasst Sting es zusammen. Nur durch Liebe und Musik könne man der Ewigkeit näher kommen.

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Erste Auskoppelung: "Send Your Love"

Der Terror und die Kriege hätten ihn, einen bekennenden Pazifisten, "verwirrt" zurückgelassen, sagt Sting. Ausgerechnet für den 11. September war die Aufzeichnung des Live-Albums "All This Time" ins Stings Haus in der Toskana angesetzt. Trotz des Dramas wurde das Konzert nicht abgesagt - und wurde damit mit einer sich allmählich aufhellenden Stimmung auch zu einem Dokument der Zeitgeschichte.

Vielschichtige Songs - keine leichte Kost

Mit "Sacred Love" macht Sting nun seinen vielleicht größten, aber auch riskantesten Wurf. Die komplexen, vielschichtigen Songs sind keine leichte Kost, die Texte erinnern viel eher an einen Gedichtband als einen Popsong. Auch die nicht gerade simple Single "Send Your Love" als erste auszukoppeln - in einem überfüllten Musikmarkt, in dem ohne einen Ohrwurm kaum noch was geht - ist ein gewagter Schritt.

Zu Lebzeiten ein moderner Klassiker

Andererseits hat es Sting irgendwie geschafft, sich noch zu Lebzeiten die Lorbeeren eines modernen Klassikers zu sichern und als einer der wenigen Stars seiner Generation auch Anschluss an die heutige Musikwelt zu finden. Das Duett "Rise And Fall" mit Jungstar Craig David hielt sich wochenlang in den Charts und selbst eine Girlband wie Sugababes nahm eine Version von "Shape Of My Heart" auf.

"Es gibt etwas Verwirrung und Bedrohung in diesem Album"

Musikalisch mischt Sting wieder alt und neu, orientalische Klänge, die schon vor vier Jahren auf "Desert Rose" eingeschlagen haben, mit spanischer Gitarre, sanfte Balladen wie "Whenever I Call Your Name" mit dem kantigen Rock von "This War". In "The Book Of My Life" bilanziert Sting, der gerade eine noch unveröffentlichte Autobiografie geschrieben hat, sein Leben. "Es gibt etwas Verwirrung und Bedrohung in diesem Album, aber auch viel Freude und Hoffnung", sagt er selbst. Gewidmet ist "Sacred Love" zwei verstorbenen Freunden: Dem einstigen Police-Manager Kim Turner und dem langjährigen "Billboard"-Chefredakteur Tim White.

Andrej Sokolow, dpa

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Zuletzt geändert am 26. September 2003 18:25 von to

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