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Grandioser Sieg in Indianapolis vor Räikkönen - Montoya chancenlos

Schumacher fehlt nur ein Punkt zum WM-Titel

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Frenetischer Jubel bei der Siegerehrung: Michael Schumacher gewann vor Kimi Räikkönen und Heinz- Harald Frentzen.

Indianapolis - Im Regen-Chaos von Indianapolis hat Michael Schumacher den Durchblick behalten und ist dem historischen sechsten WM-Titel einen großen Schritt näher gekommen.

Der Ferrari-Star aus Kerpen feierte beim verrückten USA-Grand-Prix schon seinen sechsten Saisonsieg und baute den Vorsprung in der WM-Gesamtwertung vor dem Finale am 12. Oktober in Suzuka/Japan auf den neuen WM-Zweiten Kimi Räikönen auf komfortable neun Punkte aus. Der Finne belegte im McLaren-Mercedes nach einer starken Aufholjagd noch den zweiten Platz und vertagte so die WM-Entscheidung.

"Unsere Reifen waren unglaublich bei diesen Bedingungen"

"Es hätte fast nicht besser gehen können. Unsere Reifen waren unglaublich bei diesen Bedingungen", sagte Schumacher, der sich im Reifen-Lotto als Gewinner fühlen durfte. Dabei musste er nur eine Runde nach dem ersten Boxenstopp die Slicks wechseln, was sich als Glücksfall erweisen sollte. "Wir sind unserem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Es war wichtig, in diesem Stadium zu gewinnen."

Schumacher führt mit 92 Punkten

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In der WM-Wertung führt Michael Schumacher mit 92 Punkten vor Räikkönen (83).

In der WM-Wertung führt Michael Schumacher nach dem insgesamt 70. Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere mit 92 Punkten vor Räikkönen (83). Dem Ferrari-Piloten würde damit ein Zähler, gleichbedeutend mit Platz acht, zum Gewinn der sechsten Fahrer-Krone in Fernost reichen. Nach dem Meilenstein Richtung sechstem Titel, mit dem Schumacher Juan Manuel Fangio überrunden würde, wird die Weltmeisterschaft zum 14. Mal in einem Zweikampf entschieden. Zuletzt stritten Eddie Irvine und Mika Häkkinen 1999 um die Krone der Formel 1. Michael Schumacher, dem in Japan ein achter Platz reicht, war bei drei Herzschlag-Finals zwei Mal der Dumme. Nur 1994 nicht, als er Damon Hill hinter sich ließ. "Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition", sagte Schumacher. "Aber man weiß nie, was passiert. Erst muss ich ins Ziel kommen.""

Räikkönen hat den Titelkampf noch nicht aufgegeben

Räikkönen hat den Titelkampf noch nicht aufgegeben. "Vielleicht wird das Rennen schwierig, dann kann alles passieren", so der Finne. "Eine kleine Chance bleibt", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Wir kämpfen weiter." Heinz-Harald Frentzen (3.) fuhr wie sein Team-Kollege Nick Heidfeld als Fünfter ein großartiges Rennen fuhr. "Wir hatten eine schwierige Saison. Heute waren perfekte Bedingungen für uns", sagte Frentzen.

Montoya schwammen auf nasser Pist die Felle davon

Dem bisherigen WM-Zweiten Juan Montoya schwammen auf der nassen Piste in "Indy" die Felle davon. Der Kolumbianer belegte vor knapp 150.000 Zuschauern nach einem aus seiner Sicht kuriosen Rennen im Williams-BMW nur den sechsten Platz und fiel damit im WM-Klassement mit 82 Zählern aussichtslos auf den dritten Rang zurück. Damit ist für den zuvor favorisierten Südamerikaner das Titelrennen 2003 gelaufen.

Michael Schumacher verwies Räikkönen, der mit der Pole Position im Training bereits seine Stärke an diesem Wochenende unter Beweis gestellt hat, nach 73 jederzeit spannenden Runden mit 18,2 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen, der zwischenzeitlich als erster Sauber-Mann überhaupt einen Grand Prix anführte, vor dem Italiener Jarno Trulli (Renault) und seinem Teamkollegen Nick Heidfeld. Ralf Schumacher schied im Williams-BMW aus, nachdem er von der rutschigen Fahrbahn abkam.

Barrichello nach Kollision ausgeschieden

Beim Start kam Räikkönen von der Pole Position gut weg, hinter ihm wurde die Reihenfolge allerdings durcheinander gewürfelt. Michael Schumacher fuhr vom siebten auf den vierten Platz vor, Montoya viel vom vierten auf den siebten Rang zurück. In der dritten Runde geriet der Kolumbianer dann mit dem ebenfalls schlecht gestarteten Rubens Barrichello aneinander. Der Ferrari-Pilot aus Brasilien rutschte ins Kiesbett und schied aus, Montoya verlor einen Platz, konnte aber weiterfahren.

Regen begann in Runde fünf

In der 5. Runde begann es zu regnen, Ralf und Michael Schumacher überholten kurz darauf den zweitplatzierten Olivier Panis. Der Weltmeister durfte sich aber nicht lange über Rang drei freuen, denn in der 7. Runde überholten ihn innerhalb weniger Sekunden David Coulthard, Montoya und Fernando Alonso und verdrängten ihn wieder auf Rang sechs.

Spitzenreiter Räikkönen tankte in Runde 19 erstmals nach und kam hinter Ralf Schumacher zurück auf die Strecke, der vier Runden früher in der Box war. Michael Schumacher zog in Runde 20 nach und war um Sekunden zu früh beim Service. Denn kaum fuhr der Weltmeister wieder auf die Strecke, sorgte erneut heftiger Regen für ein Chaos.

Ferrari-Jubel in Runde 28

Der inzwischen führende Mark Webber und der Zweite Ralf Schumacher rutschen von der Piste und schieden aus. Während BAR-Pilot Jenson Button und Frentzen auf Trockenreifen blieben, holte Michael Schumacher (Runde 22) als Erster Regenreifen, Räikkönen einen Umlauf später, blieb aber vor Schumacher. Montoya wurde durch eine Drive-Through-Strafe für die Kollision mit Barrichello ins Mittelfeld zurückgeworfen.

In Runde 28 überholte Schumacher unter dem Jubel seiner Ferrari-Mechaniker seinen WM-Konkurrenten Räikkönen und schob sich auf Rang drei hinter Button und Frentzen vor. In Runde 33 quetschte sich Schumacher an Frentzen vorbei auf Rang zwei, fünf Umläufe später übernahm er von Button die Führung. Räikkönen schöpfte in Runde 41 wieder Hoffnung, Schumachers Titelgewinn noch zu vertagen. Während er zum zweiten planmäßigen Tankstopp an die Box kam, rollte Button aus, Räikkönen rutschte dadurch einen Rang nach vorne auf Position vier. Danach überholte er zunächst Heidfeld, in Runde 55 dann auch Frentzen.

Ein paar Tage ausgeklinkt

In den Tagen von Indianapolis war Michael Schumacher die Ruhe selbst, nichts war ihm vom WM-Trubel anzumerken. Seine Gelassenheit erklärt er mit dem ersten Titel mit Ferrari im 2000. "Das war mein größtes Ziel. Danach habe ich mir gesagt: Jetzt kommt es, wie es kommt. Spaß zu haben, ist sehr wichtig, sonst brennst du aus", meinte er.

Vor dem US-Grand-Prix hatte sich der der 34-Jährige ein paar Tage ganz ausgeklinkt. Gemeinsam mit seiner Frau Corinna spannte er in Las Vegas aus. Ein Besuch bei der Premiere einer neuen Show des Cirque de Soleil, ein Abstecher zu Celine Dion und ein paar lockere Stunden im Casino ließen den Weltmeister für einige Stunden den WM-Kampf vergessen. Danach gönnte er sich noch einen Motorrad-Trip durch die Rocky Mountains.

Von den Amerikanern nicht erkannt

Aufenthalte in Amerika genießt Schumacher immer ganz besonders, weil er sich im Gegensatz zu Europa fast unbehelligt bewegen kann. "Von Amerikanern werde ich normalerweise nicht erkannt", sagte Schumacher. Im vorigen Jahr hatte der nach US-Golfstar Tiger Woods bestbezahlte Sportler der Welt sogar versucht, als "normaler" Besucher auf einer Oval-Rennstrecke ein paar Runden in einem Nascar-Auto zu fahren.

sid, dpa - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 28. September 2003 22:25 von aj

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