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Schau: "Auto-nom" und bemalte "Art Cars" von BMW

PS, Blech und Kunst

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A.R. Peck: BMW Z1

Eine "Männerausstellung" mit viel PS, Hubraum und Blech zeigt das Düsseldorfer "NRW-Forum Kultur und Wirtschaft" mit "Auto-nom". Thema der von BMW gesponsorten Schau, die bis zum 4. Januar zu sehen ist: "Das Automobil in der zeitgenössischen Kunst".

Dazu gehören auch die so genannten "Art Cars", die der bayerische Automobilhersteller seit 1975 von bekannten internationalen Künstlern bemalen lässt. In Düsseldorf werden die bislang fünfzehn Wagen erstmals alle zusammen ausgestellt.

Frank Stella: "Ein Auto ist, was es ist: ein Auto"

Einer der Künstler ist der renommierte US-Amerikaner Frank Stella, der 1976 einen 3.0 CSL mit Sechszylinder-Reihenmotor, Turbolader, 24 Ventilen, zwei obenliegenden Nockenwellen, 3210 Kubikzentimeter Hubraum, 750 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 341 Stundenkilometern mit einem Raster in Schwarzweiß bemalte. Stella, der nach eigenen Angaben ein "Fan der Rennsportwelt mit ihren verrückten Typen" war, sagte: "Ein Auto ist, was es ist: ein Auto". Es zu gestalten, sei damals für ihn - wegen der Oberfläche - eine "Design- Herausforderung" gewesen.

"Art Cars" von Lichtenstein, Warhol, Rauschenberg, A.R.Penck, Hockney...

Weitere "Art Cars" stammen von den Pop-Art-Künstlern Roy Lichtenstein, Andy Warhol und Robert Rauschenberg. Auch A.R.Penck, Ernst Fuchs, David Hockney und Sandro Chia haben mit den BMWs gearbeitet - und sie doch nicht mehr als charakteristisch bemalt.

"Auto-nom": Auto als Vehikel für Sex

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"Taxi" von Stefan Sous

Im anderen Teil der Ausstellung "Auto-nom" mit den "autonomen" Werken von rund 20 zeitgenössichen Künstlern, werden nach Angaben ihres Kurators Ulrich Lehmann vom Londoner Victoria and Albert Museum Strukturen und Inhalte befragt und "dekonstruiert". So geht es wohl um das Auto als Vehikel für Sex, wenn der Österreicher Erwin Wurm einen "fetten Wagen" in einem eigens für die Schau gedrehten Video "Kiss me, love me, spread your beauty" sagen lässt.

In blecherne Einzelteile zerlegt

"La D.S." heißt der Citroen des Mexikaners Gabriel Orozco, für den er den Franzosen zerschnitt und so schmal wieder zusammensetzte, dass er nicht mehr fährt. Unbrauchbar sind auch "Giuletta", ein knallroter Alfa Romeo mit dem Totalschaden von Bertrand Lavier und das in seine blechernen Einzelteile zerlegte und wie ein Stabile von der Decke hängendes "Taxi" von Stefan Sous.

Tiefe Kratzer im Blech: "feministische Ironie"

Einen "Crash" haben dagegen die Autoteile hinter sich, die Tamara Grcic zusammen mit Decken zu einer Bodeninstallation ausgebreitet hat. Ebenso: Die Objekte von Sylvie Fleury - an der Wand hängende Reliefs, scheinbar in den Metallicfarben von Autoblechen, in deren Nagellack die Schweizerin aber tiefe Kratzer ritzte und Beulen trat. Nach Angaben des Auto-Ausstellungsmachers ist das "feministische Ironie".

Antje Lorscheider, dpa


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Zuletzt geändert am 29. September 2003 12:52 von to

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