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Mi 01.10.2003

 Magazin

   vom 01.10.03

"Jet Lag": Mann, Frau und eine lange Nacht
Auf Touren im Oktober: Viele Männer und Pur
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zurückblättern  ... Ein Mann, eine Frau, eine lange Nacht

Félix will nach München, um seine Ex-Freundin zurück zu gewinnen. Um sie herum herrscht das Chaos: Ihre Flüge werden abgesagt - erst ist es das Wetter, dann ein Streik, schließlich technische Probleme an Bord. Rose und Félix sitzen fest.

Schließlich landen sie gemeinsam im Airport-Hotel

Nach der ersten schicksalhaften Begegnung - Rose spült ihr Handy aus Versehen die Flughafen-Toilette herunter und leiht sich das von Rollband-Nachbar Félix - trennen und treffen sich die beiden immer wieder. Schließlich landen sie gemeinsam in einer Suite des Airport- Hotels. Es ist ein Anflug von Kammerspiel, der durch Thompsons Film weht, wenn sich die gestrandeten Protagonisten gegenseitig ihre Lebensgeschichten erzählen: nur Rose und Félix, ein Zimmer, sonst nichts.

Hinreißende Juliette Binoche kommt zart-komödiantisch

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Sehr französisch: Juliette Binoche

Das Kinopublikum bekommt eine hinreißende Juliette Binoche ("Chocolat", "Der Englische Patient") geboten - die Augenlider anfangs erdrückt von einer Schicht stahlblauen Lidschattens, später mit unbehandeltem Porzellan-Teint und mädchenhafter Erotik. Ihr bisher kaum gezeigtes komödiantisches Talent setzt die Französin mit großer Zurückhaltung ein: Beispielsweise wenn Rose - Schmink- Köfferchen im Anschlag - heulend auf dem Hotelbett vor einer Fernseh- Doku sitzt ("Mir geht Geschichte immer so nah").

Reno: Schmuddel-Look mit gekonnt hypnotischem Blick

Es ist kein Schenkelklopf-Humor, den Danièle Thompson mit ihrer Komödie bedient. Jean Reno ("Die Purpurnen Flüsse", "Leon - Der Profi") überzeugt im übernächtigten Schmuddel-Look mit gekonnt hypnotischem Blick über faltigen Tränensäcken.

Wichtige Nebenrolle: ein Mobiltelefon

Nebendarsteller treten in "Jet Lag" zwar so gut wie nicht in Erscheinung, sind jedoch stets präsent: Sergio, Roses aufbrausender Liebhaber, Nadja, die Félix über Nacht verließ, Roses Tabletten- abhängige Mutter und Félix' dominanter Vater, ein erdrückendes Vorbild. Eine ungewöhnlich Rolle kommt dabei dem Mobiltelefon zu. Es ist fast der einzige Kontakt der Festsitzenden zur Außenwelt - Liebestöter und Kontaktbörse zugleich.

"Jet Lag" ist nach "La Buche" (1999) Danièle Thompsons zweite Regie-Arbeit. Die Tochter des französischen Komödien-Spezialisten Gérard Oury hatte ihren Einstieg ins Filmgeschäft jedoch bereits, als sie gemeinsam mit ihrem Vater das Drehbuch zu "Die große Sause" ablieferte. Internationale Erfolge feierte sie unter anderem mit den Skripts für "La Boum - Die Fete" (1980) und für Patrice Chéreaus bildgewaltigem Historienepos "Die Batholomäusnacht" (1994).

Ein wenig "Pretty Woman", eine Prise "Sabrina", ein Hauch Woody Allen

Für ihr jüngstes Projekts, "Jet Lag", ließ sich Danièle Thompson von amerikanischen Genre-Meisterwerken inspirieren: Ein wenig "Pretty Woman", eine Prise "Sabrina", sogar ein Hauch von Woody Allens "Alle sagen - I Love You" hatte die Regisseurin offenbar im Blick. In einem Interview erklärt sie, warum im Filmland Frankreich so wenige romantische Komödien entstehen. "Man muss mit einer gewissen Naivität an eine romantische Komödie herangehen. In Frankreich sind wir womöglich zu beherrscht oder zu zynisch, um uns darauf einzulassen. Nach dem Motto "Wer soll denn so was glauben?"".

"Einen Tag lang soll mein Leben so sein, wie ein amerikanischer Film"

Auch in der ersten Einstellung von "Jet Lag" setzt sich Thompson mit der amerikanischen Filmkultur auseinander. Aus dem "Off" sinniert Rose über den mangelnden Realismus dieser Liebesmärchen und wünscht sich: "Einen Tag lang soll mein Leben so sein, wie ein amerikanischer Film." Was dann folgt ist eine geballte Dosis französischer Lebenswirklichkeit: Bahnarbeiter-Streiks, Macho-Liebhaber, Pariser Mistwetter und über allem: die Liebe.

Kerstin Nacken, dpa


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Zuletzt geändert am 1. Oktober 2003 10:18 von to

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