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CL: Bayern bleiben durch 1:1 in Anderlecht auf Kurs - Lob für Demichelis

Erleichterung nach dem Kraftakt

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Will den Ball gar nicht mehr hergeben: Roque Santa Cruz nach dem 1:1.

Brüssel - Ende gut, alles gut: Selten hat beim FC Bayern München ein Remis wie das mit zehn Mann erkämpfte 1:1 beim RSC Anderlecht so große Erleichterung ausgelöst.

"Vier Punkte, Tabellenführer - das Thema Champions League beginnt in diesem Jahr viel positiver", frohlockte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge in Brüssel zu später Stunde beim Bankett im Mannschaftshotel. Rummenigge und Vorstands-Kollege Uli Hoeneß zogen genüsslich an ihren Zigarren, Trainer Ottmar Hitzfeld ließ sich den Rotwein schmecken.

Doch angesichts der hohen Ansprüche wirkte die Würdigung des erreichten Minimalziels trotz der fast einstündigen Unterzahl nach der von den Bayern unisono als "Witz" empfundenen Gelb-Roten Karte für Claudio Pizarro (36.) eine Spur zu dick aufgetragen. "Mein Kollege Uli Hoeneß hatte nach dem Sieg in Rostock kritische Worte gebraucht. Die Mannschaft hat darauf gut reagiert. Dann muss man auch mal loben können", sagte Rummenigge in seiner Rede beim Bankett.

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Da hilft auch kein Protestieren: Claudio Pizarro musste in Brüssel vorzeitig vom Platz.

"Letzte halbe Stunde war grandios"

Ende gut, alles gut? Gegen Anderlecht zählte offenbar nur, dass man der drohenden Niederlage entkommen war. So übertrieben negativ Hoeneß den glücklichen 2:1-Sieg in Rostock bewertet hatte ("großer Mist"), so unangemessen positiv reagierte er in Belgien: "Die Mannschaft hat unglaublich gekämpft und gearbeitet. Sie hat nach dem Platzverweis klug gespielt, bis die anderen sich ausgetobt hatten. Die letzte halbe Stunde war grandios, eine tolle Geschichte. Auch mit elf Mann wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen."

Der Manager freute sich über eine "perfekte Ausgangsposition", die aber schon in drei Wochen im brisanten Duell mit Giovane Elbers neuem Club Olympique Lyon, der bei Celtic Glasgow 0:2 verlor, auf den Prüfstand kommt. Bis dahin aber müssen einige der verletzten Akteure zurück kommen, andere wie Owen Hargreaves ("es ist scheiße, wenn man jeden Ball verliert") ihre Form wieder finden, die Abwehrprobleme behoben werden und das Angriffsspiel wieder mehr Schwung erhalten.

Hitzfeld mit glücklichem Händchen

Ende gut, alles gut? Zumindest Hitzfelds Fazit fiel zwiespältig aus. "Wir müssen ein Auswärtsspiel gewinnen, um Gruppen-Erster zu werden. Also haben wir zwei Punkte verloren. Aber in Anbetracht der Unterzahl haben wir einen Punkt gewonnen", kommentierte der Trainer, der eine glückliche Hand hatte. Alle drei Spieler, die er nach Anderlechts Führungstreffer durch den Ex-Frankfurter Ivica Mornar (53.) eingewechselt hatte, waren am Ausgleich beteiligt. Bastian Schweinsteiger erkämpfte den Ball, Hasan Salihamidzic flankte, und Roque Santa Cruz traf aus kurzer Distanz mit dem Kopf (74.).

"Dieses Tor wird noch sehr wichtig für mich", meinte der Stürmer, der noch drei Tage zuvor in Rostock von Hoeneß gescholten worden war, weil er am Gegentor maßgeblich schuld gewesen war: "Man muss aus Fehlern lernen. Heute hat mir der Manager gratuliert."

Demichelis als Gewinner des Abends

Der Gewinner des Abends aber war Martin Demichelis. Bei seinem Champions-League-Debüt trumpfte der 22 Jahre alte Innenverteidiger als Abräumer vor der Abwehr auf. "Er hat sehr gut kombiniert und nicht nur ein gutes Defensiv-Verhalten gezeigt. Er war ein Aktivposten", verteilte Hitzfeld ein seltenes Sonderlob. Auch Michael Ballack bescheinigte dem 4,5 Millionen Euro teuren Neuzugang aus Argentinien ein "hervorragendes Spiel. Er spielt einen sehr ruhigen und gepflegten Fußball". Demichelis strahlte nur und versicherte, er könne sich "physisch und spielerisch noch verbessern".

Das muss allerdings die gesamte Mannschaft möglichst bald tun, wenn sie um den Titel mitspielen will. Gegen Anderlecht stimmten Einsatz, Moral und die Chancenverwertung, was Abwehrspieler Thomas Linke Mut macht für die kommenden Aufgaben: "Wenn man mit zehn Mann in der Champions League einen Rückstand aufholt, sollte das Selbstvertrauen geben." Ende gut, alles gut? Zumindest vorerst.

Von Klaus Bergmann, dpa - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 1. Oktober 2003 13:38 von sab

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