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Trainer Friedhelm Funkel kämpft beim 1. FC Köln um seinen Job

Die Gerüchteküche brodelt schon

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Schwere Zeiten: Trainer Friedhelm Funkel muss in Köln um seinen Job bangen.

Köln - In Köln herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Trainer Friedhelm Funkel absolvierte mit der Mannschaft des Tabellenletzten am Dienstag bei Sonnenschein zwei Trainingseinheiten, abends mussten die FC-Profis den wütenden Fans Rede und Antwort stehen, bei Manager Andreas Rettig stand das Telefon nicht still - und die Spekulationen um den möglichen Nachfolger des glücklosen Trainers nahmen kein Ende.

"Es wird in dieser Woche keine schwerwiegenden Personalentscheidungen geben", wiegelte Pressesprecher Rolf Dittrich ab.

Lottner nimmt Coach in Schutz

Fakt ist: Friedhelm Funkel kämpft in Köln um seinen Job, eine Niederlage beim Tabellenführer VfB Stuttgart kann er sich nicht mehr leisten. "Wir haben nun die Situation, dass das Spiel in Stuttgart seine letzte Chance ist", bestätigte Kapitän Dirk Lottner dem Express. Dem Kölner Stadt-Anzeiger sagte er: "Das Verhältnis der Mannschaft zum Trainer ist sehr gut, es gab in Köln noch nie einen Trainer, zu dem die Mannschaft so einen guten Draht hatte."

Geholfen hat das dem Klub nicht. Sechs Niederlagen in sieben Spielen sind eine alarmierende Bilanz, die Fans des Aufsteigers forderten nach dem 1:4-Debakel gegen Werder Bremen lautstark die Rückkehr von Christoph Daum. Der erteilte seinem Ex-Klub im Express-Interview aber eine Absage. Er habe bei Fenerbahce einen Vertrag bis 2005 plus Option. Und keine Ausstiegsklausel.

Zahlreiche Namen kursieren am Geißbockheim

Spekuliert wird in Köln weiter mit Klaus Toppmöller, Werner Lorant und Marcel Koller, dem 43 Jahre alten Eidgenossen, der Grasshopper Zürich zum Schweizer Meister machte. Funkel versuchte, sich unbeeindruckt zu geben: "Ich mache wie immer meinen Job." Gegen den VfB Stuttgart will er eine andere Mannschaft auflaufen lassen als gegen Bremen. "Die Leistungsträger haben mich erstmals total enttäuscht. Die Mannschaft in Stuttgart wird ein anderes Gesicht haben", kündigte er an.

Einen Tag früher als üblich wird die Mannschaft ins Trainingslager reisen. Zahlreiche Gespräche stehen an, und der Coach gibt sich alle Mühe, die spannungsgeladene Situation um das Geißbockheim wie "business as usual" erscheinen zu lassen. Manager Andreas Rettig ließ seinen Coach zu keinem Zeitpunkt im Unklaren darüber, dass er auf alle Eventualitäten vorbereitet sein will: "Es ist endgültig der Zeitpunkt gekommen, wo Leistung und Ergebnis stimmen müssen."

Präsident scheint zum Handeln entschlossen

Auch Vereins-Präsident Albert Caspers scheint zum Handeln entschlossen, falls im achten Saisonspiel keine Punkte eingefahren werden. "So kann es nicht weiter gehen", sagte Caspers nach dem Debakel gegen Werder. Caspers hatte im zweiten Abstiegsjahr zu lange an Ewald Lienen festgehalten, und erst die Reißleine gezogen, als es schon zu spät war. Funkel konnte die Mannschaft zwar nicht mehr vor dem Abstieg retten, schaffte aber den direkten Wiederaufstieg. Die Fans belohnten seine Arbeit indes nicht, Funkel blieb umstritten.

Caspers, der nach dem 1:4 gegen Bremen sichtlich um Fassung rang, nahm den Trainer erst einmal aus der Schusslinie: "Friedhelm Funkel ist nichts vorzuwerfen." Aber auch der Präsident kennt die ungeschriebenen Gesetze der Branche. Wenn die Mannschaft in Stuttgart wieder keinen Charakter zeigt, muss Funkel gehen. Dirk Lottner weiß: "Egal ob wir in Stuttgart spielen oder zu Hause gegen Rostock, der Druck ist der gleiche. Wir müssen so oder so etwas machen."

Von Christoph Fischer, sid - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 1. Oktober 2003 14:03 von sab

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