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Israel will Sperrzaun weiterbauen

Dschenin - Die israelische Regierung will trotz internationaler Kritik den bislang 150 Kilometer langen Sperrzaun im Westjordanland weiterbauen. Aus politischen Kreisen verlautete am Mittwoch, die Regierung habe bei ihrer Entscheidung aber zumindest zum Teil auf den Druck der USA reagiert, da sie den Zaun vor der auf Palästinenser-Gebiet liegenden jüdischen Siedlung Ariel bis auf weiteres unterbrechen will.

Israel begründet die Sperranlage mit dem Schutz vor palästinensischen Selbstmordattentätern. Die Palästinenser befürchten dagegen eine Zementierung der Grenzen ihres künftigen Staates. Im Westjordanland nahm die Armee unterdessen ein Führungsmitglied des Islamischen Dschihad fest. Die radikale Palästinenser-Gruppe kündigte Vergeltung an.

Die Siedlung Ariel, die rund 20 Kilometer innerhalb des Westjordanlandes liegt, soll nun von einem kleineren eigenen Zaun geschützt werden. Die Lücke zum Hauptzaun soll den Kreisen zufolge durch Patrouillen abgesichert werden. Allerdings bleibe die Möglichkeit, die beiden Zäune später zu verbinden.

Zaun soll bis Jahresende 300 Kilometer lang sein

Israel hat im Juni 2002 mit dem Bau des Zauns begonnen, der zum Teil aus einem mit Stacheldraht bewehrten Elektrozaun, zum Teil aus Beton besteht. Die ersten 150 Kilometer des Zauns stehen bereits, meist entlang der international anerkannten Grenze des Westjordanlands. Bis Ende des Jahres dürfte er 300 Kilometer lang werden.

Der israelische Vize-Ministerpräsident Ehud Olmert sagte, der Zaun müsse sicherlich östlich von Ariel verlaufen, aber nicht so, dass es die Bevölkerung in der Region verärgere. Außerdem würden die Arbeiten mit den USA abgestimmt. "Alles was wir versuchen, ist zuerst und vor allem Sicherheit für die Menschen zu schaffen, die dort leben", sagte Olmert.

Palästinenser: "Landnahme und kein Sicherheitszaun"

Die Palästinenser dagegen halten den Zaun für ein Hindernis für den "road map" genannten Friedensplan. "Es ist eine große Landnahme und kein Sicherheitszaun", sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat. "Der Weiterbau der Mauer wird Präsident Bushs Vision von der 'road map' und den Friedensprozess untergraben."

US-Präsident George W. Bush hatte den Sperrzaun als ein Problem bezeichnet. Die USA haben erklärt, der Zaun widerspreche ihren Zielen in der Region und sei ein Hindernis für den Friedensplan. Die USA drohten mit einer Verringerung von Bürgschaften für Israel in Höhe von neun Milliarden Dollar. Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass der Zaun eine De-Facto-Grenze schafft, wodurch palästinensisches Gebiet, das Israel 1967 besetzt hat, letztlich Israel zufiele.

Siedlungen werden international als illegal betrachtet

Im Westjordanland und Gaza-Streifen liegen rund 150 jüdische Siedlungen. Die israelische Friedensbewegung Peace Now schätzt, dass dort rund 230.000 Siedler leben. Viele wären durch den Zaun von Israel abgeschnitten, was bei einigen Siedlern und rechten Israelis auf Kritik stößt. Die Siedlungen werden international als illegal betrachtet. Israel weist dies zurück. Der Friedensplan, den die USA, die EU, die UNO und Russland ausgearbeitet haben, fordert einen Stopp des Siedlungsbaus, ein Ende der Gewalt und die Gründung eines Palästinenser-Staates bis 2005.

Dschihad-Führer von Hunden aufgespürt

Augenzeugen im Westjordanland berichteten derweil, israelische Soldaten seien am frühen Morgen in ein Flüchtlingslager bei Dschenin eingedrungen und hätten Haus für Haus unter anderem nach Scheich Bassam Saadi abgesucht. Saadi, ein hochrangiges Mitglied des Islamischen Dschihad im Westjordanland, sei von Spürhunden nahe einer Moschee unter einem Auto versteckt gefunden worden. Der Islamische Dschihad ist wie die radikale Hamas für zahlreiche Selbstmordanschläge verantwortlich und strebt die Zerstörung Israels an.

Reuters

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Zuletzt geändert am 1. Oktober 2003 15:44 von aj

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