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zurückblättern  ... EU-Kommission verschiebt Entscheidung

Aufgeschoben soll nicht aufgehoben sein

Aufgeschoben sei nicht aufgehoben. "Wir werden die drei Wochen nutzen, um die Lage weiter zu untersuchen", sagte ein Sprecher von Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein. Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) begrüßte das Verhalten der Kommission.

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Wegen des Dosenpfands verkauft die Supermarkt- Kette Plus ab sofort Bier in pfandflichtigen Plastikflaschen, die in jeder Filiale zurückgegeben werden können. Auch Aldi will bald belgisches Bier in Plastikflaschen verkaufen.

Mit dem Ende der neunmonatigen Übergangsregelung müssen Händler, die Dosen oder Plastikflaschen verkaufen, bundesweit gleichartige Verpackungen auch wieder zurücknehmen und das Pfand auszahlen. Ausgenommen von der Regelung sind Geschäfte mit einer Fläche unter 200 Quadratmetern. Diese müssen nur Dosen solcher Marken zurücknehmen, die sie selbst verkaufen.

Trittin: Kein Problem

Bundesweit löste der Start der neuen Dosenpfand-Regeln auf unterschiedliche Reaktionen aus. Beklagt wurde vor allem, dass es nicht gelungen war, ein einheitliches Rücknahmesystem aufzubauen. Stattdessen konkurrieren vier Systeme miteinander. Trittin sagte dazu, die Aufsplittung in verschiedene Systeme sei für die Verbraucher kein Problem. Im ZDF-"Morgenmagazin" sagte er, es gebe 130.000 Stellen, an denen Einweg abgegeben werden könne, und diese seien auch verpflichtet, gegenseitig das Pfandgut zurückzunehmen.

Einzelhandel: "Nicht einfacher, nur unübersichtlicher"

Dagegen sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr: "Ab heute wird es kein Stück einfacher, nur unübersichtlicher." Faktisch liefe das Pfand auf ein Verbot der Dose hinaus. "Die Dose ist tot", sagte Pellengahr der dpa.

"Das System funktioniert erstaunlich gut", betonte dagegen die Deutsche Umwelthilfe. Mehrere hundert Testkäufer waren seit den Morgenstunden in Geschäften, Tankstellen und Kiosken unterwegs. Dabei sei festgestellt worden, dass die gegenseitige Anerkennung der unterschiedlichen Rücknahmesysteme kein Probleme bereite. Einzelne Verkäufer seien allerdings über die vom 1. Oktober an geltende bundesweite Regelung noch verwirrt, sagte Resch.

Belgisches Bier in Plastikflaschen

Eine Umfrage bei den führenden Discountern Aldi, Lidl und Plus ergab, dass Wasser und Limonade nur noch in eigene Verpackungen abgefüllt werden. Aldi will zudem bald belgisches Bier in Plastikflaschen verkaufen. Die Tengelmann-Tochter Plus bietet Bier nur noch in braunen PET-Flaschen an. Auch Deutschlands größter Handelskonzern METRO (Real, Cash & Carry, Kaufhof) hat die Dosen zu Gunsten von Mehrweg und pfandfreiem Einweg ausgelistet. Ohne Dosen und mit eigenen Mehrwegflaschen will zudem die Kölner REWE-Gruppe (Rewe, Minimal, toom, Penny) arbeiten. Die Tengelmann-Ketten Kaiser's und Tengelmann verkaufen bereits seit dem 16. Juli nur noch Mehrweg. "Das wird von unseren Kunden gut angenommen", sagte eine Sprecherin.

Lekkerland-Tobaccoland: Lieferengpässe

Nach Angaben des Rücknahmeanbieter Lekkerland-Tobaccoland ist es zu Lieferengpässen gekommen. "Einige Industrieunternehmen haben nicht schnell genug reagiert, so dass eine ganze Reihe von Getränkemarken momentan nicht lieferbar ist", sagte eine Lekkerland-Sprecherin in Frechen bei Köln. An den Kiosken und Tankstellen, die das Unternehmen beliefere, seien von rund 240 Produkten nur 140 mit dem neuen Pfandaufdruck erhältlich.

VfW: "Rücknahme funktioniert problemlos"

Das Dosenpfand-System des Kölner Logistikunternehmens VfW ist am Mittwoch nach Unternehmensangaben ohne Komplikationen gestartet. "Die Rücknahme funktioniert problemlos, die Pfand-Coupons wurden alle schon in der vergangenen Woche an die Händler ausgeliefert", sagte eine VfW-Sprecherin.

dpa - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 1. Oktober 2003 17:04 von aj

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