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Rheinland-Pfälzer will als erster deutscher Weltraumtourist ins All

Kindheitstraum soll Wirklichkeit werden

Koblenz - Vom Flug ins All träumen viele Kinder. Andreas Bergweiler strebt dieses Abenteuer auch noch als Erwachsener an. Der Internetspezialist aus Waldesch bei Koblenz (Rheinland-Pfalz) will im Oktober 2005 als Deutschlands erster Weltraumtourist zur internationalen Raumstation ISS fliegen.

Dafür hat der 38-Jährige zwei Mal ein Spezialtraining in Russland absolviert. "Er ist gut in Form und sehr motiviert", bestätigt Igor Rudyaev vom Ausbildungszentrum für Kosmonauten in Star City bei Moskau. Bergweiler habe als einziger Deutscher Chancen, mit einem russischen Sojus-Raumschiff als Tourist zur ISS zu reisen.

Entscheidung soll im Frühjahr 2004 fallen

Die Zustimmung der russischen Raumfahrtbehörde und der anderen Staaten, die die ISS finanzieren, stehe noch aus. Bergweiler sagt: "Ich wollte erst einmal einen Teil des Trainings absolvieren, um schon etwas vorweisen zu können." In wenigen Wochen stelle er den offiziellen Antrag. "Bis zum Frühling 2004 wird das endgültig entschieden", vermutet der 38-Jährige. Nach dem US-Amerikaner Dennis Tito und dem Südafrikaner Mark Shuttleworth wäre er der dritte Weltraumtourist.

Die Kosten für seinen Weltraumtrip von umgerechnet rund 22 Millionen Euro will er mit Hilfe von Sponsoren aufbringen. "Etwa vier Millionen Euro sind mir bislang in Aussicht gestellt worden", versichert der 38-Jährige. Bekäme er eine Zusage, würde er in rund 400 Kilometer Höhe mit 28 000 Stundenkilometer 16 Mal in 24 Stunden die Erde umkreisen. "Mein größtes Ziel oben ist ein Weltraumspaziergang", sagt der Computerspezialist.

Seit der Kindheit fürs Weltall begeistert

Bergweilers Begeisterung für das Weltall reicht weit zurück. Im Juli 1969 holte sein Vater den Vierjährigen aus dem Bett, damit er im Fernsehen die ersten Schritte des Menschen auf dem Mond verfolgen konnte. Mit 13 schrieb er Science-Fiction-Geschichten. 1997 stellte er für Fans der Raumfahrt seine bis heute bestehende Internetseite www.space-odyssey.de ins weltweite Datennetz.

Vor zwei Jahren nahm Bergweiler am Meeresüberlebenstraining der russischen Kosmonauten in Sotschi am Schwarzen Meer teil. Damals hoffte der 38-Jährige, noch 2003 zur ISS zu fliegen. Doch Anfang dieses Jahres stürzte die US-Raumfähre Columbia über Texas ab. Die Versorgung der ISS liegt seitdem bei den Russen. Weltraumtouristen beförderten sie daher zunächst nicht mehr ins All.

Bergweiler war geschockt: "Mein Traum zerplatzte erst einmal." Doch er gab nicht auf. Erst vor wenigen Wochen absolvierte er mit Kosmonauten über Star City so genannte Parabel-Flüge, um sich auf das Gefühl der Schwerelosigkeit einzustellen.

Von Jens Albes, dpa


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Zuletzt geändert am 3. Oktober 2003 13:52 von sab

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