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zurückblättern  ... Israelische Kampfjets über Syrien

Das Lager, so hieß es Stunden später in einer Erklärung der radikalen Volksfront für die Befreiung Palästinas in Damaskus, sei "seit langem leer" gewesen. Doch für die israelischen Streitkräfte war der Angriff nach eigenen Angaben nur ein Anfang: "Die Armee hat jetzt Operationen gegen diejenigen begonnen, die hinter den (Selbstmord)-Anschlägen stehen. Jene, die den Terror unterstützen, und jene die eine Strategie des Terrors verfolgen, um Israels Bürger zu verletzen", hieß es in einer Erklärung.

Sharon-Regierung gehen die Optionen aus

Mit dem ersten israelischen Angriff auf Ziele in Syrien seit 21 Jahren treibt der bisher begrenzte Nahostkonflikt einer weiteren Eskalation entgegen. Die Reaktion kam nicht unerwartet. Denn der Regierung Ariel Scharon gehen die Optionen im Kampf gegen den palästinensischen Terror langsam aus. Die gezielten Angriffe der Luftwaffe auf die Führer der Hamas im Gazastreifen konnten die Gewalt ebenso wenig stoppen, wie die Ausweisungsdrohungen gegen Palästinenserführer Jassir Arafat. Die 29-jährige angehende Rechtsanwältin Hanadi Dscharadad konnte trotz einer wochenlangen Ausgangssperre in ihrer Heimatstadt Dschenin und trotz der fast fertigen Sperranlage nach Haifa reisen, wo sie ungehindert von einem Wachmann die verheerende Explosion auslösen konnte.

PLO-Chef Arafat bleibt im Visier

Der Luftangriff auf das syrische Ziel erscheint militärstrategisch konsequent. Geheimdienstinformationen zufolge wurden in den vergangenen Monaten mehrere Terroranschläge gegen Israel direkt von den Exilanführern der Hamas und des Dschihad in Damaskus geplant und befohlen. Die Zusage des syrischen Präsidenten Baschir El Assad an die USA, die Büros dieser Gruppen zu schließen, konnte die Extremistenführer nicht stoppen. Der Angriff auf ein El Sahib gilt deshalb als Warnsignal sowohl an die militanten Palästinenser, als auch an die Führung in Damaskus. Die Armeeführung habe beschlossen "den Islamischen Dschihad (der sich zum Anschlag von Haifa bekannte) überall in der Region zu verfolgen" berichtete die Tageszeitung "Jediot Achronot".

Doch die Regierung Scharon behalte auch ihren Plan weiter im Auge, Palästinenserführer Arafat auszuweisen, der in den Augen der meisten Israelis der "Grund allen Übels" ist. Ein Kommandounternehmen gegen den seit fast zwei Jahren in Ramallah isolierten PLO-Chef sei lediglich "aufgeschoben", hieß es in dem Blatt. Denn der 74-Jährige ist seit Samstagabend von Hunderten westlicher und palästinensischer Sympathisanten umgeben, die ihn als "lebende Schutzschilde" vor einem israelischen Angriff schützen wollen. Doch die Zwangsexilierung Arafats, deren Sinn alle Experten bezweifeln, sei unausweichlich, wenn sicher gestellt sei, "dass (bei der Aktion) die Zahl der Opfer auf ein Minimum reduziert werden kann".

Wiederbesetzung der Palästinensergebiete scheint unausweichlich

Dass sich mit der "Entfernung" Arafats oder durch seinen gewaltsamen Tod durch israelischen Beschuss, die Lage in der Konfliktzone eher noch verschlechtern dürfte, wird in der Region kaum bezweifelt. Chaos in den Palästinensergebieten, die politische Zerstörung der Autonomiebehörde und die vollständige Wiederbesetzung wären unausweichlich, warnten Kommentatoren am Sonntag. Dennoch werde es letztlich dazu kommen, meinte "Jediot Achronot": "wie in der griechischen Tragödie bewegen sich beide Seiten Stück für Stück auf den letzten Akt zu, einen Akt der im Chaos enden wird.".

dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 5. Oktober 2003 16:50 von sab

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