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Die Magnetresonanzverfahren ermöglichen, die inneren Organe des Menschen auf exakte und schonende Weise abbilden zu können. Sie sind damit eine wichtige Alternative zum Röntgenverfahren, bei dem die Patienten eine Dosis radioaktiver Strahlen aufnehmen. Die Entdeckungen der beiden diesjährigen Nobelpreisträger bedeuteten daher einen "entscheidenden Durchbruch sowohl für die Krankenbehandlung als auch die medizinische Forschung", so die Akademie weiter.

Verfahren aus Forschung in praktische Medizin übertragen

Paul Lauterbur hat 1973 als Erster die ersten biologischen Anwendungen der Magnetresonanztomografie in der hoch angesehenen Wissenschaftszeitschrift "Nature" veröffentlicht. Er wurde damit zum Wegbereiter für die Anwendung am Menschen. Bereits ein knappes Jahrzehnt später kamen die ersten in der Praxis anwendbaren Magnetresonanz-Diagnosegeräte auf den Markt.

Peter Mansfield wurde der entscheidende Beschleuniger des Magnetresonanz-Verfahrens. Er zeigte 1978, wie die Signale mathematisch und mittels Computeranalyse dahingehend bearbeitet werden konnten, dass eine anwendbare Abbildungstechnik entwickelt wurde. Da die Patienten für eine Untersuchung still liegen müssen, durfte sie nicht zuviel Zeit beanspruchen. Mansfield ermöglichte eine bedeutend schnellere Bildakquisition. Statt eines einzigen Bildpunktes wurde nunmehr eine ganze Bildzeile gleichzeitig ausgelesen.

Physikalisches Verhalten von Atomkernen als Grundlage

Beim Magnetresonanzverfahren spielt das physikalische Verhalten von Atomkernen eine entscheidende Rolle. In einem starken magnetischen Feld rotieren Atomkerne mit einer von der Stärke des Magnetfeldes abhängigen Frequenz. Ihr Energieniveau kann erhöht werden, indem sie Radiowellen mit gleicher Frequenz absorbieren (die sogenannte Resonanz). Wenn die Atomkerne auf ihr ursprüngliches Energieniveau zurückfallen, bilden sie Radiowellen.

Diese Entdeckungen wurden bereits 1952 mit dem Nobelpreis in Physik belohnt. Während der folgenden Jahrzehnte wurde die Magnetresonanz hauptsächlich zur Erforschung der chemischen Struktur unterschiedlicher Substanzen eingesetzt. Die diesjährigen Nobelpreisträger erzielten zu Anfang der siebziger Jahre bahnbrechende Forschungsergebnisse die dazu führten, dass die Magnetresonanz mit der Zeit auch bedeutungsvolle medizinische Anwendungsbereiche finden sollte.

Inzwischen Routinemethode bei Krankenbehandlung

Die Abbildung mit Magnetresonanz zählt inzwischen zu den Routinemethoden in der Krankenbehandlung. Jedes Jahr werden weltweit mehr als 60 Millionen Untersuchungen mit dem Magnetresonanztomographen durchgeführt und die Technik befindet sich noch immer in rascher Entwicklung. Die Magnetresonanztomographie ist anderen Abbildungstechniken häufig überlegen und hat die Diagnostik bei zahlreichen Krankheiten stark verbessert. Die Methode ersetzt heute etliche beschwerliche und risikoreiche Untersuchungsmethoden und trägt insofern auch dazu bei, das Leiden vieler Patienten zu vermindern.

Alle Nobelpreise 2003 sind mit jeweils zehn Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet 1,11 Millionen Euro) dotiert. In dieser Woche werden auch die Nobelpreise für Physik, Chemie und Wirtschaftswissenschaften in Stockholm vergeben. Am Freitag wird der Friedensnobelpreis durch das Norwegische Nobelpreiskomitee in der Universität Oslo verliehen.

dpa, ddp - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 6. Oktober 2003 13:24 von sab

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