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Nationalmannschaft geht mit breiter Brust ins Island-Spiel - Ballack ist fit

Kein Gedanke an eine Pleite

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Gute Aussichten: Teamchef Rudi Völler und seine Schützlingen geben sich selbstsicher.

Reinbek - Endgültig grünes Licht für Michael Ballack, wachsende Ungeduld und grenzenlose Zuversicht im gesamten Kader:

Beim Countdown für den Tag der Entscheidung strahlen Rudi Völler und die deutschen Fußball-Nationalspieler eine fast schon beängstigende Selbstsicherheit aus. "Wir werden uns qualifizieren und auch bei der EM eine gute Rolle spielen", versprach Bundestrainer Michael Skibbe bereits Großtaten für die Titelkämpfe in Portugal, obwohl die Teilnahme an der Europameisterschaft 2004 erst noch am Samstag im Qualifikations-Finale gegen Island gesichert werden muss.

Der Gedanke daran, dass man in Hamburg mit einer Niederlage gegen den Gruppen-Rivalen die Direkt-Qualifikation noch verspielen könnte, erscheint im Lager des Vize-Weltmeisters unvorstellbar. "Wir sind so kurz vor dem Ziel. Jetzt wird uns keiner mehr vom Weg nach Portugal abbringen", prophezeite Völler. Und Mittelfeldspieler Bernd Schneider versicherte: "Wir werden auf der Ziellinie nichts anbrennen lassen."

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Eifrig bei der Sache: Die Torleute Oliver Kahn und Jens Lehmann.

Fragezeichen hinter Oliver Neuville

Verstärkt wurde der Optimismus noch durch die Stippvisite von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt im Reinbeker Teamquartier. Der Mannschaftsarzt des DFB und des FC Bayern München räumte nach einer Untersuchung die letzten Bedenken an einem Einsatz des am Knöchel verletzten Michael Ballack aus. "Er könnte schon heute spielen", verkündete Skibbe. Doch weil "jede Stunde den Heilungsprozess beschleunigt", soll der Mittelfeldstar so wenig wie nötig trainieren.

Während auch Schneider (Zehprellung) und Carsten Ramelow (Kniereizung) spielen können und werden, steht hinter ihrem Leverkusener Teamkollegen Oliver Neuville noch ein Fragezeichen. Der allerdings nur als "Joker" vorgesehene Stürmer zog sich im Zweikampf mit Christian Wörns eine Prellung am rechten Fuß zu und fehlte deshalb am Donnerstagnachmittag beim Training in der AOL-Arena.

Bobic scharrt schon mit den Hufen

Die einzige Übungseinheit in der am Samstag ausverkauften Spielstätte schürte noch den Tatendrang bei seinen Kollegen. "Von mir aus könnte es endlich losgehen. Ich sitze die ganze Zeit nur im Hotel rum und man fragt sich, was man macht", beschrieb Routinier Fredi Bobic die nervende Warterei auf den Anpfiff. Auch für den Stürmer von Hertha BSC steht außer Zweifel, dass die DFB-Auswahl am Samstag gegen 18.45 Uhr als EM-Teilnehmer feststehen wird.

"Wir sollten die Leistung vom 2:1 gegen Schottland als Grundlage nehmen und müssen Leidenschaft und Geschlossenheit zeigen", forderte Bobic. Der Bremer Frank Baumann, angesichts der zahlreichen Langzeit- Verletzten erneut eine feste Größe im defensiven Mittelfeld, nahm ebenfalls das Schottland-Spiel zum Maßstab: "Dieser Kampfgeist muss jetzt auch die Basis für spielerische Akzente zum Sieg sein."

Startelf steht schon fest weiterblättern
 

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Zuletzt geändert am 9. Oktober 2003 15:06 von sab

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