[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[?] [?]

4,207 Millionen Menschen ohne Job - 107.000 weniger als im August

Leichte Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

Anklicken zum Vergrößern
Trotz leichter Entspannung: Auf den Arbeitsämtern herrscht weiter Hochbetrieb.

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September überraschend deutlich zurückgegangen.

Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) führte den Rückgang um 107 400 auf 4,207 Millionen Erwerbslose im Vergleich zum August auf die stärker als erwartet ausgefallene Herbstbelebung sowie die Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik zurück. BA-Chef Florian Gerster dämpft aber Hoffnungen auf eine rasche Belebung.

Erst ab zweitem Halbjahr 2004 erwarte er eine spürbare Erholung des Arbeitsmarktes. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) sprach von einem "erfreulichen Signal".

Anklicken zum Vergrößern
Gibt noch keine Entwarnung: BA-Chef Florian Gerster.

Quote im Westen bei 8,1, im Osten bei 17,8 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen den BA-Angaben zufolge um 265 000. Die unbereinigte Arbeitslosenquote ging von 10,4 Prozent auf 10,1 Prozent zurück. Um jahreszeitliche Einflüsse bereinigt verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen um 14 000, während die Arbeitslosenquote bei 10,5 Prozent lag.

Die Behörde registrierte für Westdeutschland 2,653 Millionen Arbeitslose und damit 69 800 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag hier bei 8,1 (Vormonat: 8,3) Prozent. In Ostdeutschland waren 1,554 Millionen Menschen ohne Job, 37 600 weniger als im August. Die Quote belief sich auf 17,8 (18,2) Prozent.

Deutlicher Rückgang erst 2005 möglich

Gerster bewertete die Arbeitsmarktstatistik zurückhaltend: "Wir sind noch deutlich entfernt von Beschäftigungsaufbau." Mit Blick auf die Entwicklung im kommenden Jahr sagte der BA-Chef, im ersten Halbjahr werde es eher auf eine Stagnation hinauslaufen. Mit einer deutlichen Verbesserung sei erst für das zweite Halbjahr zu rechnen. Ein Rückgang der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt sei dann für 2005 zu erwarten. Gerster schloss einen Anstieg der Erwerbslosenzahl auf mehr als fünf Millionen in den Wintermonaten aus. Er rechne mit "deutlich weniger", erklärte der BA-Vorstandschef.

Clement wirbt für Reformen

Nach den Worten Clements zeigen die rückläufigen Arbeitslosenzahlen, dass die Reform der Arbeitsvermittlung Wirkung entfaltet. Die Entwicklung der Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit bezeichnete er als positiv. Dies zeige, "dass es allen Unkenrufen zum Trotz in Deutschland sehr wohl lohnt, selbst die Initiative zu ergreifen". Die weiteren Gesetze zur Reform des Arbeitsmarktes, die am 17. Oktober im Bundestag zur Abstimmung stehen, müssten jetzt so schnell wie möglich verabschiedet werden. "Nur so schaffen wir das Fundament für einen nachhaltigen Abbau der Arbeitslosigkeit", sagte Clemtent.

Mit Blick auf die Reform der Arbeitsmarktpolitik mahnte Gerster Geduld an. Die Ergebnisse der Reformschritte könnten sich nicht über Nacht einstellen. Einerseits brauche man für die Reformen den Gesetzgeber, andererseits liefen die Reformanstrengungen bereits "auf Hochtouren". Allerdings würden die Bemühungen der Bundesanstalt in den Medien zu wenig gewürdigt, da sei "mehr Tiefenschärfe" gefragt, kritisierte der BA-Chef.

Rheinland-Pfalz: Keine Trendwende in Sicht

In Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosenquote im September 2003 um drei Punkte auf 7,2 Prozent gesunken. Damit waren nach Angaben des Landesarbeitsamtes (LAA) Rheinland-Pfalz-Saarland 6300 Menschen weniger ohne Arbeit als vier Wochen zuvor. Insgesamt waren zum Monatsende 145 900 Menschen im Land arbeitslos gemeldet. Hoffnungen auf eine Trendwende am Arbeitsmarkt seien aber fehl am Platze, betonte LAA-Präsident Otto-Werner Schade.

Die meisten Betriebe würden noch immer von massiven Beschäftigungsproblemen geplagt, die Kurzarbeit sei deutlich ausgeweitet worden. Im Vergleich zum September 2002 waren noch immer 7800 Menschen oder 5,7 Prozent mehr ohne Arbeit.

ddp, AFP - Foto: dpa

[?]
Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


[?]

Zuletzt geändert am 9. Oktober 2003 10:00 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum