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Nach Dreifach-Mord: Verdächtiger nach Verhör wieder auf freiem Fuß

Heiße Spur hat sich zerschlagen

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In dieser Anwaltskanzlei in Overath wurden drei Leichen gefunden - die erste heiße Spur der Polizei hat sich aber offenbar zerschlagen.

Köln/Overath - Rückschlag bei den Ermittlungen zum Dreifachmord in Overath: Zwei Tage nach dem Blutbad musste die Polizei einen 38 Jahre alten Verdächtigen wieder freilassen. Der Mann war auf Grund von Zeugenaussagen von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis festgenommen worden.

Die Ermittlungen und Vernehmungen hätten den Tatverdacht nicht erhärtet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mit. Ob der Hinweis einer Frau, die ihren in Scheidung lebenden Ehemann verdächtigte, eine heiße Spur war, blieb zunächst unklar.

Opfer bis zur Unkenntlichkeit entstellt

Ein Anwalt (61), seine Frau (53) und die älteste Tochter (26) waren am Dienstag erschossen worden. Die Untersuchung der Leichen war noch nicht abgeschlossen. Die Ermittler waren aber sicher, dass es sich um die Anwaltsfamilie handelte. Die Schüsse hatten die Opfer bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Eines der Opfer war gefesselt gewesen. Zwei jüngere Töchter der Anwaltsfamilie wurden weiterhin von Verwandten, Freunden und Psychologen betreut.

Zeugen hatten einen schwarz gekleideten Mann mit schief stehenden Zähnen beschrieben, der nach dem Blutbad den Tatort verlassen hatte. Daraufhin waren bei der Polizei Hinweise eingegangen, die zu der Festnahme führten. Das Spezialeinsatzkommando sei nur angefordert worden, weil die Polizei damit rechnen musste, dass der Mann bewaffnet war, falls er etwas mit der Tat zu tun gehabt hätte, sagte ein Sprecher. Auch die Spurensicherung dauerte am Donnerstag noch an.

Familiäre Motive werden ausgeschlossen

Die Frau, die ihren in Scheidung lebenden Mann verdächtigte, sagte nach WDR-Angaben, dass die Zeugenbeschreibung auf ihren Mann zutreffe. Der ermordete Anwalt habe sie in dem Scheidungsverfahren vertreten. Die Polizei wollte sich nicht dazu äußern, ob die Angaben glaubwürdig waren. Man nehme jeden Hinweis ernst, sagte ein Sprecher.

Nach Aussage von Kollegen befasste sich die Kanzlei, in der der Anwalt, seine Frau und seine Tochter zusammen arbeiteten, mit allen Angelegenheiten, die in einer Kleinstadt anfallen. Dazu sollen Scheidungs-, Schadenersatz- und Sozialhilfefälle gehört haben.

Juristen und Bekannte meinten, es könne sich um einen Racheakt eines Mandanten oder Prozessgegners gehandelt haben. Familiäre Hintergründe schlossen Freunde als Motiv aus.

dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 9. Oktober 2003 18:30 von sab

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