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54 Menschen bei Busunglück in Indonesien getötet

Schülerinnen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit

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Völlig ausgebrannt: Entsetzt stehen die Menschen um den Bus, der nach einem Unfall in Flammen aufgegangen war und für 54 Menschen zur tödlichen Falle wurde.

Jakarta - Bei einem schweren Busunfall auf der indonesischen Insel Java sind am Mittwoch mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen 49 Schülerinnen.

Die Mädchen seien auf dem Rückweg von einer Exkursion auf der Insel Bali gewesen, als ein entgegenkommender Lastwagen in der Nähe von Situbondo ihren Bus gerammt habe, teilte die Polizei mit. Anschließend sei ein Kleinbus von hinten auf den Bus aufgefahren, der daraufhin Feuer gefangen habe. Der nur leicht verletzte Busfahrer Arwandu sagte der Polizei, er habe noch einige Fensterscheiben im Bus eingeschlagen, aber die Flammen hätten sich zu schnell ausgebreitet, wie die staatliche Nachrichtenagentur Antara meldete.

Panik unter den Insassen

"Ich hatte noch Zeit, den Kindern zu sagen, dass sie die hintere Tür aufmachen sollen, aber sie haben es nicht mehr geschafft", berichtete der Busfahrer laut Antara. Weil die Flammen und der dichte Rauch sich ausbreiteten, sei in dem Bus Panik ausgebrochen. Die Schülerinnen verbrannten fast vollständig, teilte die Polizei mit. Um wen es sich bei den übrigen Toten handelte, war zunächst nicht bekannt. Der Fahrer des entgegenkommenden Lastwagens konnte der Polizei zufolge entkommen; eine Fahndung nach ihm sei eingeleitet. Die Ermittler gingen demnach davon aus, dass die Bremsen seines Wagens versagten und er auf der abschüssigen Straße auf die Gegenfahrbahn raste.

"Schlimmster Unfall in diesem Jahr"

Neun Rettungswagen waren am Unglücksort, die Polizei leitete den Verkehr um. Ein Mitarbeiter des Krankenhauses in Situbondo sagte, sämtliche Unfallopfer seien in der Klinik aufgenommen worden. Sechs Ärzte und mehrere Sanitäter versuchten die verkohlten Leichen zu identifizieren. Der Unfall im Osten der Insel ereignete sich laut Polizeiangaben am Abend (Ortszeit). Insgesamt seien zu diesem Zeitpunkt drei Schulbusse auf der Rückreise von der dreitägigen Exkursion nach Yogyakarta im Inselinneren gewesen.

"Was die Zahl der Opfer angeht, können wir mit Sicherheit sagen, dass dies der schlimmste Verkehrsunfall ist, der sich dieses Jahr in diesem Land ereignet hat", sagte der leitende Ermittler Kusmiarni. Polizeistatistiken zufolge sterben in Indonesien im Durchschnitt jeden Tag 29 Menschen auf der Straße.

AFP - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 9. Oktober 2003 09:30 von sab

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