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Zuversicht im deutschen Lager vor Endspiel gegen Schweden

Fußball-Frauen greifen nach WM-Krone

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Will sich mit dem WM-Titel aus der Nationalelf verabschieden: Maren Meinert.

Carson - Rund 15 Monate nach dem Gewinn der Vize- Weltmeisterschaft durch die Elf von Rudi Völler hat Deutschland erneut das WM-Fieber gepackt. Millionen Fans werden am Sonntag (19.00 Uhr MESZ/ARD) an den Bildschirmen die Daumen drücken, wenn die deutschen Fußballerinnen im Finale gegen Schweden in Carson nach der WM-Krone greifen.

Weil in dieser Woche immer mehr Journalisten aus der Heimat angereist sind und der Medienrummel beim Training und im Mannschaftshotel täglich wächst, sorgt sich Tina Theune-Meyer mittlerweile um eine konzentrierte Vorbereitung.

Foto-Shooting am Swimmingpool

"Mir ist das fast ein wenig zuviel. Der Rummel stört auch die Spielerinnen ein bisschen", gab die Bundestrainerin zu. Mit der Beschaulichkeit der ersten Wochen, in denen die DFB-Elf trotz der Erfolge weitgehend unbehelligt blieb, ist es seit dem 3:0 im Halbfinale gegen Titelverteidiger USA endgültig vorbei: Foto-Shooting am Swimmingpool, hier ein Anruf, dort ein Interview. Popularität hat seinen Preis. "Wir müssen schnell wieder unsere Balance finden", mahnte Theune-Meyer, die erstmals von einer "durchwachsenen Stimmung" sprach.

Trainerin wünscht sich mehr Ruhe

"Wir sind zwar alle stolz und haben ein gutes Gefühl, aber im Training merkt man, dass sich noch nicht alle erholt haben. Wir brauchen noch etwas Ruhe bis zum Finale." So war die Cheftrainerin froh, als sie am Nachmittag nach eineinhalbstündigem Medien-Marathon endlich mit ihrer Elf einer privaten Einladung folgen konnte. Ihre über 70 Jahre alte Mutter war angereist und hatte Streuselkuchen für die Mannschaft gebacken.

Ungeachtet der Umstände sieht Theune-Meyer dem Finale mit Optimismus entgegen. "Das bleibt auch so", betonte sie, "wir wollen durchziehen und den Titel gewinnen." Die mit sieben Treffern erfolgreichste WM-Torjägerin, Birgit Prinz, versicherte, dass sie mit der gestiegen Erwartungshaltung und der Favoritenbürde kein Problem habe: "Das ist mir egal. Dadurch haben wir nicht mehr Druck. Wir wollen gut spielen und möglichst gewinnen. Das ist alles."

Klinsmann drückt im Stadion die Daumen

Derweil wächst die Fan-Gemeinde. Der in Kalifornien lebende Ex- Nationalstürmer Jürgen Klinsmann, der sich zuweilen bei den Los Angeles Galaxy fit hält, schaute beim Training vorbei und will am Sonntag im Home Depot Center die Daumen drücken.

Otto Schily kann zwar aus Termingründen nicht zum Finale reisen, wird aber am Fernseher mitfiebern. "Die Mannschaft hat ein großartiges Turnier gespielt. Ich wünsche ihr und der engagierten Trainerin viel Glück und Erfolg für das Endspiel", sagte der Bundesinnenminister auf der Internetseite des Fußball-Weltverbandes (FIFAworldcup.com). Schilys Tipp: "3:1 für Deutschland." Selbst FIFA- Präsident Joseph Blatter outete sich als Anhänger der deutschen Frauen. "Sie spielen den besten Fußball. Dann sollen sie auch die Krone holen", so der Schweizer, der am Sonntag den Pokal überreicht.

"Das wird kein Selbstläufer"

Dass die Neuauflage des EM-Finals 2001 gegen Schweden (1:0) kein Selbstläufer wird, darüber sind sich alle einig. "Wir sind nicht schon Weltmeister, nur weil wir die USA geschlagen haben. Noch haben wir ein schweres Spiel", warnte Maren Meinert vor Überheblichkeit. Theune-Meyer betonte, dass man es mit einem "Gegner" zu tun habe, der "über eine solide Abwehr, ein starkes Mittelfeld sowie giftige und gefährliche Stürmerinnen" verfüge. "Wir müssen hundert Prozent geben, um sie zu schlagen", meinte Kerstin Garefrekes. Dennoch ist sie vom Sieg überzeugt: "Weil wir als Team auftreten, hinten keinen reinkriegen und vorne ein oder zwei Tore machen."

Doch auch die Elf von Marika Domanski-Lyfors ist selbstbewusst. "Es geht nicht nur darum, ein guter Gegner für die Deutschen zu sein. Wir wissen, dass wir die Deutschen schlagen und den Titel gewinnen können", sagte Stürmerin Hanna Ljungberg.

Von Ulli Brünger, dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 10. Oktober 2003 10:02 von sab

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