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Friedensnobelpreis geht an iranische Juristin Shirin Ebadi

Einsatz für Demokratie und Menschenrechte

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Freut sich über die Auszeichung: Shirin Ebadi.

Oslo - Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die iranische Menschenrechtlerin Shirin Ebadi.

Das teilte das Nobelkomitee in Oslo mit. Die 54-jährige Juristin wird für ihren Einsatz bei der Demokratisierung Irans und im Kampf um mehr Rechte für Frauen und Kinder ausgezeichnet. Der Vorsitzende des Nobelkomitees, Ole Danholt Mj°s, erklärte, Ebadi habe ihre Stimme "klar und kräftig" für die Menschenrechte erhoben.

In der Begründung des Komitees hieß es weiter: "In einer Ära der Gewalt ist sie konstant für Gewaltfreiheit eingetreten."

Ebadi war 1969 als erste Frau im Iran Richterin geworden, hatte ihr Amt aber im Gefolge der Revolution 1979 wieder abgeben müssen. Sie vertrat seitdem zahlreiche Verfolgte, setzte sich öffentlich für eine Demokratisierung des Iran ein und musste selbst Haft sowie Hausarrest und andere Repressalien hinnehmen.

"Mutige muslimische Frau ausgezeichnet"

In Berlin erklärte Regierungssprecher Bela Anda, die Bundesregierung begrüße die Entscheidung aus Oslo, mit der der "Einsatz einer mutigen Frau" gewürdigt werde. Norwegens Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik sagte, das Komitee habe eine "mutige muslimische Frau" ausgezeichnet und dabei auch einen Beitrag zum besseren Verständnis zwischen der westlichen und der islamischen Welt geleistet.

Ebadi sagte in Paris: "Ich bin stolz und glücklich und hoffe, dass ich weiter für die Menschenrechte in Iran von Nutzen sein kann." In dem Interview mit dem norwegischen Fernsehsender NRK erklärte Ebadi weiter, der Preis werde viel für Menschenrechte, Demokratie und die Rechte der Kinder in Iran bedeuten. Der Nachrichtenagentur NTB sagte die Preisträgerin, sie sei von der Mitteilung aus Oslo "geschockt" gewesen, weil sie noch nicht einmal von ihrer Nominierung gewusst habe.

"Für alle Iraner, die für die Menschenrechte kämpfen"

Sie sehe die Auszeichnung nicht als an sich persönlich gerichtet, sondern an das iranische Volk und alle Menschen im Lande, die für die Menschenrechte kämpften. Zur feierlichen Verleihung der mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotierten Auszeichnung werde sie am 10. Dezember "natürlich" in die norwegische Hauptstadt kommen.

Die Juristin ist die elfte Frau, die seit der ersten Vergabe 1901 den Friedensnobelpreis zuerkannt bekommt. Mj°s sagte, die Botschaft an die iranische Regierung sei, dass die "Einhaltung der Menschenrechte wichtiger ist als alles andere".

Im vergangenen Jahr hatte der frühere US-Präsident Jimmy Carter die Auszeichnung erhalten. Der mit zehn Millionen schwedischen Kronen dotierte Friedensnobelpreis wird traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896), überreicht.

dpa - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 10. Oktober 2003 13:34 von sab

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