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Politbarometer: Keine erfreulichen Zahlen für Schröder und Regierung

Union doppelt so stark wie die SPD

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Bei der so genannten Sonntagsfrage, die auch längerfristige Überzeugungen und Parteienbindungen der Wähler berücksichtigt, sieht es ein klein wenig freundlicher für die derzeitige Regierungskoalition aus, als bei der Frage nach der aktuellen Stimmung.

Berlin - Die Union kann beim Wähler derzeit auf doppelt so viele Stimmen zählen wie die SPD. CDU und CSU legten im jüngsten ZDF- Politbarometer auf 52 Prozent (September: 49) zu. Die SPD konnte sich geringfügig auf 27 Prozent verbessern (zuvor 26), teilte das ZDF mit. Die Grünen bleiben bei 11 Prozent, während die FDP nach ihren Zugewinnen vom September auf 5 Prozent zurück fällt (8), die PDS kommt noch auf 2 Prozent (3).

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag des ZDF zwischen dem 6. und 9. Oktober 1274 Wahlberechtigte befragt.

Stoiber als starker Mann in der Union

Angesichts der aktuellen innerparteilichen Reform-Debatte wird die CDU als wenig geschlossen wahrgenommen. So glauben nur 35 Prozent, dass die CDU in wichtigen politischen Fragen hinter Parteichefin Angela Merkel steht. Nach dem Triumph des CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber bei der bayerischen Landtagswahl vermuten 52 Prozent aller Befragten, dass er zur Zeit den größten Einfluss in der CDU/CSU hat, gefolgt von Merkel (29) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (9).

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Bleibt beliebtester Politiker: Joschka Fischer.

Wenig Vertrauen in Loyalität der SPD

Der Reform-Streit in der SPD wird ebenfalls kritisch betrachtet: Zwar ist eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent der Meinung, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder sich letztlich gegen die Parteilinken durchsetzen wird. Sollte er allerdings für seine Reformen keine Mehrheit im Bundestag bekommen, wollen ihn fast genauso viele (61 Prozent) beim Wort nehmen und meinen, dass er dann zurücktreten sollte. Bei den Anhängern der SPD sind nur noch 14 Prozent (Juli: 21) der Ansicht, dass die SPD in wichtigen politischen Fragen hinter Schröder steht.

Popularität: Fischer bleibt deutlich vorn

Bei der Einschätzung der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland, die auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf beurteilt werden, verlieren insbesondere die Regierungsmitglieder deutlich an Ansehen: Weiterhin, wenn auch wiederum mit Verlusten, führt Joschka Fischer die Liste mit 1,7 an (September: 1,9). Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand, aber erstmals auf Platz zwei, der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber mit 0,6 (zuletzt 0,5), dicht gefolgt von CDU-Chefin Angela Merkel mit 0,5 (September: 0,6); danach mit Verlusten Wirtschaftsminister Wolfgang Clement 0,2 (zuletzt 0,6). Deutlich verschlechtert und jetzt bei minus 0,3 liegt Bundeskanzler Gerhard Schröder (September: 0,3) gefolgt von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit minus 0,8 (Sept: minus 0,3).

Unter den angestrebten Reformen in den Sozialsystemen stößt vor allem eine Verschiebung des Renteneintrittsalters auf große Skepsis: 80 Prozent der Befragten lehnen die sowohl von der Regierung wie von weiten Teilen der CDU angestrebte Rente mit 67 ab (dafür sind 17 Prozent). Der Vorschlag, im nächsten Jahr eine Nullrunde für die Rentner einzulegen, wird lediglich von 39 Prozent unterstützt, 57 Prozent sprechen sich dagegen aus. Auch der Vorschlag, einen Großteil der Subventionen nach dem Rasenmäherprinzip gleichmäßig zu kürzen, wird im Grundsatz lediglich von 36 Prozent unterstützt. Eine Mehrheit von 57 Prozent lehnt eine solche Vorgehensweise ab.

dpa, AFP

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Zuletzt geändert am 10. Oktober 2003 13:49 von sab

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