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Literatur im All:

ISS funkt zur Buchmesse

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Frankfurt/M. - Die Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS haben am Samstag in einer Videoschaltung mit den Besuchern der Frankfurter Buchmesse gesprochen. Der russische Kosmonaut Juri Malentschenko sagte, er habe Gedichte des Klassikers Alexander Puschkin mit auf die sechsmonatige Reise ins All genommen. Es gebe an Bord eine kleine Bibliothek, aber kaum Zeit zum Lesen.

Die Schaltung zu der Raumstation war einer der Höhepunkte des russischen Gastland-Auftrittes auf der Buchmesse. Um 10.14 Uhr erschienen Malentschenko und sein US-Kollege Edward Lu auf dem Großbildschirm. Die wackligen Bilder wie aus einem alten Tonfilm zeigten, dass die ISS 400 Kilometer über der Erde mit dem Logo des Gastland-Auftrittes "Russland - neue Seiten" geschmückt war.

Lu sagte, er habe anders als Malentschenko keine Bücher ins All mitgebracht. "Ich wollte mich auf die Beobachtung der Erde konzentrieren." Nach der Rückkehr könne er dann "wieder alle Bücher lesen, die ich will". Die Erde sehe aus dem All sehr friedlich aus, berichtete der amerikanische Wissenschaftler. "Man sieht die Grenzen nicht, man sieht die Kriege nicht." Gut zu beobachten sei dagegen die Natur, zum Beispiel die herbstliche Laubfärbung auf der Nordhalbkugel.

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Sigmund Jähn

Der erste Deutsche im All, Sigmund Jähn, erzählte den Messebesuchern, er habe bei seinem Raumflug vor 25 Jahren das "Kommunistische Manifest" und eine Erzählung des sowjetischen Generalsekretärs Leonid Breschnew mitnehmen müssen.

Die Feste feiern, wie sie fallen

Zugleich bestätigte er die seit langem kursierende Vermutung, dass die Raumfahrer in der Schwerelosigkeit tatsächlich den eigentlich verbotenen Cognac konsumieren. "Da gab es zum Beispiel den "Tag der Metallurgen", und wir tranken einen Tropfen", erzählte Jähn. "Oder es war Schulanfang am 1. September, und wir tranken auf alle Schüler und Lehrer.".

dpa; Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 11. Oktober 2003 13:39 von jo

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