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Mannschaftsspieler Schumacher ganz oben, aber:

Legende will er nicht sein

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"Dieses Team ist grandios": Schumacher und seine Scuderia

Talent, harte Arbeit und das Streben nach Perfektion hat Michael Schumacher in der Formel 1 einmalig gemacht. Dennoch schätzt der 34-Jährige den nun übertroffenen Argentinier Juan Manuel Fangio als Größten ein. "Er steht höher als ich", sagte der neue Rekordtitelträger auch am Sonntag wieder.

Das ist typisch für Schumacher. Er ist nicht nur zu einer Motorsport-Legende aufgestiegen, sondern steht nun in einer Reihe mit Muhammad Ali, Pele, Pete Sampras, Michael Jordan oder Tiger Woods. Doch auch diese Vergleiche wehrt Schumacher ab. "Eine lebende Legende? So fühle ich mich nicht. Ich bin ein ganz normaler Mensch, der ein bisschen schneller Auto fahren kann als andere", sagte er einmal.

"Spaß, extrem viel Spaß"

Der gelernte Kfz-Mechaniker fährt auch nach 13 Jahren in der Formel 1 noch immer ein bisschen schneller als die Konkurrenz, zeigt noch immer keine Abnutzungserscheinungen und ist erfolgshungrig wie eh und je. Sein Fahrgefühl, seine Konzentrationsfähigkeit, seine Leidenschaft für das Rennfahren, seine Lust an der Herausforderung, seine Begeisterung für die Technik und sein Mut sind Zutaten seines Erfolgsrezepts. Sein Fleiß und seine Professionalität auf und neben der Strecke machen den Unterschied zu den Konkurrenten aus.

   Seine Motivation ist ungebrochen. "Wenn Sie an einer Sache Spaß, extrem viel Spaß haben, dabei mit Freunden zusammen daran arbeiten können und sogar noch gemeinsam Erfolg haben, welche bessere Motivation könnte es da geben?" Doch verleitet sie Schumacher nicht mehr zu umstrittenen Aktionen wie in früheren Jahren. Die spektakulärste war 1997 sein Rammstoß im letzten Saisonrennen in Jerez gegen seinen WM-Rivalen Jacques Villeneuve. Schumacher schied selber aus. Einen Monat später wurde ihm die Vize-Weltmeisterschaft aberkannt.

Heute vor allem ein Teil der Scuderia

Heute ist Schumacher ruhiger geworden. Der Hobby-Fußballer weiß, dass seine Erfolge ohne funktionierende Mannschaft nicht möglich sind. Er ist zwar Ferrari-Protagonist, doch sieht er sich vor allem als ein Teil der Scuderia. "Dieses Team ist grandios", wiederholte er in Suzuka. "Michael ist ein fantastischer Mannschaftsspieler", lobt auch sein Teamchef und väterlicher Freund Jean Todt. "Er begreift Ferrari als Team. Das macht ihn so wertvoll."

Jahreseinkommen mindestens 25 Millionen Euro

Die Ferrari-Verantwortlichen wissen, was sie an Schumacher haben. Als er 1996 kam, hatte Ferrari nur eine große Vergangenheit. Mit seinem dritten WM-Titel 2000 nach den Benetton-Erfolgen 1994 und 1995 beendete er die 21-jährige Ferrari-Durststrecke und begründete eine "rote" Ära. Die Italiener lassen sich die Dienste des Ausnahmefahrers viel kosten. Sein Jahreseinkommen wird nach vorsichtigen Schätzungen auf mindestens 25 Millionen Euro taxiert.

"Zuhause ist der Rennsport nur kurz ein Thema"

Schumacher hat gelernt, mit dem Rummel um seine Person professionell umzugehen, ohne viel von sich preis zu geben. Seine Privatsphäre schottet er ab. In der Schweiz lebt er mit Frau Corinna und den Kindern Gina Maria (6) und Mick (4) zurückgezogen. "Ich habe zum Glück eine supertolle Familie. Wenn ich nach Hause komme, ist der Rennsport nur kurz ein Thema.".

Claas Hennig, dpa


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Zuletzt geändert am 12. Oktober 2003 13:37 von to

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