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Kommentar zum Friedenspreis an Susan Sontag:

Alte Welt, neue Welt? Bessere Welt!

Von Andreas Pecht

Die US-Schriftstellerin, die gestern in Frankfurt den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhielt, gilt bei vielen ihrer Landsleute als Nestbeschmutzerin, als "unamerikanische" Schreckensgestalt. Tatsächlich gehört Susan Sontag jener selten gewordenen Spezies Mensch an, für die Demokratie sich nicht im Wahlzettel- Einwurf erschöpft, sondern vor allem heißt: Mit wachem Verstand sich immerfort einmischen in die Geschäfte des Staates und die Entwicklungen der Gesellschaft.

Schon deshalb war die Entscheidung des deutschen Buchhandels, ihr den Friedenspreis zu verleihen, richtig. Freiheit haben in der Demokratie qua Gesetz alle. Aber was fängt man gewöhnlich damit an? Wählen zwischen 28 TV-Kanälen, 33 Telefonanbietern, 41 Jeans- Läden und Regen oder Traufe in der Parteipolitik. Mit Freiheit wie Susan Sontag sie versteht, hat das wenig zu tun. Freiheit will wahrgenommen sein, was in ihrem Fall heißt: klar denken, streng analysieren, entschlossen sprechen - die soziale Seelenlosigkeit des US-Systems anprangern, der Aushöhlung von Grundrechten durch den Staat sowie durch (Konsum- )Gewohnheiten und nationalistische Borniertheiten im Volk entgegentreten, den neoimperialen Wahn unter Bush anfeinden...

Wie richtig die Friedenspreis- Entscheidung gerade im Jahr des Irak- Krieges war, demonstrierte Sontag mit ihrer klugen Dankesrede in Frankfurt: Die US-Politik mit schärfster Kritik im Visier, warnte sie zugleich, den dummen Chauvinismus von Bushs "neuer Welt" mit der dümmlichen Selbstgerechtigkeit einer "alten Welt" zu konterkarieren.

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Zuletzt geändert am 12. Oktober 2003 19:20 von jo

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