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China rechnet "auf jeden Fall" mit Rückkehr von Sars

Wintereinbruch schreckt Regierung auf

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Keine Entwarnung. Auch in Hongkong ist die Angst vor Sars noch allgegenwärtig.

Peking - China rechnet in den nächsten Wochen mit einer Rückkehr der lebensgefährlichen Lungenkrankheit Sars. Wegen eines plötzlichen Temperaturrückgangs warnten die Behörden am Montag, die Infektionskrankheit könne in der kälteren Jahreszeit wieder ausbrechen.

Chinas Vizeministerpräsidentin und amtierende Gesundheitsministerin Wu Yi warnte vor "Problemen" bei der Vorbeugung. Die Behörden an einigen Orten seien "nachlässig, schlampig und nicht wachsam", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua die Vizeregierungschefin.

Warnung vor Verzehr von wilden Tieren

"An einigen Orten sind schlechte Gewohnheiten wie der Verzehr wilder Tiere wieder aufgenommen worden", kritisierte Wu Yi mit Blick auf den Verdacht, dass das Coronavirus von Wildtieren auf den Menschen übertragen worden ist. Viele wilde Tiere gelten in China als Delikatesse. Der Epidemiologe Zeng Guang von Chinas Gesundheitsbehörde sagte, es sei unwahrscheinlich, dass das Sars- Virus auf natürliche Weise aussterbe, so dass die Krankheit "auf jeden Fall wiederkommen" werde. "Das Ausmaß der Epidemie hängt von den Maßnahmen zur Eindämmung ab."

Auch der prominente Sars-Forscher Zhong Nanshan rechnet mit einer Rückkehr des Schweren Akuten Atemwegssyndroms in diesem Winter. Mit dem strikten Berichtsystem und den Erfahrungen der vergangenen Krise werde Sars aber keine schweren Schäden anrichten. Die ersten Fälle mit dem bis dahin unbekannten Virus waren im November 2002 in Südchina aufgetreten. Die atypische Lungenentzündung hatte sich in 29 Länder ausgebreitet. Mehr als 8000 Menschen wurden infiziert und 778 starben nach neuen Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Allein in China gab es 5327 Fälle und 349 Tote.

Uneinheitliche Notfallpläne

Heftige Kritik übte Vizeministerpräsidentin Wu Yi an lokalen Behörden und Fieberkliniken. Die Notfallpläne seien uneinheitlich. Mancherorts würden die Anforderungen des Gesundheitsministeriums nicht erfüllt. "Einige Fieberkliniken sind schlecht belüftet und nicht ausreichend abgeschirmt", so dass sie zu "einer Quelle von Infektionen werden können", sagte Wu Yi nach dem erst am Montag vorliegenden Transkript ihrer Äußerungen in einer nationalen Telefonkonferenz bereits am vergangenen Donnerstag.

Unterdessen wurden die Kontrollmaßnahmen verschärft. Die Hafenbehörde in der Metropole Tianjin misst wieder die Körpertemperatur aller Passagiere und berichtet jeden Fieberfall. Die Gesundheitsbehörde in Peking nahm einen Berichtsdienst rund um die Uhr auf. Die Provinz Shanxi und die Innere Mongolei wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 13. Oktober 2003 17:01 von sab

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