[an error occurred while processing this directive]
IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

[?] [?]

Siamesische Zwillinge in Texas nach 28 Stunden Operation getrennt

Hoffnung für Ahmed und Mohamed

Anklicken zum Vergrößern
Erfolgreich getrennt: Ahmed und Mohammed.

Dallas - In einer riskanten Marathon-Operation ist in den USA ein zwei Jahre altes, an den oberen Köpfen zusammengewachsenes Siamesisches Zwillingspaar aus Ägypten getrennt worden.

In einer ersten Pressekonferenz nach dem Eingriff bezeichneten Ärzte des Medizinischen Zentrums für Kinder in Dallas (Texas) den Zustand der kleinen Brüder Ahmed und Mohamed Ibrahim als stabil. "Wir haben bisher keine ernsten Probleme gesehen" sagte der Leiter des Operationsteams, Dr. Kenneth Salyer. "Wir sind sehr glücklich, dass wir heute hier die Trennung der Zwillinge verkünden können. Es gab Momente von großer Freude, von Besorgnis und von Angst".

Gefahr von Thrombosen und Schlaganfällen

Nach der Trennung der kleinen Jungen wurde sofort mit der Neugestaltung der Schädelbereiche begonnen. Nach den Worten der Ärzte drohen jetzt eine Reihe von Gefahren für die Kinder, darunter vor allem Thrombosen und Schlaganfälle sowie Infektionen. Es sei wichtig, dass die neu verlegten Venen halten, hieß es.

Der Eingriff in Dallas, an dem ein 40-köpfiges medizinisches Team beteiligt war, wurde ein Jahr lang vorbereitet. Erst im Juli waren die beiden am Kopf verbundenen erwachsenen iranischen Zwillinge Ladan und Laleh Bijani nach ihrer operativen Trennung in Singapur gestorben.

Durchschnittliche Überlebenschance bei 50 Prozent

Neurochirurgen mussten zunächst rund 100 Blutgefäße umleiten und die Gehirne trennen. Nach fast 28 Stunden Operation konnten dann die Köpfe der Zwillinge völlig getrennt werden. Zwei Expertenteams der plastischen Chirurgie waren danach mit der Formung neuer Schädeldecken und Kopfhäute für die Jungen beschäftigt.

Nur zwei Prozent aller Siamesischen Zwillinge sind am oberen Kopf zusammengewachsen - eine der schwersten Missbildungen in diesem Bereich. Rund die Hälfte der 60 so genannten Craniopagus-Zwillinge, die bisher weltweit operativ getrennt wurden, starben nach Angaben von Kenneth Salyer, dem Leiter des texanischen Chirurgenteams. 17 Operierte trugen Gehirnschäden davon und nur 7 konnten danach ein normales Leben führen.

dpa - Foto: dpa


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web


[?]

Zuletzt geändert am 13. Oktober 2003 08:38 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Artikel empfehlen
» Schriftgröße einstellen
» Impressum